Montag:
Die saisonbereinigte Leistungsbilanz für die Eurozone weist im Oktober einen Defizit in Höhe von 7,5 Mrd. Euro aus, verglichen mit einem Plus von 0,5 Mrd. Euro im Vormonat. Ohne Bereinigung ergibt sich für den Berichtsmonat ein Plus in Höhe von 1,7 Mrd. Euro.

Die Produktion im Baugewerbe ist im Bereich der Eurozone im Oktober um 1,4 % gefallen. Die Produktion des Vormonats wurde von -1,3 % auf nun -1,5 % nach unten revidiert. Im Jahresvergleich ist die Bauproduktion um 2,8 % gesunken nach zuletzt +0,4 %.

Der US-amerikanische Housing Market Index notiert im Dezember bei 21. Im Vormonat hatte er noch bei 20 gestanden. Erwartet wurde der Index bei19.

Dienstag:

Im Monats-Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in Deutschland im Oktober zum Vorjahr um 2,0 % auf 747.000 gestiegen, die Summe der geleisteten Arbeitsstunden ist gleichzeitig um 1,5 % auf 81,3 Mio. Stunden zurückgegangen. Der Gesamtumsatz ist in gleicher Zeit um 2,7 % angestiegen und betrug im Berichtsmonat 8,96 Mrd. Euro, während der Index des Auftragseingangs um 6,0 % auf 93,8 gefallen ist (2000 = 100).

Die Zahl der Neuzulassungen bei den leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 t ist in der EU im November verglichen mit dem Vorjahr um 8,4 % gestiegen. Gleichzeitig kletterten die Neuzulassungen bei den Nutzfahrzeugen über 3,5 t um 10,2 %. Bei den Lastkraftwagen über 16 t wurde ein Anstieg der Zulassungen um 14,5 % registriert, während bei Bussen über 3,5 t auf das Jahr gesehen 11,4 % weniger Zulassungen zu verzeichnen waren.

Die deutschen Erzeugerpreise sind im November zum Vormonat um 0,1% gestiegen. Einen Monat zuvor waren sie um 0,2 % geklettert. Im Jahresvergleich verteuerten sich die Preise der Erzeuger in Deutschland um 5,2 % nach +5,3 % im Monat zuvor.

Im Oktober ist die Zahl der im deutschen Straßenverkehr Getöteten zum Vorjahr um 12,1 % auf 380 gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der Verletzten um 4,2 % auf 36.500 angestiegen.

Der für Januar 2012 vorausberechnete GfK Konsumklimaindex für Deutschland notiert bei 5,6 Punkten und damit unverändert zu den beiden Vormonaten. Der Konjunkturerwartungsindex ist im Berichtsmonat um 6 Punkte auf -0,9 angestiegen. Der Index für die Einkommenserwartung liegt aktuell bei 34,0 Punkten und damit 2,9 Zähler über dem letzten Stand. Die Anschaffungsneigung war dagegen rückläufig mit 27,4 nach zuvor noch 40,3 Punkten.

Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland notiert für Dezember bei 107,2. Im Vormonat hatte er noch bei 106,6 gestanden. Erwartet wurde er hingegen mit 106,0.

Die Zahl der Wohnbaubeginne liegt in den USA im November bei 685.000 und ist damit um 9,3 % gestiegen. Erwartet wurden 600.000 bis 630.000 nach noch 627.000 im Vormonat. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 628.000 leicht nach unten revidiert.

Die Zahl der US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen liegt im November bei 681.000, ein Plus von 5,7 % zum Vormonat. Erwartet wurden 625.000 bis 633.000. Im Monat davor waren es 644.000 gewesen. Damit wurde der Vormonatswert von ehemals veröffentlichten 653.000 nach unten revidiert.

Unser Kommentar:

Der Immobilienmarkt in den USA zeigt erste Lebenszeichen. Für eine Entwarnung ist es noch viel zu früh, wie die folgenden Grafiken zeigen. Doch immerhin besteht jetzt die Chance auf eine Bodenbildung. Die ersten beiden Quartale im kommenden Jahr werden zeigen, ob der US-amerikanische Immobilienmarkt wieder auf die Beine kommt...

Mittwoch:
Das japanische Handelsbilanzdefizit erhöhte sich im November auf 684,7 Milliarden Yen, nachdem im Vormonat Oktober ein Defizit von 280,2 Milliarden Yen gemeldet wurde. Im November 2010 wurde noch ein Handelsbilanzüberschuss von 157,62 Milliarden Yen notiert. Begründet wird das gestiegene Handelsdefizit mit sinkenden Exporten, in Folge einer sich abkühlenden Weltkonjunktur und dem starken Yen.

Die deutschen Einfuhrpreise sind im November gegenüber Oktober um 0,4 Prozent gestiegen. Damit verlief die Preissteigerung weniger stark, als zunächst angenommen (plus 0,6 Prozent). Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilte, seien die Importpreise im Vormonat um 0,3 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Einfuhrpreise um 6,0 Prozent. Im Oktober hatte die Preissteigerung auf Jahresbasis noch plus 6,8 Prozent betragen. Dafür war vor allem die Verteuerung importierter Energie entscheidend. Gegenüber November 2010 kostete sie um 25,6 Prozent mehr und gegenüber Oktober 2011 um 1,4 Prozent.

