Fazit: Die US-Notenbank wird den Leitzins im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr anheben und zudem den Abbau ihrer Bilanzsumme per Ende September einstellen. Wie erwartet beließ die Fed den Leitzins (Fed Funds Target Rate) beim Zinsentscheid am Mittwoch in der Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent. "Die Daten zeigen aktuell nicht, dass wir uns in die eine oder andere Richtung bewegen müssten", sagte Fed-Präsident Jerome Powell auf der Presekonferenz. Man beobachte aber die Entwicklungen genau und sei bereit zu handeln, wenn dies notwendig werde. Die individuellen Prognosen der Mitglieder des Offenmarktausschusses zeigen, dass die meisten FOMC-Mitglieder für das laufende Jahr keine Zinserhöhung und für das kommende Jahr noch eine Zinserhöhung erwarten. Powell betonte aber, dass die künftige Geldpolitik allein von der Entwicklung der Wirtschaftsdaten abhänge. Zuletzt habe sich das Wachstum zwar abgeschwächt, insgesamt sei der Ausblick aber weiter "positiv", so Powell. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten seien weiter solide. In China und Europa habe sich das Wachstum zuletzt abgeschwächt, man erwarte aber eine Stabilisierung des Wachstums und keine Rezession, so Powell.

    20:34 Uhr: Wie mein Kollege Clemens Schmale den Fed-Entscheid bewertet, erfahren Sie hier: Fed mit Schock-Entscheid

    20:16 Uhr: Die Pressekonferenz mit Fed-Präsident Jerome Powell ist zu Ende.

    20:14 Uhr: Man wisse nicht wie lange, die Bilanzsumme nach September stabil bleiben werde, so Powell.

    20:12 Uhr: Man habe noch nicht entschieden, wie die Zusammensetzung der Bilanz künftig aussehen solle, aber dies werde man voraussichtlich in Kürze entscheiden, so Powell. Es gebe kein Ziel einer Verlängerung der Laufzeiten.

    20:11 Uhr: Die Fed bewerte die Fiskalpolitik der US-Regierung nicht, sondern reagiere nur darauf, so Powell.

    20:10 Uhr: Man wolle Banken unterschiedlicher Größen und Geschäftsmodelle haben, so Powell. Es gebe keine speziellen Zielvorstellungen, wie der Bankensektor auszusehen habe, man habe nicht das Ziel einer Konsolidierung.

    20:09 Uhr: Unter anderem durch die strengen Stresstests der vergangenen Jahre seien die Banken gut auf Situationen wie den Brexit vorbereitet, so Powell.

    20:07 Uhr: Es habe einen signifikanten Lohnanstieg in den vergangenen Jahren gegeben, so Powell, die sei aber nicht besorgniserregend mit Bezug auf die Inflationsentwicklung.

    20:06 Uhr: Man sehe keine Daten, die zeigen, dass man sich in die eine oder andere Richtung bewegen solle. Wenn die Zeit komme, werde man angemessen handeln, so Powell.

    20:01 Uhr: Die Inflation liege immer noch leicht unter dem Fed-Ziel und dies sei einer der Gründe, warum man "geduldig" sein könne, so Powell.

    20:00 Uhr: Die Bilanzsumme werde zum Jahresende voraussichtlich bei leicht über 3,5 Billionen US-Dollar bzw. 17 Prozent des US-BIPs liegen. Ende 2014 habe die Bilanzsumme noch bei 25 Prozent des US-BIPs gelegen.

    19:58 Uhr: Man beobachte die Brexit-Verhandlungen genau und hoffe, dass es einen ordentlichen Brexit gebe, so Powell. Man versuche, auf alles vorbereitet zu sein. Die US-Banken seien gut kapitalisiert.

    19:57 Uhr: Es sei wichtig, dass die öffentliche Diskussion die Schuldenentwicklung im Blick habe. Die Schulden könnten dauerhaft nicht stärker steigen als die Wirtschaft, so Powell. Man werde sich darum kümmern müssen.

    19:55 Uhr: Insgesamt sei Finanzmarkt nicht sehr verwundbar, sondern stabil, so Powell. Man beobachte die Entwicklung genau.

    19:51 Uhr: Der Dow Jones Index dreht ins Plus und steigt auf ein neues Tageshoch. Die US-Notenbank betont, "geduldig" sein zu wollen, betrachtet ihren eigenen Ausblick aber weiter als "positiv", wie Fed-Präsident Jerome Powell auf der Pressekonferenz sagte.

