• Kupfer - ISIN: XC0007203216
    Börse: London Metal Exchange / Kursstand: 5.483,00 $/t

Hamburg/ London (Godmode-Trader.de) - Zuletzt hatten die Auswirkungen des Coronavirus die Börsen voll im Griff. Nicht zuletzt auch die Metallmärkte, und hier vor allem Kupfer. Neben den Kapazitätskürzungen in China und den verschärften Einfuhr- und Reisebestimmungen hat das Virus nun auch zur Absage der CESCO-Konferenz in Chile Ende März geführt.

Die Auswirkungen von Covid-19 besorgen zunehmend Wirtschaft, Notenbanken und die Politik. Aktuell sieht die OECD für 2020 noch ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,4 Prozent (bisher: 2,9 %) vor. In China soll der jährliche Zuwachs bei 5,7 Prozent und in Europa bei 1,1 Prozent liegen. Auch die Erwartungen für die US-Wirtschaft haben sich zuletzt eingetrübt. Doch je stärker das Virus das öffentliche Leben und damit auch die Wirtschaft beschränkt, desto schärfer könnten die Abwärtsprognosen noch ausfallen.

Für den Kupfermarkt (das rote Metall gilt als Seismograph der Weltwirtschaft) bedeutet diese Entwicklung nichts Gutes. Der Coronavirus hat zuletzt vor allem die Produktion, insbesondere in China, signifikant belastet. Laut S&P Global Platts produzieren rund 40 Prozent der kupferverarbeitenden Industrie in China aktuell auf einem Niveau zwischen 60 und 90 Prozent des Normalzustands, wie Aurubis aktuell berichtet. Weitere rund 30 Prozent hätten die Produktion auf 30 bis 60 Prozent heruntergefahren. Die Nachfrage nach raffiniertem Kupfer im laufenden Jahr schätze die staatliche-chinesische Nachrichtenagentur Antaike auf 11,4 Mio. Tonnen und damit um 1,2 Prozent höher als im Vorjahr.

Laut Bloomberg hat der chilenische Bergbauminister an seiner Prognose für den Kupferpreis von rund 6.600 US-Dollar/Tonne für das laufende Jahr festgehalten - trotz der drohenden Auswirkungen des Coronavirus. Aktuell notiert die Tonne Kupfer allerdings um 1,100 Dollar unter der genannten Prognose bei 5.520 US-Dollar.