Parkstein (BoerseGo.de) - Weltweit agierende Investoren haben in den vergangenen Monaten tendenziell von Euro in US Dollar Investments umgeschichtet. Grund dafür war die positive Konjunktur in den USA und der stärker werdende US-Dollar. Unterstützt wurde die Währungsentwicklung von dem eindeutigen Bekenntnis der EZB-Mitglieder, allen voran Herrn Draghi, für eine Schwächung des Euro zu sorgen, was insbesondere die südeuropäischen und französischen Politiker schon lange gefordert haben, wie Robert Beer von der Robert Beer Investment GmbH in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

Der hohe Konjunkturpessimismus in der Eurozone und die negative Einstellung der Investoren gegenüber Euroland hätten zu einer im historischen Vergleich günstigen Bewertung bei den Blue Chips geführt. Dass die großen europäischen Unternehmen gut verdienten und extrem viel Geld in der Kasse hätten, zeigten die aktuellen Berichte über die bevorstehenden üppigen Dividendenausschüttungen. Allein auf Grund der Dividendenzahlungen zeige sich ein enormer Vorteil der Aktienanlage gegenüber der Rentenanlage mit den extrem niedrigen Zinsen. Die 10-jährige Bundesanleihe rentiere bei deutlich weniger als einem Prozent, heißt es weiter.

„Der schwache Euro wird den großen Europäischen Unternehmen, die weltweit agieren, weitere Zusatzgewinne bescheren und die Aktienkurse nach oben bringen, oder die Bewertung noch weiter reduzieren. Ein weiterer positiver Effekt dürfte der stark rückläufige Ölpreis sein. Das wirkt verzögert wie ein Konjunkturprogramm. Wenn der Euro seinen vorläufigen Boden gefunden hat, dürften auch wieder weltweit agierende Investoren in Euroland investieren und für steigende Kurse sorgen“, so Beer.