• US-Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit 2010
    • Inflation in Deutschland auf Zehn-Jahreshoch
    • Fed könnte Trendwende signalisieren
    • NATO stuft Russland als "größte Bedrohung" ein
    • Delta-Variante: England verschiebt Lockerungen
    • Misstrauensvotum gegen Japans Regierung
    • Lufthansa nimmt Kapitalerhöhung in Angriff
    • EU und USA entschärfen Boeing/Airbus-Streit

    Markt

    • Der Leitindex DAX bleibt auf Rekordniveau. Das zu Wochenbeginn erreichte Intraday-Allzeithoch bei 15.802,67 Punkten konnte zwar am Dienstag nicht mehr ganz erreicht werden, gegenüber dem Schlusskurs von Montag ging es aber dennoch per Xetra-Schluss um 0,36 Prozent auf 15.729,52 Punkte nach oben. Mit Blick auf den DAX schrieben die Analysten der Landesbank Helaba: Grundsätzlich gelte es der Regel 'The trend is your friend!' besondere Aufmerksamkeit zu schenken, was das neuerliche Rekordhoch des Leitindex unterstreiche. Allerdings sollte dennoch immer wieder kritisch analysiert werden, ob die Rahmenbedingungen auf dem erreichten Niveau Neuengagements rechtfertigen und ob sich insbesondere ausreichend tragfähige Chance/Risiko-Profile definieren lassen. Gründe, welche ein solches negativ beeinflussen, seien durchaus vorhanden, wie etwa die Inflation, welche den höchsten Stand seit zehn Jahren erreichte. Das Interesse an der heute beginnenden zweitägigen Sitzung der US-Notenbank Fed ist nach dem jüngsten Anstieg der Inflationsraten jenseits des Atlantiks besonders hoch. Marktbeobachter rechnen jedoch noch nicht mit einzelnen Entscheidungen, es könnten jedoch neue Signale gesendet werden. „Konkrete geldpolitische Beschlüsse sind nicht zu erwarten“, sagt Dirk Steffen, Leiter Kapitalmarktstrategie bei der Postbank. Auch dürfte die Fed den Inflationsanstieg weiterhin als nur vorübergehend einschätzen. „Dennoch könnten die Währungshüter damit beginnen, über ein mögliches Zurückfahren der Anleihekäufe und die Voraussetzungen dafür zu diskutieren“, so Steffen.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Die EU hat 10 Großbanken vom Anleiheemissionsprogramm der Europäischen Union ausgeschlossen. Grund für den Ausschluss ist die frühere Teilnahme der Banken an verbotenen Kartellen auf dem Anleihe- und dem Währungsmarkt. Die ausgeschlossenen Banken sind die Deutsche Bank, Barclays, JPMorgan Chase, Nomura, UniCredit, Bank of America, Citigroup, NatWest, Natixis und Crédit Agricole. Es werde geprüft, ob die Banken ausreichende Zugeständnisse gemacht hätten, um die früheren Verfehlungen auszuräumen, hieß es. Bis dies abgeschlossen sei dürften die Banken nicht an den einzelnen syndizierten Transaktionen teilnehmen. Am Dienstag platzierte die EU erstmals eine zehnjährige sogenannte NextGenerationEU-Anleihe (NGEU) im Volumen von 20 Milliarden Euro bei Investoren. Die Emission langfristiger Anleihen, die sich dieses Jahr auf 80 Milliarden Euro und bis Ende 2026 auf 800 Milliarden Euro summieren sollen, sind Teil des Wiederaufbauprogramms der EU.
    • Die Deutsche Bank will den Kampf gegen Finanzkriminalität forcieren. Vor allem die Bereiche Risikobewertung, Qualitätskontrolle und Transaktionsüberwachung würden gestärkt, erklärte Deutschlands größtes Geldhaus in einer E-Mail an die Mitarbeiter. „Ich bin mir bewusst, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, auch weil wir die Anforderungen der Regulatoren noch nicht überall erfüllen", führte Rechtsvorstand Stefan Simon aus. Er sei überzeugt, dass mit der neuen Struktur die Ziele erreicht würden. „Doch eines ist auch klar: Die hohe Komplexität im Kampf gegen Finanzkriminalität betrifft nicht uns alleine, sondern ist eine Herausforderung für die gesamte Branche."
