Fazit: Angesichts trüberer Wachstumsaussichten und einer größeren Unsicherheit mit Blick auf die künftige Wirtschaftsentwicklung hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Rahmen ihres Zinsentscheids am Donnerstag ihre Geldpolitik etwas gelockert. Die EZB verlängerte ihr Niedrigzinsversprechen und kündigte neue, längerfristige Geldspritzen für die Banken an.

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    Die Leitzinsen sollen nun bis mindestens Ende 2019 auf dem aktuellen Niveau verbleiben, nachdem die das Niedrigzinsversprechen zuvor "bis über den Sommer 2019" gegolten hatte. Die EZB kündigte außerdem neue, längerfristige Kreditpakete (TLTROs) für die Banken an, mit denen die Kreditvergabe in der Eurozone angekurbelt werden soll. Zwischen September 2019 und März 2021 sollen jeweils vierteljährlich neue TLTRO-Pakete mit zweijähriger Laufzeit vergeben werden. Die Banken sollen im Rahmen der TLTROs Kredite zum aktuellen Leitzins erhalten und sich damit billiger bei der EZB als über den Markt refinanzieren können. Die Entscheidung für neue TLTRO-Pakete wurde auch mit Blick auf auslaufende frühere TLTRO-Pakete getroffen, so Draghi."Diese Operationen sollen für günstige Finanzierungsbedingungen sorgen und den geldpolitischen Übergang abfedern", heißt es im Statement der EZB. Weitere Details zu den TLTRO-Paketen sollen in Kürze veröffentlicht werden.

    Allerdings merkten Beobachter an, dass die neuen TLTRO-Pakete wohl nicht so attraktiv für die Banken seien wie frühere Runden. Die Laufzeit ist mit zwei Jahren nur halb so lang wie bisher, die Banken können nur Kredite im Umfang von bis zu 30 % des anrechenbaren Kreditbestandes erhalten und das relativ späte Startdatum im September könnte dazu führen, dass einige Banken im Sommer übergangsweise andere Liquiditätsquellen anzapfen müssten.

    Trotz des sich abschwächenden Ausblicks beurteilt die EZB das Risiko einer neuen Rezession, also einer nachhaltig schrumpfenden Wirtschaft, als "sehr gering". Auch die Gefahr, dass die Inflation außer Kontrolle gerate, sei "sehr gering", sagte Draghi. Der EZB-Präsident betonte, dass die EZB grundsätzlich bereit sei, alle ihre Instrumente anzupassen, falls dies notwendig werden sollte. Über ein neues Anleihekaufprogramm oder gar "Helikoptergeld" sei aber nicht gesprochen worden, so Draghi.

    Die Gründe für die wirtschaftliche Abschwächung sieht die EZB vor allem in Faktoren außerhalb der Eurozone. So erwähnte Draghi ein schwächeres Wachstum in China und den USA, den drohenden Brexit, die Handelskonflikte und Risiken in den Schwellenländer. Insgesamt deuteten die Wachstumsrisiken weiter überwiegend nach unten. Die Wachstums- und Inflationsprognose des EZB-Mitarbeiterstabs wurde vor allem für das laufende Jahr deutlich gesenkt. So wird für 2019 nur noch eine Wachstumsrate von 1,1 Prozent, nach zuvor 1,7 Prozent erwartet.

    Der Aktienmarkt profitierte zunächst von den Entscheidungen der EZB. Das verlängerte Niedrigzinsversprechen sorgte allerdings für deutliche Kursverluste im Bankensektor. Auch der Gesamtmarkt drehte ins Minus, nachdem Draghi erwähnte, dass über neue Anleihenkäufe nicht gesprochen worden sei.

    15.31 Uhr: Die Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi ist zu Ende.

    15.29 Uhr: Auf die Frage, ob die Finanzmärkte vielleicht pessimistischer als die EZB in Bezug auf das Risiko einer Rezession seien, antwortet Draghi, dass die Aktienmärkte seit Jahresbeginn wieder zugelegt hätten.

