New York/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Ölmarkt schwankt derzeit stark und ist in einer fragilen Verfassung. Einerseits schränkt die OPEC und Russland die Produktion ein, andererseits produzieren die USA soviel wie noch nie zuvor. Welthandel und Weltwirtschaftswachstum stehen auf wackeligen Beinen, andererseits droht durch die Krisen im Nahen Osten und in Venezuela eine weitere Verknappung des Angebots.

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    Viele Analysten haben zuletzt schon bis zu 100 Dollar je Barrel als künftigen Ölpreis prognostiziert. Doch dieses Szenario ist angesichts der jüngsten Entwicklungen wieder unwahrscheinlicher geworden. Abzulesen ist die Unruhe am Ölmarkt an den Termin-Notierungen, die binnen weniger Handelstage im Falle der weltweit gehandelten Sorte Brent um sechs Dollar je Barrel zurückfielen. Am Montag haben sich die Preise zunächst etwas stabilisieren können.

    Zuletzt haben Wachstumsängste, die vor allem auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China zurückgehen, dominiert und die Befürchtungen einer deutlich fallenden Ölnachfrage verstärkt, was den jüngsten Preissturz erklären mag. Stützend auf die Notierungen wirken am Montag hingegen neue Zahlen zu den aktiven Bohrlöchern in den USA. Am Freitagabend hatte der Ölausrüster Baker Hughes einen abermaligen Rückgang gemeldet. Die Gesamtzahl der Rigs fiel auf den tiefsten Stand seit März 2018.

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    Brent Crude Öl