    • Der Stahlhersteller Salzgitter rechnet im laufenden Jahr mit mehr operativem Gewinn. Nach einem ermutigenden Jahresauftakt mit gestiegenen Sahlpreisen habe der europäische Stahlmarkt auch in den Folgemonaten den Aufwärtstrend fortgesetzt, hieß es am Dienstag. Vor allem das Handelsgeschäft profitiere von einer besseren Ertragslage, weswegen das Management nun von einem Vorsteuergewinn von 400 bis 600 Mio. Euro in diesem Jahr ausgehe, statt bisher 300 bis 400 Mio.
    • Aus Sicht britischer Wettbewerbsbehörden haben auf dem Smartphone-Markt Google und Apple faktisch eine Duopol-Position bei Betriebssystemen, App-Stores und Webbrowsern inne. Die Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA) erklärte, sie wolle nun prüfen, ob dies Innovationen bremse und höhere Preise für Verbraucher zur Folge habe.
    • Die US-Drogeriekette Walgreens Boots Alliance wird ihre Produkte künftig von Uber Eats ausliefern lassen. Die beiden Unternehmen haben eine entsprechende Kooperation vereinbart. Der Lieferdienst sei für 7.800 Filialen in den USA verfügbar.
    • Der Fast Food-Konzern McDonald’s bekommt einen neuen Deutschlandchef. Am 1. August wird der bisherige Leiter von McDonald's in Italien die Amtsgeschäfte vom langjährigen Vorstandsvorsitzenden Holger Beeck übernehmen.
    • Die Google-Tochter YouTube wird für seine größte Werbefläche auf der Startseite künftig keine Anzeigen mit bestimmten umstrittenen Inhalten mehr schalten. Darunter fielen Reklame für den Verkauf von Alkohol, verschreibungspflichtigen Medikamenten, aber auch Anzeigen mit politischen Inhalten, berichtete "Axios".
    • Das von BMW und Ford mitfinanzierte Feststoffbatterie-Start-Up Solid Power will über einen sog. SPAC an die US-Börse Nasdaq gehen. Solid Power werde in dem Deal mit der Börsenhülle DCRC fusioniert und mit Abschluss weitere Finanzmittel in Höhe von rund 650 Mio. Dollar aufnehmen, teilte Solid Power am Dienstag mit. Der Unternehmenswert inklusive Schulden liege damit dann bei rund 1,2 Mrd. Dollar.
    • Nationale Datenschutzbehörden können unter Umständen gegen Verstöße von Unternehmen vorgehen, auch wenn deren Hauptsitz in einem anderen Land liegt. Das geht aus einem EuGH-Urteil zuungunsten von Facebook hervor. Hintergrund ist ein Verfahren aus Belgien. Das zuständige Gericht entschied dort, „dass Facebook die belgischen Internetnutzer nicht ausreichend über die Erhebung und Nutzung der betreffenden Informationen informiert habe“.
    • Die Fraunhofer-Gesellschaft und der Computerkonzern IBM haben den ersten Quantencomputer des US-Konzerns in Europa vorgestellt. Die Anlage am Deutschlandsitz des IT-Unternehmens bei Stuttgart soll unter dem Dach der Fraunhofer-Gesellschaft genutzt werden, die Technologie, Anwendungsszenarien und Algorithmen weiter zu erforschen. Bei der Anlage handelt es sich nach IBM-Angaben um „Europas leistungsstärksten Quantencomputer im industriellen Kontext".
