Robert Shiller hat sich intensiv mit den Finanzmärkten beschäftigt und wurde im Jahr 2013 mit dem Wirtschafts-Nobelpreis ausgezeichnet. Unter Anlegern ist Shiller vor allem für das von ihm entwickelte Shiller-KGV sowie für den Shiller-Hauspreisindex bekannt.

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    Shiller kommentiert auch immer wieder das aktuelle Marktgeschehen. Obwohl der Experte weiter eine Rezession befürchtet, glaubt der Professor der Eliteuniversität Yale, dass eine Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 den Bullenmarkt an der Wall Street verlängern und eine Rezession hinauszögern könnte.

    "Es ist ganz klar, dass Trump ein Pro-Business-Kandidat ist", sagte Shiller im Interview mit dem US-Finanzsender CNBC. "Es ist auch wahrscheinlich, dass, wenn Jerome Powells Amtszeit als Vorsitzender der Fed abläuft, er [Trump] jemanden ernennt, den er mehr kontrolliert und der die Wirtschaft ohne Bedenken stimulieren kann", sagt Shiller. Trump hatte Fed-Präsident Jerome Powell wiederholt für seine angeblich zu restriktive Geldpolitik kritisiert und ihm sogar eine Mitschuld am Kursrutsch an der Wall Street im vergangenen Jahr gegeben. Powells Amtszeit endet im Jahr 2022.

    Aber auch Trump als persönliches Vorbild sei gut für steigende Aktienkurse, meint Nobelpreisträger Shiller. "Trump ist auch ein Modell für einen extravaganten Lebensstil und hohe Ausgaben. All diese Dinge befeuern den Aktienmarkt", so Shiller.

    Während seiner laufenden Amtszeit hat Trump eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuern und Maßnahmen zur Deregulierung der Wirtschaft durchgesetzt. Die zahlreichen Handelskonflikte, die der amtierende US-Präsident angezettelt hat, werden von den meisten Beobachtern aber als Belastungsfaktor für den Markt gesehen.

    Seit der Wahl Trumps zum US-Präsidenten konnten die wichtigsten US-Indizes insgesamt kräftig zulegen. Der folgende Chart zeigt die Performance der wichtigsten US-Indizes seit der Präsidentschaftswahl 2016 am 08. November 2016, die überraschend mit dem Wahlsieg Trumps endete.

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    Performance der wichtigsten US-Indizes seit Trumps Wahlsieg 2016

    Das laufende und das kommende Jahr dürften ohnehin überdurchschnittliche Gewinne am US-Aktienmarkt versprechen, wenn man den sogenannten US-Präsidentschaftszyklus als Maßstab nimmt. In den Jahren drei und vier der Amtszeit eines US-Präsidenten (entspricht den Jahren 2019 und 2020) legen US-Aktien typischerweise besonders stark zu, wie die folgende Grafik auf Basis einer Auswertung der US-Website RiskHedge zeigt.

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