• Kupfer - ISIN: XC0007203216
    Kursstand: 7.812,12 $/t (ARIVA Indikation) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung

Die Metallpreise haben in der zweiten Julihälfte ihre starken Verluste vom Monatsbeginn größtenteils wieder wettgemacht. Der Kupferpreis stieg gestern bis auf 7.970 US-Dollar je Tonne und hat sich damit vom Tief Mitte Juli rund 1.000 US-Dollar entfernt. Zink erreichte mit gut 3.300 US-Dollar je Tonne das höchste Niveau seit Ende Juni, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in der jüngsten Ausgabe von „Rohstoffe Aktuell“ vom 2. August 2022 schreibt.

Die enttäuschenden chinesischen Einkaufsmanagerindizes vom Wochenende, der offizielle PMI sei im Juli sogar unter die Marke von 50 gefallen und signalisiere damit eine Kontraktion im verarbeitenden Gewerbe, seien zunächst weitgehend folgenlos geblieben. Erst im späteren Handelsverlauf und heute habe der Kupferpreis wegen der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China auf weniger als 7.700 US-Dollar nachgegeben, heißt es weiter.

„Der Preisrückgang hält sich damit verglichen mit Rohöl in Grenzen. Dahinter stehen offenbar Erwartungen, dass Stimulierungsmaßnahmen zur Unterstützung des angeschlagenen Immobilienmarktes aufgrund der schwachen Daten wahrscheinlicher geworden sind und möglicherweise noch größer ausfallen könnten“, so Fritsch.

Dazu passe auch, dass China das bisherige Wachstumsziel von 5,5 Prozent weiter als Orientierung verstehe. Bei Kupfer kämen preisunterstützende Angebotsmeldungen dazu. So habe der staatliche chilenische Kupferproduzent Codelco einen Rückgang der Kupferproduktion im ersten Halbjahr um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr berichtet. Zudem habe ein weiterer großer Rohstoffproduzent seine Prognose für die Kupferproduktion in diesem Jahr gesenkt, heißt es abschließend.