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Fazit: Die US-Notenbank hat den Leitzins im Rahmen ihres Zinsentscheids am Mittwoch wie erwartet gesenkt. Das Ziel für die Fed Funds Rate wurde um 25 Basispunkte verringert und befindet sich künftig in einer Spanne von 1,75 Prozent bis 2,00 Prozent. Gleichzeitig lässt die US-Notenbank aber weiterhin offen, ob und gegebenfalls wie stark die Zinsen in Zukunft weiter gesenkt werden sollen.

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Fed-Präsident Jerome Powell sagte auf der Pressekonferenz, dass sich die US-Wirtschaft weiter in einer starken Verfassung befinde und man weiter mit moderatem Wachstum, einem starken Arbeitsmarkt und einer allmählichen Annäherung der Inflation an das Ziel der Fed rechne. Gleichzeitig hätten sich die Risiken für den Ausblick allerdings verstärkt. Verantwortlich dafür sei neben der internationalen Eintrübung auch die zunehmende Unsicherheit wegen der Handelspolitik, so Powell.

Die Prognosen der Mitglieder des Offenmarktausschusses zeigen, dass eine große Uneinigkeit über die künftige Entwicklung der Leitzinsen herrscht. Sieben Mitglieder erwarten eine weitere Zinssenkung bis Ende 2019. Fünf FOMC-Mitglieder sehen am Jahresende einen unveränderten Leitzins und fünf weitere FOMC-Mitglieder sehen den Leitzins Ende 2019 sogar wieder um 25 Basispunkte höher als nach der heutigen Entscheidung. Fed-Präsident Jerome Powell betonte auf der Pressekonferenz, dass die weitere Entwicklung schwer einzuschätzen sei und die Fed bei ihren Entscheidungen stark datenabhängig sein werde.

Anders als durch eine erneute Senkung des Zinses auf die Überschussreserven (IOER) reagierte die US-Notenbank im Rahmen des Zinsentscheids nicht auf die Liquiditätskrise am US-Geldmarkt. Verantwortlich für die geringe Liquidität seien vor allem große Steuerzahlungen von US-Unternehmen gewesen, so Powell. Er sei nicht besorgt wegen der Entwicklungen. Man habe geeignete Maßnahmen ergriffen, und diese seien erfolgreich gewesen. Kurzfristig werde man wohl wie gestern und heute mit Repo-Geschäften auf die geringe Liquidität reagieren. Ansonsten sei auch ein Wachstum der Reserven wieder möglich. Die Liquidität sei zwar wichtig für die Fuinktionsweise der Märkte, habe sonst aber keine Auswirkung auf die US-Wirtschaft und die Geldpolitik, so Powell. Die Fed habe die geringe Liquidität zwar erwartet, die möglichen Probleme aber wie die Marktteilnehmer unterschätzt, so Powell. Man verfüge aber über wirkungsvolle Instrumente, um auf künftige Probleme zu reagieren. Am Dienstag hatte die Fed 53,2 Milliarden Dollar und am Mittwoch 75 Milliarden Dollar an eintägíger Liquidität in die Märkte gepumpt, nachdem die kurzfristigen Zinsen deutlich über den Fed-Leitzins gestiegen waren und Beobachter davon sprachen, dass die Fed die Kontrolle über das kurzfristige Zinsniveau verliere.

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Wichtige Intraday-Kursbewegungen

21.22 Uhr: Niedrige internationale Zinsen sind Ausdruck geringen Wachstums. Dies ziehe auch die Zinsen in den USA nach unten und man müsse dies berücksichtigen und beachte dies bei den geldpolitischen Entscheidungen, so Powell.

21.21 Uhr: Man diskutiere nicht mit dem Finanzministerium über die Frage, was die starke internationale Nachfrage nach US-Staatsanleihen bedeute. Das sei Aufgabe des Finanzministeriums und des Kongresses. Man erwähne aber, dass sich die Fiskalpolitik nicht auf einem nachhaltigen Pfad befinde. Das sei bereits seit langer Zeit der Fall.

21.18 Uhr: Fiskalpolitik sei wirksamer als Geldpolitik, um das Wachstumspotenzial der US-Wirtschaft zu beeinflussen, so Powell.

21.15 Uhr: Die Stimmung in der Fed sei sehr gut, so Powell.

21.14 Uhr: Man werde aufhören mit Zinssenkungen, wenn man der Meinung sei, dass man genug getan habe, so Powell. Man werde wohl irgendwann genug getan haben und müsse die Zinsen dann nicht weiter senken, so Powell. Es könne auch sein, dass man die Zinsen stärker senken müsse, um auf eine Eintrübung zu reagieren.