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    Dow Jones Industrial Average im Intraday-Chart

    19:50 Uhr: "Es ist eine großartige Zeit für uns, um geduldig zu sein und zu beobachten und zu warten, wie sich die Dinge entwickeln", so Powell.

    19:49 Uhr: Die Steuersenkungen im vergangenen Jahr haben nach Einschätzung von Powell zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage geführt. Auch das Angebot könne positiv beeinflusst worden sei, dies sei aber schwierig festzustellen, so Powell.

    19:48 Uhr: Man wolle, dass das Wachstum so hoch seie, wie es nachhaltig sein könne, so Powell.

    19:47 Uhr: Powell will die Wachstumserwartungen des Weißen Hauses, die rund ein Prozentpunkt höher liegen als die der Fed, nicht kommentieren.

    19:46 Uhr: Es gibt noch keine Lösung beim Brexit oder den Handelsgesprächen, so Powell. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten seien aber nach wie vor solide.

    19:45 Uhr: "Die Daten zeigen aktuell nicht, dass wir uns in die eine oder andere Richtung bewegen müssen", sagt Powell mit Blick auf die Leitzinsen.

    19:44 Uhr: Die Fed will die Beschränkung der Bilanzsumme von Wells Fargo nicht aufheben, bevor die Bank die nötigen Reformen durchgeführt hat.

    19:43 Uhr: Es sei schwer zu sagen, welchen Einfluss Zölle auf die US-Wirtschaft haben werden, so Powell. Allerdings seien viele Unternehmen besorgt.

    19:42 Uhr: Man erwarte, dass sich das Wachstum in China auf einem soliden Niveau stabilisiere. Auch für Europa erwarte man keine Rezession, so Powell.

    19:40 Uhr: Die Weltwirtschaft war 2017 noch ein Rückenwind für die US-Wirtschaft, im vergangenen Jahr habe sich das Wachstum aber deutlich abgeschwächt, so Powell, insbesondere in Europa und China. Nun könne die Weltwirtschaft zum Gegenwind werden.

    19:39 Uhr: Man betrachte den Ausblick insgesamt als "positiv" so Powell. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten seien weiter sehr stark.

    19:38 Uhr: Die Fragerunde der Journalisten hat begonnen.

    19:37 Uhr: Ab Mai wird der Bilanzabbau verlangsamt, ab Ende September ganz eingestellt, so Powell. Es könne aber sein, dass nach September durch Währungseffekte die Bilanzsumme noch ganz moderat sinken könne. Die Bilanzsumme liege Ende September vermutlich noch etwas höher als langfristig angemessen.

    19:35 Uhr: Powell betont, dass man "geduldig" sein wolle. Das bedeute, dass man keine voreiligen Entscheidungen treffen wolle, so Powell.

    19:34 Uhr: Auch für die kommenden Jahre erwarten die Fed-Mitglieder im Mittel ein Wachstum im Bereich von zwei Prozent, wie die folgende Grafik zeigt.

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    19:33 Uhr: Der Stellenaufbau hat sich gegenüber dem vergangenen Jahr zwar etwas abgeschwächt, insgesamt werden aber weiter deutlich mehr neue Stellen geschaffen als nachgefragt werden.

    19:32 Uhr: Das Wachstum hat sich stärker abgeschwächt als erwartet, sagt Powell. Vor allem in China und Europa habe sich das Wachstum verlangsamt, so Powell. Brexit und Handelsgespräche seien ein Risiko für den Ausblick.

    19:31 Uhr: Das überragende Ziel der Fed ist es, das Wachstum beizubehalten mit einem soliden Arbeitsmarkt und stabilen Preisen, so Powell.

    19:30 Uhr: Die Pressekonferenz hat begonnen.

    19:28 Uhr: Um 19:30 Uhr beginnt die Pressekonferenz mit Fed-Präsident Jerome Powell, die hier live verfolgt werden kann.

    https://www.youtube.com/watch?v=RNz1osLuTSI

    19:23 Uhr: Der Arbeitsmarkt bleibe stark, aber das Wachstum der wirtschaftlichen Aktivität habe sich von einer soliden Rate im vierten Quartal abgeschwächt, heißt es im Statement der Fed. Die folgende Grafik des Wall Street Journal zeigt, wie der erste Absatz des Fed-Statements modifiziert wurde. In den anderen Absätzen gab es keine Veränderung.