    • Der Streit zwischen den USA und der EU über staatliche Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing konnte entschärft werden. Dies bestätigte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag am Rande des EU-USA-Gipfels in Brüssel. Einzelheiten zum Kompromiss nannte sie nicht. Nach Angaben von Reuters sollen die gegenseitigen Strafzölle für fünf Jahre ausgesetzt werden. „Dieses Treffen begann mit einem Durchbruch bei Flugzeugherstellern", erklärte von der Leyen schriftlich. „Das öffnet wirklich ein neues Kapitel in unseren Beziehungen, weil wir von Klagen zur Kooperation bei Flugzeugen übergehen - nach 17 Jahren Streitigkeiten." Zuvor hatte von der Leyen bereits gesagt, dass sie eine Einigung im Rahmen des Treffens mit US-Präsident Joe Biden an diesem Dienstag erwartet.
    • Kläger haben im Dieselskandal möglicherweise auch dann einen Anspruch auf Schadenersatz von Volkswagen, wenn sie ihr Auto bereits weiterverkauft haben. Das wurde am Dienstag bei zwei Verhandlungen am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe deutlich. Nach vorläufiger Einschätzung des sechsten Zivilsenats ist für Berechnungen etwaiger Ansprüche an die Stelle des Wagens der Verkaufspreis getreten. VW hingegen argumentierte, wenn der Kläger das Auto nicht mehr zurückgeben könne, falle der Schadenersatz geringer aus. Ein Urteil in der Sache steht allerdings noch aus.
    • Die Aareal Bank hat mit dem früheren Commerzbank-Manager Jochen Klösges (56) einen neuen Vorstandschef gefunden. Klösges trete voraussichtlich am 15. September die Nachfolge des erkrankten Hermann Merkens an, teilte der Immobilienfinanzierer überraschend am Dienstag mit. Dies habe der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen.
    • Die frühere Daimler-Managerin Daniela Gerd tom Markotten soll künftig bei der Deutschen Bahn die digitalen Abläufe managen. Der Aufsichtsrat berief sie am Dienstag in den Vorstand des Bundesunternehmens. Die 46-Jährige war viele Jahre bei Daimler tätig. Gerd tom Markotten löst Mitte September Sabina Jeschke ab, die das Unternehmen nach drei Jahren vorzeitig verlassen hat. Ihr Ressort umfasst die Digitalisierung und die Technik.
    • Die Lufthansa hat zur Vorbereitung ihrer geplanten Kapitalerhöhung vier Banken mandatiert, wie die Fluggesellschaft am Montagabend per Pflichtmitteilung bekannt gab. „Vorstand und Aufsichtsrat haben noch keine Entscheidung über Umfang und Zeitpunkt einer möglichen Kapitalerhöhung getroffen“. Die Airline hatte im Mai den Schritt angekündigt. Bis 2024 will die Lufthansa eine operative Rendite von mindestens acht Prozent erzielen. Dazu müssen die Kosten um 3,5 Mrd. Euro bis 2024 im Vergleich zu 2019 heruntergefahren werden. Der Vorstand betrachtet die Corona-Krise nun als beendet. Wie CEO Carsten Spohr sagte, hat sich die Buchungslage seit April deutlich verbessert. Er erklärte, die geplante Kapitalerhöhung sei ein wichtiger Schritt zum Ausstieg aus den Staatlichen Finanzhilfen.
    • Der Tastaturhersteller Cherry hat die Preisspanne für seinen geplanten Börsengang auf 30,00 bis 38,00 Euro je Anteil festgesetzt. Die Marktkapitalisierung nach dem IPO würde auf Basis der Preisspanne damit zwischen 729 und 923 Mio. Euro liegen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Aus einer Kapitalerhöhung sollen 4,3 Mio. neue Aktien sowie der Umplatzierung von bis zu 8,7 Mio. bestehenden Aktien, inkl. einer Aufstockungsoption und einer marktüblichen Mehrzuteilungsoption herausgegeben werden. Der Streubesitz soll bei 53 Prozent liegen. Bei einer Platzierung aller Aktien erwartet Cherry einen Gesamterlös zwischen 390 und 494 Mio. Euro.