Die italienische Wirtschaftsleistung ist im dritten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Im zweiten Quartal war die Wirtschaft noch um 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Vierteljahr gewachsen. Somit ist das dritte Quartal das erste mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) seit Ende 2009.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs die italienische Wirtschaft um 0,2 Prozent. Allerdings hatten Ökonomen mit einer höheren Zunahme von 0,4 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal war die italienische Wirtschaft auf Jahresvergleichsbasis noch um revidierte 0,7 Prozent gewachsen.

In der Eurozone hat sich das Verbrauchervertrauen im Dezember stärker als erwartet eingetrübt. Der entsprechende Indikator fiel von minus 20,4 Einheiten im Vormonat auf minus 21,2 Zähler. Es ist der tiefste Stand seit August 2009. Volkswirte hatten zuvor mit einem leicht besseren Wert von minus 21,0 Punkten gerechnet.

Donnerstag:

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sank zum 17. Dezember gegenüber der Vorwoche um 4.000 auf 364.000. Es ist der niedrigste Stand seit April 2008. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 380.000 Erstanträge gerechnet. Der weniger schwankungsanfälligen Vier-Wochen-Schnitt war um 8.000 auf 380.250 gesunken. Der Wert der Vorwoche wurde von 387.750 auf 388.250 revidiert.

Unser Kommentar:

Allmählich wird es interessant: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe halten sich hartnäckig unter der Marke von 400.000. Setzt sich der Trend im ersten Quartal 2012 fort, könnte der US-amerikanische Arbeitsmarkt fürs Erste über den Berg sein. Da sich daraus auch Rückschlüsse auf den Immobilienmarkt ableiten lassen, muss man das jetzt genau beobachten,...
Die Wirtschaftsleistung in den USA ist im dritten Quartal 2011 schwächer gewachsen als zunächst erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 1,8 Prozent. Zuvor war das Wachstum mit 2,0 Prozent erwartet worden. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft um 1,3 Prozent gewachsen.

Die privaten Konsumausgaben in den USA legten im dritten Quartal um 1,7 Prozent zu. Erwartet wurde ein Anstieg um 2,3 Prozent. Der BIP-Preisdeflator, ein Maß für den Anstieg der Preise in der US-Wirtschaft, erhöhte sich im dritten Quartal um 2,6 Prozent, nachdem zunächst ein Plus von 2,5 Prozent gemeldet worden war. Im zweiten Quartal hatte der BIP-Preisdeflator ebenfalls bei 2,5 Prozent gelegen. Der Deflator für persönliche Konsumausgaben stieg im dritten Quartal um 2,3 Prozent, nach 3,3 Prozent im Vorquartal.

In den USA hat sich die Stimmung der Verbraucher im Dezember stärker aufgehellt als erwartet. Der Konsumklimaindex der Universität Michigan kletterte von 64,1 Punkten im Vormonat auf 69,9 Zähler. Erwartet wurde für die zweite Schätzung ein Wert von 68,0 Punkten. Die Lagekomponente verbesserte sich auf 79,6 Punkte, nach 77,9 Punkten in der Erstschätzung und 77,6 Punkten im Vormonat. Die Erwartungskomponente legte von 55,4 Punkten im Vormonat auf 61,1 Punkte in der Erstschätzung und 63,6 Punkte in der zweiten Schätzung zu.

Der US-amerikanische Chicago Fed National Activity Index notiert für November bei -0,37. Im Monat zuvor hatte er noch bei -0,11 gestanden. Damit wurde der Vormonatswert von -0,13 nach oben revidiert.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 100 Bcf auf 3.629 Bcf zurückgegangen.

Freitag:

Der japanische Kaiser hat Geburtstag. Die Börsen in Japan bleiben geschlossen.

Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im November um 3,8 % gestiegen. Erwartet wurde hingegen ein Plus im Bereich von 2,0 bis 3,2 %. Im Vormonat waren die Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern noch unverändert geblieben. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten -0,7 % revidiert.

Die persönlichen Auslagen sind in den USA im November um 0,1 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich von 0,3 % bis 0,4 %. Im Vormonat waren die persönlichen Auslagen um 0,1 % gestiegen. Damit wurde der Vormonatswert von 0,1 % nach unrevidiert belassen.

Die persönlichen Einkommen sind in den Vereinigten Staaten im November um 0,1 % gestiegen. Erwartet wurde ein Wert zwischen 0,0 und 0,3 %. Im Vormonat waren die Einkommen um 0,4 % geklettert. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten +0,4 % unrevidiert belassen.

Was wir im kommenden Jahr an den Börsen erwarten, das lesen Sie in der Januar-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die in wenigen Tagen erscheint.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de