Einer meiner Lieblings-Liberalen, Wolfang Kubicki, nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Als Reaktion auf das Debakel in Mecklenburg-Vorpommern gestern sagte er:

"Die FDP hat kein Westerwelle-Problem, sondern ein Marken-Problem".

Und
auf die Frage, für welche Position denn FDP-Chef Philipp Rösler eigentlich stehe: "Auf diese Frage kann ich keine vernünftige Antwort geben."
So geht´s mir leider auch. Nachdem er Westerwelle abgelöst hatte sagte Rösler: "Ab jetzt liefert die FDP". Ja, aber was?

Der Masterplan, um die FDP wieder aus der Bedeutungslosigkeit zu holen, liegt in der Euro-Krise und einer klaren Positionierung dazu. Wie die aussehen muss ahnen Sie sicher schon.

Die Bandbreite kann dabei von strikter Ablehnung weiterer Rettungsschirme incl. totaler Ablehnung von Euro-Bonds bis hin zu einer "Umgestaltung" der Währungsunion reichen, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Wenn die FDP es nicht macht und bei ihrem undefinierbaren Inhalts-Brei bleibt? Dann finden sich 2013 andere Parteien...das Potenzial für eine Euro-Protest-Partei dürfte bei deutlich über 20% liegen.