21.12 Uhr: Niedrige langfristige Zinsen müssen laut Powell nicht bedeuten, dass der Ausblick für die US-Wirtschaft schwach ist. Möglich sei auch ein negativer term premium. Die langfristigen US-Zinsen könnten wegen der weltweit niedrigen Zinsen niedrig gehalten werden.

21.10 Uhr: Der wahrscheinlichste Fall sei weiter ein moderates Wachstum, ein starker Arbeitsmarkt und eine Annäherung an das Inflationsziel. Es gehe eher um die Risiken für diesen Ausblick. Man sehe und erwarte keine Rezession, aber werde auch eine Eintrübung des Ausblicks reagieren. Man beobachte auch die Zinsstrukturkurve und erwarte unter Betrachtung aller Umstände weiter ein moderates Wachstum.

21.07 Uhr: Die US-Haushalte insgesamt seien in einer sehr starken Verfassung, so Powell. Die Verschuldung bei den Unternehmen sei hoch. Die hohe Verschuldung könnte ein Eintrübung wohl verstärken, aber keine Eintrübung auslösen, so Powell.

21.03 Uhr: Es könnte riskant sein, zu spät zu reagieren, sagt Powell. Wenn sich eine stärkere Eintrübung abzeichne, werde man reagieren. Man werde wohl keine Negativzinsen einsetzen, falls die Fed wieder an der Untergrenze der Zinspolitik ankomme (was man ohnehin nicht erwarte), sondern wohl wieder die Instrumente Vermögenskäufe (QE-Programm) und Forward Guidance einsetzen, so Powell.

21.02 Uhr: Worauf man besonders achten werde, sei eine Änderung des Ausblicks für die US-Wirtschaft, so Powell. Geopolitische Unsicherheiten, das globale Wachstum und die Handelspoltik sowie die Bedingungen am Finanzmarkt könnten einen Einfluss auf den Ausblick haben. Man werde von Meeting zu Meeting entscheiden, wie man reagieren müsse. Die aktuelle Situation spreche für moderate Zinsanpassungen.

20.59 Uhr: Man dürfe weder über- noch unterreagieren auf die Entwicklungen in der Handelspolitik, so Powell.

20.58 Uhr: Handelspolitik liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der Fed, so Powell. Sie könnte aber den Ausblick beeinträchtigen, worauf dann auch die Fed reagieren müsse, so Powell.

20.57 Uhr: Man werde wohl eher die Reserven anheben als die Liquiditätsquote LCR zu senken, so Powell.

20.54 Uhr: Vorerst werde man wohl so wie in den vergangenen Tagen auf die Liquiditätsprobleme am Geldmarkt reagieren. Je mehr man darüber lerne, inwiefern niedrige Reserven etwas damit zu tun habe, werde man darauf reagieren.

20.53 Uhr: Angesprochen auf die stark unterschiedlichen Erwartungen der FOMC-Mitglieder sagt Powell, dass es sehr schwierig sei, einzuschätzen, wie sich Handel und Wirtschaft auf Sicht der kommenden zwölf Monate entwickeln würden.

20.51 Uhr: Handelsunsicherheit hat vermutlich einen Effekt auf die Wirtschaft, sagt Powell mit Blick auf eine Studie.

20.50 Uhr: Man werde die Marktentwicklung und das angemessene Level der Reserven genau beobachten. Es gebe Unsicherheiten bezüglich dem benötigten Niveau der Reserven. Die Fed könnte ihre Bilanz in Zukunft wieder ausweiten, so Powell. Man werde die Entwicklung im Auge behalten und beim kommenden Treffen mit Sicherheit über die Frage der Reserven reden.

20.47 Uhr: Angesprochen auf die Reaktion der Fed auf die jüngsten Turbulenzen am US-Geldmarkt sagt Powell, dass man die Entwicklungen zwar teilweise erwartet habe, dass die Reaktionen aber stärker ausgefallen sei als erwartet. Es habe aber keine Auswirkung auf die Wirtschaft oder den Ausblick, sagt Powell erneut. Man habe die Instrumente, auf Probleme zu reagieren, und werde nicht zögern, sie einzusetzen. Man sei nicht besorgt über die Entwicklung am Geldmarkt.

20.44 Uhr: Aktuell könne man die Situation schwer einschätzen, so Powell. Es sei grundsätzlich gut, proaktiv zu handeln, wenn man Probleme am Horizont sehe, so Powell. Man müsse aber auch datenabhängig handeln, so Powell.

