Hannover (Godmode-Trader.de) - Die Analysten der NordLB raten nach den Übernahmespekulationen um K+S dazu, auf dem Niveau von 40 Euro die Aktie zu verkaufen und damit Gewinne zu realisieren.

    In einer Ad-hoc-Meldung teilte K+S mit, dass Vorstand und Aufsichtsrat darüber informiert wurden, dass der kanadische Konzern Potash Corporation of Saskatchewan („Potash“) unter bestimmten Bedingungen, darunter eine Due Diligence-Prüfung, den K+S-Aktionären ein Angebot zur Übernahme sämtlicher Aktien machen wolle.

    Derzeit prüft K+S die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Optionen, wobei das Ergebnis offen ist. Auch sei noch nicht endgültig entschieden, ob es überhaupt ein Übernahmeangebot geben werde. Angaben zur möglichen Höhe eines Übernahmeangebots liegen aus den beiden Unternehmen derzeit nicht vor. Bloomberg berichtete jedoch, Potash biete 40 Euro je Aktie, was einer Bewertung des K+S-Konzerns mit insgesamt mehr als 7 Milliarden Euro entsprechen würde. Gegenüber dem letzten Kurs vor bekannt werden der Übernahmeabsicht entspräche dies einem Aufschlag von rund 38 Prozent.

    Bisher seien kaum Details zu den Übernahmeplänen von Potash bekannt, schreibt die NordLB zu den Meldungen. Somit sei vieles derzeit lediglich Spekulation, einschließlich des möglichen Übernahmepreises. Unklar bleibe auch, welches strategische Ziel Potash mit der Einverleibung von K+S verfolgen könnte. Bei früheren Spekulationen auf eine Übernahme von K+S hieß es immer wieder, für einen Interessenten aus dem Düngemittelbereich sei die Salzsparte, die ein wichtiges Standbein für K+S darstellt, uninteressant. Da dies auf eine aufwendige Zerschlagung von K+S hinauslaufen würde, macht eine Übernahme aus Sicht der NordLB strategisch wenig Sinn.

    Sollte Potash tatsächlich 40 Euro je Aktie bieten, läge dies deutlich über den Kursen, die die K+S-Aktie im Jahr 2013 vor den Marktturbulenzen als Folge des Auseinanderbrechens des Vermarktungsbündnisses von Uralkali und Belaruskali erreicht hatte. Auch das Kursziel der NordLB wäre damit deutlich übertroffen. Die Analysten empfehlen daher, bei Notierungen im Bereich von 40 Euro Gewinne zu realisieren und stellen die Aktie zum Verkauf.