    15.26 Uhr: Worauf die erwartete Abschwächung 2019 zurückzuführen sei, sei nicht im Detail besprochen worden, so Draghi. Es gebe aber eine Wachstumsabschwächung in China und den USA und ein geringeres Vertrauen in die Wirtschaftsentwicklung. Zudem belasteten die Handelskonflikte, so Draghi.

    15.22 Uhr: Über Helikoptergeld habe man nicht gesprochen, so Draghi.

    15.21 Uhr: Es gab keine Diskussion über eine weitere Senkung des Einlagensatzes, so Draghi.

    15.20 Uhr: Die Wirtschaft der Eurozone wachse weiter, nur langsamer, betont Draghi.

    15.16 Uhr: Es sei "überhaupt nicht" über neue Anleihekäufe gesprochen worden, so Draghi. Es bestehe nicht das Risiko, dass die Wirtschaft zu stark von der lockeren Geldpolitik abhängig werde, so Draghi.

    15.15 Uhr: Auf die Frage, ob es sich bei den TLTRO-Paketen auch um eine Unterstützung der Banken handle, antwortet Draghi, dass die TLTRO-Pakete den Banken ermöglichen, Geld bei der EZB zu etwas günstigeren Bedingungen zu leihen als dies auf dem Markt möglich sei. Dabei handele es sich um eine Unterstützung für die Banken, so Draghi. Dies sei aber auch notwendig, damit das Programm überhaupt angenommen werde. Entscheidend sei deshalb die Frage, ob das TLTRO-Programm die Geldpolitik unterstütze, wovon er überzeugt sei, so Draghi.

    15.13 Uhr: Es sei einfach für die EZB, auf notwendige Reformen wie die Vervollständigung der Banken- und Kapitalmarktunion hinzuweisen, aber viel schwieriger für die Regierungen, dies in einer demokratischen Gesellschaft zu umzusetzen, so Draghi. Er sei aber zuversichtlich, dass es baldige Fortschritte geben werde.

    15.11 Uhr: Der Grund für die Einführung der gezielten langfristigen Kreditpakete (TLTRO) um Gegenzug zum ersten LTRO-Paket bestand darin, dass man sicherstellen wollte, dass die Banken mit dem frischen Geld der EZB keine Staatsanleihen kaufen, sondern das Geld für die zusätzliche Kreditvergabe verwenden, so Draghi.

    15.10 Uhr: Draghi zeigt sich amüsiert über die Anmerkung, will aber nicht kommentieren, dass es vor dem Ende seiner Amtszeit nicht mehr zu einer Zinserhöhung kommen wird, wie seit heute feststeht.

    15.09 Uhr: Es gebe eine größere Unsicherheit und gleichzeitig habe sich der Ausblick eingetrübt, so Draghi. In dieser Situation solle man lieber proaktiv als reaktiv sein, so Draghi.

    15.05 Uhr: Draghi will sich nicht dazu äußern, ob im Rahmen des TLTRO-III-Programms Banken womöglich auch zu Zinsen unter dem Leitzins (und damit zu aktuell negativen Zinsen) neues Geld leihen können. Weitere Details würden in Kürze veröffentlicht, so Draghi.

    15.04 Uhr: Die Glaubwürdigkeit der EZB sei durch die heutigen Entscheidungen gestärkt worden, da bisher die Markterwartungen für die erste Zinserhöhung deutlich weiter in der Zukunft lagen als die EZB-Prognose, so Draghi.