20.43 Uhr: Man befinde sich nicht auf einem vorgezeichneten Kurs und werde die Entwicklungen genau im Auge behalten. Man werde tun, was nötig sei, um die Expansion zu stützen, so Powell. Man sei stark datenabhängig und werde sowohl die internationalen Entwicklungen als auch die US-Wirtschaftsdaten genau im Blick behalten.

20.41 Uhr: Eine "umfangreichere Sequenz an Zinssenkungen" könnte nötig werden, falls sich der Ausblick weiter eintrübe, so Powell.

20.40 Uhr: Fed-Chef Powell drückt sich um die Antwort auf die Frage ob es sich bei der heutigen Zinssenkung um ein "mid-cycle adjustment" handelt und verweist stattdessen auf den Ausblick.

20.39 Uhr: Powell betont erneut, dass die Fed angemessen handeln werde, um das Wachstum zu stützen.

20.37 Uhr: Powell geht auf die Probleme am US-Geldmarkt ein. Verantwortlich für den Liquiditätsmangel seien große Steuerzahlungen von US-Unternehmen, so Powell. Die Geschehnisse seien wichtig für die Funktionsweise der Märkte, hätten aberkeine Bedeutung für die US-Wirtschaft oder die Geldpolitik. Man habe mit Repo-Geschäften und durch die Senkung der Überschusszinsen reagiert, so Powell. Man werde genügend Reserven bereitstellen, so dass keine ständigen Repo-Geschäfte nötig seien, so Powell.

20.36 Uhr: Die künftige Geldpolitik hängt von der weiteren Entwicklung ab, so Powell. Heute gelte ganz besonders, dass sich die Geldpolitik nicht auf einem vorgezeichneten Pfad befinde.

20.35 Uhr: Der Ausblick hat sich zwar nicht stark geändert, wohl aber haben sich die Erwartungen für den Zinspfad der Offenmarktausschussmitglieder auf Sicht der letzten 12 Monate verändert, so Powell.

30.33 Uhr: Die Inflation liegt weiter unter dem Fed-Ziel, so Powell. Man rechne weiter damit, dass die Inflation auf das Fed-Ziel steige.

20.32 Uhr: Der Ausblick hat sich vor allem in Europa und China eingetrübt, so Powell. Außerdem belaste die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Handelskonflikt. Man rechne weiter mit einem moderaten Wachstum der US-Wirtschaft, der Arbeitsmarkt sei stark.

20.31 Uhr: Man habe die Zinsen gesenkt, um die Wirtschaft stark zu halten und als Absicherung gegen Risiken, so Powell. Die US-Wirtschaft sei weiter stark.

20.30 Uhr: Die Pressekonferenz mit Fed-Präsident Jerome Powell kann live bei Youtube verfolgt werden.

https://www.youtube.com/watch?v=_0C7vMGb2eY

20.28 Uhr: US-Präsident Donald Trump kritisiert die Fed trotz Zinssenkung erneut. "Jay Powell und die Federal Reserve scheitern erneut. Kein "Mut", kein Sinn, keine Vision! Ein schrecklicher Kommunikator!", schrieb Trump auf Twitter.

https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1174388901806362624

20.24 Uhr: Die folgende Grafik zeigt, wo die (stimmberechtigten und nicht stimmberechtigten) Mitglieder des Offenmarktausschusses den Leitzins jeweils am Ende des angegebenen Jahres erwarten. Bis Ende 2020 erwarten acht Mitglieder eine weitere Senkung um 25 Basispunkte, zwei Mitglieder keine Veränderung und sieben Mitglieder sogar eine Erhöhung. Die Erwartung deutlich sinkender Zinsen des Marktes teilt die Fed also überhaupt nicht. Mittel- bis langfristig stellt die Fed weiter steigende Leitzinsen in Aussicht!

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20.17 Uhr: Einige Beobachter hatten damit gerechnet, dass die Fed ein "QE-Programm light" oder eine ständige Repo-Fazilität ankündigen könnte, um dem Liquiditätsmangel zu begegnen. Doch die Fed hat nichts davon beschlossen. Spannend dürfte nun werden, wie sich Fed-Präsident Jerome Powell zum Thema der außer Kontrolle geratenden Kurzfristzinsen äußert.

