London (Godmode-Trader.de) - Laut dem jüngsten Bericht der International Copper Study Group (ICSG) blieb die weltweite Kupferproduktion im Jahr 2020 trotz eines Rückgangs in Australien um 3,5 Prozent ingesamt mehr als stabil. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, die viele Bergbauunternehmen rund um den Globus zu Minenschließungen zwang, ist dies ein durchaus bemerkenswertes Ergebnis. „Covid-19-bedingte Einschränkungen und andere betriebliche Probleme führten zu Produktionsrückgängen in wichtigen Kupfer-produzierenden Ländern, vor allem in Australien, Mexiko und den Vereinigten Staaten“, erklärte die ICSG.

Im vergangenen Jahr wuchs die Weltkupferproduktion laut vorläufigen Daten demnach um rund 1,5 Prozent, während die Primärproduktion um 2,8 Prozent zulegte. Bei näherer Betrachtung sank Chiles Produktion um 1 Prozent, während Indonesiens Förderung massiv um 39 Prozent anstieg.

Laut den weiteren Angaben der ICSG wies die Weltbilanz für raffiniertes Kupfer für 2020 aufgrund der starken chinesischen Nachfrage ein Defizit von 560.000 Tonnen auf. Dies ist der Hauptgrund für den kräftigen Preisanstieg des roten Metalls. Außerhalb Chinas ging der Kupferverbrauch jedoch um 10 Prozent zurück. Die starke chinesische Nachfrage wurde bestätigt: die Kupferimporte der Volksrepublik stiegen in 2020 um 38 Prozent auf 1,2 Mio. Tonnen.

Laut dem Australian Bureau of Statistics stiegen die australischen Kupferexporte von 10,2 Mrd. Dollar im Jahr 2019 auf 10,4 Mrd. Dollar in 2020. Der Rohstoffsektor führte im vergangenen Jahr zu Exporteinnahmen Australiens in Höhe von 116 Mrd. Dollar, nach 96 Mrd. Dollar im Jahr 2019.