    15.03 Uhr: Einige EZB-Ratsmitglieder haben darüber diskutiert, das Niedrigzinsversprechen bis März 2020 zu verlängern.

    15.01 Uhr: Draghi will sich nicht klar dazu äußern, ob auch neue Anleihekäufe auf dem Programm stehen könnten, falls sich der Ausblick weiter eintrübe. Weitere Entscheidungen seien abhängig vom wirtschaftlichen Ausblick, so Draghi. Man sei bereit zu handeln, falls dies notwendig werden sollte. Draghi wiederholt die Aussage, dass durch das Ende der Nettokäufe von Anleihen die Geldpolitik nicht gestrafft worden sei. Im Gegenteil würden die Reinvestitionen der fälligen Anleihen zu einer kontinuierlichen Lockerung der Geldpolitik führen.

    14.58 Uhr: Die heutigen Entscheidungen berücksichtigen die bisherigen politischen Entscheidungen, die getroffen wurden, machen aber keine Prognose über die künftige Entwicklung des Handelskonflikts, so Draghi.

    14.57 Uhr: Die heutigen Entscheidungen erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Eurozone und bestärken die EZB in der Auffassung, dass das Inflationsziel erreicht wird, so Draghi.

    14.54 Uhr: Die EZB ist weiter der Auffassung, dass die Risiken zur Unterseite überwiegen, so Draghi. Dies sei nach einer Prognosesenkung wie heute ungewöhnlich. Dafür seien Protektionismus, Handelsstreitigkeiten, die Brexit-Situation, die Anfälligkeit der Schwellenländer und die Wachstumssituation in China verantwortlich.

    14.53 Uhr: Das Risiko für eine Rezession und das Risiko einer Entankerung der Inflationsentwicklung werden von der EZB als "sehr gering" beurteilt, so Draghi.

    14.52 Uhr: Verantwortlich für den schwächeren Ausblick sind vor allem Faktoren, die außerhalb der Eurozone zu suchen sind, so Draghi.

    14.51 Uhr: Die heutigen Entscheidungen wurden einstimmig getroffen, so Draghi. Dies bedeutet, dass auch Bundesbank-Präsident Weidmann den Entscheidungen zugestimmt hat.

    14.51 Uhr: Wir befinden uns in einer Phase von allgegenwärtiger Unsicherheit, so Draghi.

    14.50 Uhr: Die heutigen Entscheidungen sind datenbasiert und basieren auf den deutlich schwächeren Prognosen für die Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone, so Draghi. Es gebe eine starke Abhängigkeit von der weiteren Wirtschaftsentwicklung.

    14.49 Uhr: Die heutigen Maßnahmen führen zu einer weiteren Lockerung der Finanzierungsbedingungen in der Eurozone, die sich zuletzt ohnehin weiter gelockert hätten, so Draghi.

    14.47 Uhr: Das Hauptziel der TLTROs ist es, Finanzierungsschwierigkeiten für die Banken zu abzumildern, die aus der Fälligkeit bisheriger TLTRO-Pakete, Rückzahlungen anderer Kredite und regulatorische Maßnahmen resultieren, so Draghi.

    14.46 Uhr: Die Fragerunde der Journalisten beginnt.

    14.45 Uhr: Draghi fordert zu weiteren Strukturreformen und einer Vervollständigung der Währungsunion in der Eurozone auf.

    14.44 Uhr: Kreditbedingungen für Unternehmen und Haushalte sind weiter günstig und das neue TLTRO-Programm wird die günstigen Finanzierungsbedingungen unterstützen, so Draghi.

    14.43 Uhr: Die Inflationsprognosen des EZB-Mitarbeiterstabs urden nach unten revidiert. Erwartet werden für die Inflationsrate nun die folgenden Werte: 2019 1,2 % (bisher: 1,6 %), 2020 1,5 % (bisher: 1,7 %), 2021 1,6 % (bisher: 1,8 %).

    14.40 Uhr: Die Wachstumsprognosen des EZB-Mitarbeiterstabs fallen deutlich schwächer aus als bisher. Für 2019 wird nun nur noch eine Wachstumsrate von 1,1 % (bisher: 1,7 %) erwartet, 2020 von 1,6 % (zuvor: 1,7 %) und 2021 von 1,5 % (bisher: 1,5 %).