20.15 Uhr: Anders als durch die erneute Senkung des Zinses auf die Überschussreserven (IOER) reagiert die US-Notenbank im Rahmen des Zinsentscheids nicht auf die Liquiditätskrise am US-Geldmarkt. Die kurzfristigen Zinsen hatten die von der Fed vorgegebene Spanne seit Montag deutlich verlassen. Als Gegenmaßnahme pumpte die Fed am Dienstag 53,2 Milliarden Dollar und am Mittwoch 75 Milliarden Dollar für jeweils einen Tag Laufzeit in den Markt (siehe: US-Notenbank pumpt erneut Milliarden in den Markt).

20.10 Uhr: Der Fed-Entscheid wird als relativ hawkish betrachtet, wie man am zulegenden Dollar sehen kann. Euro und Gold tendieren im Gegenzug schwächer. Die Aktienmärkte zeigten kurzzeitig eine sehr hohe Volatilität und notieren nun am Tagestief.

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Wichtige Intraday-Kursbewegungen

20.06 Uhr: Im Statement zum Zinsentscheid gibt es nur wenige Änderungen. Die Fed betont weiter, dass sie "angemessen handeln" werde, um für eine Fortsetzung des Wachstums zu sorgen. Die Inflation liege weiter unter dem Inflationsziel. Die Unsicherheiten über den Ausblick bleiben.

20.05 Uhr: Der Zinssatz auf die Überschussreserven (IOER) wurde auf 1,80 Prozent gesenkt und liegt damit künftig 20 Basispunkte unter dem oberen Ende der Leitzinsspanne (statt bisher 15 Basispunkte). Dadurch soll der Leitzins in der vorgegebenen Spanne gehalten werden, was seit Montag misslang. Die Primary Credit Rate sinkt auf 2,50 Prozent.

20.02 Uhr: Es gab drei Gegenstimmen gegen Zinsentscheid. Zwei Mitglieder (George, Rosengren) wollten keine Zinssenkung, ein Mitglied (Bullard) wollte eine Zinssenkung um gleich 0,50 Prozentpunkte.

20.01 Uhr: In Bezug auf weitere Zinssenkungen bis zum Jahresende zeigen sich die Mitglieder des Offenmarktausschusses sehr uneinig. Sieben Mitglieder sehen eine weitere Zinssenkung bis Jahresende. Fünf Mitglieder sehen keine weitere Zinssenkung und fünf sehen den Leitzins Ende 2019 sogar wieder um 25 Basispunkte höher!

20.00 Uhr: Die US-Notenbank senkt den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte. Die Fed Funds Target Rate liegt damit künftig in einer Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent.

19.54 Uhr: Die Finanzmärkte preisen aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 70,4 Prozent ein, dass die Notenbank den Leitzins heute um 25 Basispunkte senkt und eine Wahrscheinlichkeit von 29,6 Prozent, dass der Leitzins nicht verändert wird, wie das FedWatch Tool der CME Group zeigt. Durch die jüngsten Turbulenzen am Geldmarkt sind diese Prognosen allerdings nicht mehr verlässlich, sagen Beobachter. Die Erwartung am Markt, dass die Zinsen gesenkt werden, dürfte höher sein, als die Fed Funds Futures dies aktuell anzeigen.

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19.45 Uhr: Die Finanzmärkte rechnen damit, dass die US-Notenbank den Leitzins heute erneut senken wird, nachdem bereits am 31. Juli der Leitzins gesenkt wurde. Erwartet wird eine Senkung um 25 Basispunkte. Der Leitzins würde damit künftig in einer Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent liegen. Wichtig ist aber auch der Ausblick für die kommenden Monate und Quartale. Der Markt erwartet bisher deutlich mehr Zinssenkungen als die Fed in Aussicht gestellt hat. Der Ausblick der Mitglieder des Offenmarktausschusses dürfte deshalb wichtig werden. Spannend dürfte außerdem werden, wie die Fed auf die jüngsten Turbulenzen am US-Geldmarkt reagiert. Die kurzfristigen Zinsen haben die von der Fed vorgegebene Spanne deutlich verlassen. Als Gegenmaßnahme pumpte die Fed am Dienstag 53,2 Milliarden Dollar und am Mittwoch 75 Milliarden Dollar für jeweils einen Tag Laufzeit in den Markt (siehe: US-Notenbank pumpt erneut Milliarden in den Markt).

19.40 Uhr: Herzlich Willkommen im Live-Ticker zum Fed-Zinsentscheid und der anschließenden Pressekonferenz. Die US-Notenbank verkündet um 20.00 Uhr MESZ ihren Zinsentscheid und veröffentlicht ihre ökonomischen Prognosen. Um 20.30 Uhr beginnt die Pressekonferenz mit Fed-Präsident Jerome Powell.