• Kupfer - ISIN: XC0007203216
    Börse: London Metal Exchange / Kursstand: 6.078,00 €

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Arbeiter der weltgrößten Kupfermine Escondida in Chile werden nun wohl in einen Streik treten, nachdem sie das letzte Angebot des Minenbetreibers mehrheitlich abgelehnt haben. Während der 44-tägige Streik im Vorjahr in Escondida, die allein knapp fünf Prozent der Weltkupferminenproduktion verantwortet, den Kupfermarkt eingeengt und die Terminmärkte länger beschäftigt hat, scheint sich der Kupfermarkt heute dafür kaum zu interessieren, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

Der Kupferpreis notiere an der LME mit 6.150 US-Dollar je Tonne sogar nur knapp über dem Zwölfmonatstief. Der Grund für den jüngsten Schwächeanfall – in nur zwei Monaten sei der LME-Industriemetallindex LMEX um rund 15 Prozent eingebrochen – liege im eskalierenden Handelsstreit zwischen den USA und China. Regierungsangaben zufolge wolle US-Präsident Trump nun Strafzölle von 25 Prozent (anstelle von zehn Prozent) auf chinesische Importgüter im Wert von 200 Milliarden US-Dollar vorschlagen, heißt es weiter.

„Man muss dabei wissen, dass die Rohstoffnachfrage meist wenig preiselastisch ist. Vielmehr werden die Rohstoffpreise von der Nachfrage beeinflusst. Deshalb schaut der Metallmarkt aktuell vor allem auf den chinesischen Aktienmarkt, der gemessen am CSI 300 seit März fast ein Viertel an Wert eingebüßt hat. Sollten die höheren US-Strafzölle beschlossen werden, ist ein weiterer Preisrückgang wahrscheinlich, wenngleich gemessen an der Positionierung kurzfristiger Finanzanleger an den Warenterminbörsen der Kupfermarkt bereits ‚überverkauft‘ ist, d.h. viele Risiken bereits in den Preisen eskomptiert sind“, so die Commerzbank-Analysten.