    14.38 Uhr: Jüngste Wirtschaftsdaten bleiben schwach, so Draghi. Der kurzfristige Wachstumsausblick wird schwächer ausfallen als erwartet. Mittelfristig wird aber eine Erholung erwartet.

    14.37 Uhr: Die EZB ist bereit, alle ihre geldpolitischen Instrumente anzupassen, sollte dies notwendig sein, so Draghi.

    14.36 Uhr: EZB-Präsident Mario Draghi verliest die heutigen geldpolitischen Entscheidungen. Die wichtigsten Punkte: Das Niedrigzinsversprechen wird verlängert. Die Nullzinsen sollen nun bis mindestens Ende 2019 (bisher: "bis über den Sommer 2019") auf dem aktuellen Rekordtief bleiben, und auf jeden Fall so lange, bis die Entwicklung nachhaltig mit dem EZB-Inflationsziel in Einklang steht. Die Reinvestitionen der fälligen Anleihen aus dem Anleihekaufprogramm soll bis nach der ersten Leitzinserhöhung in vollem Umfang fortgesetzt werden. Die EZB hat zudem eine dritte Runde an langfristigen Kreditpaketen für die Banken (TLTRO-III) mit zweijähriger Laufzeit beschlossen, die zwischen September 2019 und März 2021 vergeben werden sollen. Weitere Details zu den Kreditpaketen will die EZB in Kürze veröffentlichen. Die sogenannte Vollzuteilung bei den Refinanzierungsgeschäften soll mindestens bis März 2021 fortgesetzt werden.

    14.33 Uhr: Die EZB hat laut Draghi eine umfassende Analyse der Wirtschaftslage durchgeführt.

    14.32 Uhr: Die Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi beginnt.

    https://www.youtube.com/watch?v=LcLeDIZp9kc

    14.13 Uhr: Spannend wird es jetzt wieder um 14.30 Uhr, dann beginnt die Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi.

    14.12 Uhr: Mit dem heutigen EZB-Zinsentscheid ist endgültig klar, dass es einen schnellen Abschied von der Niedrigzinsphase, wie er besonders in Deutschland befürwortet wird, nicht geben wird. Allerdings hatte an den Finanzmärkten zuletzt ohnehin niemand mehr damit gerechnet, dass die EZB noch 2019 an der Zinsschraube drehen könnte. Die jüngsten Nachrichten aus der Konjunktur waren dafür einfach zu schlecht. Ein Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik wird es so schnell nicht geben, das scheint nach dem heutigen EZB-Entscheid klar.

    14.09 Uhr: Die heute angekündigten, neuen längerfristigen Kreditpakete für die Banken (TLTRO) dürften einerseits zusätzliche Liquidität in den Markt pumpen, zum anderen die Refinanzierungsschwierigkeiten insbesondere südeuropäischer Banken abmildern. Durch das neue sogenannte TLTRO-III-Paket werden sich die Banken für zwei Jahre Liquidität zum günstigen Leitzins der EZB und womöglich sogar darunter sichern können. Details wird EZB-Präsident Mario Draghi auf der Pressekonferenz ab 14.30 Uhr erläutern. Die Banken sollen das billige Geld dazu verwenden, ihre Kreditvergabe zu erhöhen, um so die Konjunktur anzukurbeln.

    13.57 Uhr: Die Aktienmärkte können nach dem EZB-Zinsentscheid in einer ersten Reaktion zulegen, so klettert der DAX auf ein neues Tageshoch. Der Euro präsentiert sich hingegen deutlich schwächer.