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    19:17 Uhr: Die folgende Tabelle zeigt überblicksartig die Erwartungen der Mitglieder des Offenmarktausschusses:

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    19:15 Uhr: Beim Studium des Dot Plots fällt allerdings auch auf, dass keiner der aufgeführten Fed-Mitglieder mit einer Zinssenkung rechnet weder im laufenden Jahr, noch für die kommenden Jahre.

    19:13 Uhr: Der neue Dot Plot zeigt, dass 11 von 17 Fed-Mitgliedern im laufenden Jahr keine Zinserhöhung mehr erwarten. Vier Mitglieder rechnen allerdings noch mit einem und zwei Mitglieder mit zwei Zinsschritten. Für das kommende Jahr erwarten 10 Fed-Mitglieder mindestens einen und 7 Mitglieder keinen Zinsschritt. Der Median liegt damit bei keiner Zinserhöhung im Jahr 2019 und einer Zinserhöhung im kommenden Jahr.

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    19:05 Uhr: Die Märkte reagieren mit einem schwächeren Dollar auf den Fed-Zinsentscheid. EUR/USD und Gold schießen stark nach oben.

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    EUR/USD im Intraday-Chart
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    Gold im Intraday-Chart

    19:02 Uhr: Der Bilanzabbau soll Ende September enden. Ab Mai soll das Tempo des Abbaus bereits auf 15 Milliarden pro Dollar reduziert werden. Ab Oktober soll die Bilanzsumme für eine gewisse Zeit stabil gehalten werden. Auslaufende MBS-Papiere sollen ab Oktober in US-Staatsanleihen aller Laufzeiten statt in MBS-Papieren reinvestiert werden.

    19.01 Uhr: Die Mitglieder des Offenmarktausschusses erwarten bis Ende 2020 im Mittel nun nur noch eine Zinserhöhung. Für 2019 wird nun überhaupt keine Zinserhöhung mehr erwartet. Bisher waren noch drei Zinserhöhungen in Aussicht gestellt worden. Eine völlige Abkehr vom Zinserhöhungskurs gibt es damit aber noch nicht. Der Markt preist inzwischen wieder Zinssenkungen statt Zinserhöhungen ein.

    19.00 Uhr: Die US-Notenbank belässt den Leitzins wie erwartet unverändert. Die Fed Funds Target Rate liegt damit weiter in einer Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent.

    18:51 Uhr: Ein zweites wichtiges Thema ist der Bilanzabbau der Fed. Zuletzt hatte die Fed signalisiert, dass sie den Bilanzabbau bereits im laufenden Jahr und damit deutlich früher als erwartet beenden will. Durch den Bilanzabbau ("Quantitative Tightening") wird dem Finanzmarkt Liquidität entzogen, was die Märkte besonders im vergangenen Jahr verunsichert hatte. Möglich ist, dass die Fed heute Details zum Ende des Bilanzabbaus nennt.

    18:46 Uhr: Der heutige Fed-Zinsentscheid wird mit großer Spannung erwartet. Zwar steht praktisch fest, dass die Fed den Leitzins in einer Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent belassen wird. Allerdings warten die Märkte darauf, wie stark die Fed ihren Ausblick auf die kommende Geldpolitik abändern wird. Wegen der Eintrübung der Weltwirtschaft und der jüngsten Marktturbulenzen hatte die US-Notenbank bereits beim Zinsentscheid Ende Januar eine langsamere Straffung ihrer Geldpolitik in Aussicht gestellt. Insbesondere will die Fed bei weiteren Zinserhöhungen "geduldig" sein. Eine Formulierung, wonach voraussichtlich "einige weitere graduelle Zinserhöhungen" angemessen sein dürften, wurde zudem aus dem Statement gestrichen. Allerdings rechnen die Märkte inzwischen sogar wieder mit Zinssenkungen, während die Fed-Mitglieder in ihrem sogenannten Dot Plot bisher noch drei weitere Zinserhöhungen bis Ende 2020 voraussagten. Die Augen der professionellen Fed-Beobachter dürften sich deshalb um 19:00 Uhr auch stark auf den aktualisierten Dot Plot richten.

    18:45 Uhr: Herzlich Willkommen im Live-Ticker zum Fed-Zinsentscheid und der anschließenden Pressekonferenz. Die US-Notenbank verkündet um 19.00 Uhr MESZ ihren Zinsentscheid und veröffentlicht ihre ökonomischen Prognosen. Um 19.30 Uhr beginnt die Pressekonferenz mit Fed-Präsident Jerome Powell. Wegen des unterschiedlichen Datums der Zeitumstellung auf Sommerzeit in den USA und Europa finden die Fed-Termine heute schon eine Stunde früher statt als gewöhnlich.


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