Frankfurt/London/ Peking (Godmode-Trader.de) - Die Metallpreise sind diese Woche zeitweise deutlich gestiegen, was Experten unter anderem auf den schwachen US-Dollar zurückführen. Kupfer kostete zeitweise mehr als 7.200 US-Dollar je Tonne, am Freitag notierte das Metall wieder deutlich darunter.

    ANZEIGE

    Die sinkenden Preise könnten mit der jüngsten Entwicklung der chinesischen Kupfer-Importe zusammenhängen. Im Dezember hatte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt deutlich weniger von dem Basismetall eingeführt als im Vormonat. Daten der Zollbehörde zufolge lagen die Einfuhren von unverarbeitetem Kupfer im Dezember 4,3 Prozent unter dem November-Niveau und 8,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Gesamtjahr 2017 gingen die Importe um 5,1 Prozent auf 4,69 Mio. Tonnen zurück.

    Laut den Analysten der Commerzbank lag der Rückgang unter anderem daran, dass China 2017 eine rekordhohe Menge Kupfererz und -konzentrat eingeführt hat. Chinas Importpolitik befinde sich schon seit einiger Zeit im Wandel, so die Experten. Da China die Schmelzkapazitäten von Kupfer deutlich ausbaue und selbst zunehmend mehr Kupferraffinade produziere, importiere das Land entsprechend mehr Kupfererz und -konzentrat und weniger unverarbeitetes Kupfer. „Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Jahren fortsetzen“.