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    L&S-Indikation für den DAX im Intraday-Chart
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    EUR/USD im Intraday-Chart

    13.53 Uhr: Die EZB sorgt für euphorische Stimmung an den Finanzmärkten. Ihr Niedrigzinsversprechen hat die EZB verlängert, so sollen die aktuellen Nullzinsen nun bis "mindestens Ende 2019" beibehalten werden (bisher: "bis über den Sommer 2019"). Zudem hat die EZB neue Geldspritzen für die Banken in der Eurozone angekündigt.,

    13.48 Uhr: Die EZB hat neue gezielte, langfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTROs) für die Banken angekündigt. Die neuen TLTRO-Kredite sollen zwischen September 2019 und März 2021 vergeben werden und jeweils eine Laufzeit von zwei Jahren haben. Auf Basis der TLTRO-Pakete sollen die Banken bis zu 30 Prozent ihres ausstehenden Kreditvolumens zum Leitzins leihen können. Wie bisherige TLTRO-Pakete sollen auch die neuen Pakete Anreize für eine verstärkte Kreditvergabe beinhalten.

    13.46 Uhr: Die EZB verlängert die aktuelle Nullzinsphase weiter. Die Leitzinsen sollen noch mindestens bis Ende 2019 auf dem aktuellen Niveau bleiben, teil die EZB im Statement zum Zinsentscheid mit. Bisher hatte die EZB versprochen, das aktuelle Zinsniveau mindestens "bis über den Sommer 2019" auf dem aktuellen Niveau zu halten.Die Erlöse aus fälligen Anleihen aus dem Anleihekaufprogramm sollen für "längere Zeit" bis nach der ersten Zinserhöhung vollständig reinvestiert werden.

    13.45 Uhr: Die EZB belässt den Leitzins wie erwartet unverändert. Der eigentliche Leitzins ("Hauptrefinanzierungssatz") bleibt auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent, wie die EZB in Frankfurt mitteilte. Auch beim sogenannten Einlagensatz (derzeit minus 0,4 Prozent , "Strafzins für die Banken") und beim sogenannten Spitzenrefinanzierungssatz (0,25 Prozent) gibt es keine Veränderungen.

    13.40 Uhr: In fünf Minuten ist es soweit: Die EZB veröffentlicht ihren Zinsentscheid. Bei den Leitzinsen wird es keine Veränderungen geben. Möglich sind aber Veränderungen zum Beispiel bei der Forward Guidance (siehe unten). Auch neue gezielte, langfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTROs) für die Banken könnten bereits im Zinsentscheid erwähnt werden.

    13.36 Uhr: Auch wenn die EZB heute keine Änderungen der Leitzinsen beschließen wird, herrscht doch einige Spannung vor dem heutigen Zinsentscheid. Zum einen wird die EZB neue Konjunkturprognosen ihres Mitarbeiterstabs veröffentlichen, die als Rechtfertigung dafür dienen könnten, den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik weiter zu verzögern. So wird etwa darüber spekuliert, ob die EZB ihre sogenannte Forward Guidance, also die Aussagen zur künftigen Entwicklung der Geldpolitik, verändern könnte. Bisher verspricht die EZB, dass die aktuellen Nullzinsen mindestens "bis über den Sommer 2019" beibehalten werden sollen. Dieses Niedrigzinsversprechen könnte die EZB nach Einschätzung einiger Volkswirte verändern, etwa bis ins kommende Jahr. Zum anderen könnte die EZB auch neue gezielte, langfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTROs) ankündigen. Eine frühere Runde an TLTROs aus den Jahren 2016 und 2017 läuft ab dem kommenden Jahr aus. Vor allem Banken in Südeuropa könnten auf neue Geldspritzen angewiesen sein. Im Rahmen der TLRTO-Geschäfte erhielten Banken unter bestimmten Bedingungen billiges Notenbankgeld mit vierjähriger Laufzeit zu Null- oder gar Negativzinsen. Mehrere EZB-Vertreter hatten bereits in den vergangenen Monaten angedeutet, dass die EZB neue TLTRO-Geschäfte auflegen könnte.

    13.30 Uhr: Herzlich willkommen zum Liveticker zum EZB-Zinsentscheid. Der Zinsentscheid wird um 13.45 Uhr veröffentlicht, die Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi beginnt um 14:30 Uhr.


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