    • Der Online-Fahrradspezialist Bike24 hat die Preisspanne für seinen Börsengang auf 15 bis 19 Euro je Anteilsschein festgelegt. Die Marktkapitalisierung würde damit zwischen 662 und 812 Mio. Euro liegen. Insgesamt sollen im Rahmen einer Privatplatzierung bis zu rund 6,7 Mio. neue Aktien ausgegeben werden. Hinzu kommt der Verkauf von bis zu 12 Mio. Bestandsaktien. Das Unternehmen strebt mit seinem IPO einen Bruttoerlös von rund 100 Mio. Euro an Damit sollen Wachstum und die internationale Expansion beschleunigt werden.
    • Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat in der Forschung an einem Corona-Medikament einen Rückschlag erlitten. Das auf einem Antikörper beruhende Prüfmittel AZD7442 habe in einer Studie nicht den primären Endpunkt erreicht, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Pharmaentwickler hatte ungeimpfte Probanden, die Kontakt zu bereits infizierten Patienten mit Covid-19 hatten, mit dem Mittel behandelt, um den Ausbruch der Krankheit nachträglich zu verhindern. Das Medikament habe jedoch nur in 33 Prozent der Fälle eine Wirkung gezeigt.

    Konjunktur & Politik

    • Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 um 3,9 Prozent und im Jahr 2022 um 4,0 Prozent wachsen wird. „Im Sommer sind die konjunkturellen Aussichten in Deutschland günstig", so die Ökonomen. „Weil die Pandemie auf dem Rückzug ist, dürften die Restriktionen, die die Aktivität in vielen Dienstleistungsbranchen behindert haben, nach und nach aufgehoben werden, und es ist mit einem kräftigen Schub bei den privaten Käufen zu rechnen."
    • Die Industrie in den USA hat im Mai ihre Produktion im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent erhöht, wie die Federal Reserve mitteilte. Volkswirte hatten eine Zunahme um 0,7 Prozent prognostiziert. Im Jahresvergleich wurde im Mai 16,3 Prozent mehr produziert. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich auf 75,2 Prozent von 74,6 im Vormonat. Im Jahresvergleich wurde im Mai 16,3 Prozent mehr produziert.
    • Der NAHB-Hausmarktindex in den USA sank im Juni zum Vormonat um zwei auf 81 Punkte, wie die National Association of Home Builders am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit unveränderten 83 Punkten gerechnet.
    • Der Empire-State-Index ist im Juni auf 17,4 Punkte gesunken, nach 24,3 Zählern im Monat zuvor, wie die regionale Notenbank von New York am Dienstag mitteilte. Es ist der zweite Rückgang des Indikators in Folge. Der Indexwert ist nun auf das Niveau vom März zurückgefallen.
    • Die US-Erzeugerpreise sind im Mai deutlich gestiegen. Die Preise auf der Produzentenebene erhöhten sich um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Auf Jahressicht lagen die Erzeugerpreise um 6,6 Prozent höher, die größte Steigerung seit November 2010.
    • Die US-Einzelhändler haben im Mai angesichts der Unterbrechungen in den Lieferketten einen Umsatzrückgang um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat erlitten. Volkswirte hatten nur mit einem Knick um 0,6 Prozent gerechnet. Die Umsätze ohne Kfz fielen um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat.
    • Vor seinem Gipfel mit Kremlchef Wladimir Putin trifft US-Präsident Joe Biden heute die Spitzen der Europäischen Union. Biden soll gegen Mittag mit EU-Ratspräsident Michel und Kommissionschefin von der Leyen zusammenkommen. Ziel des Gesprächs ist, neue Einigkeit bei Themen wie Klimaschutz zu demonstrieren.
    • Der Außenhandel der Eurozone hat im April unterm Strich einen kleinen Einbruch verzeichnet. Die Ausfuhren gingen gegenüber März um 2,3 Prozent zurück, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Die Einfuhren erhöhten sich hingegen um 2,4 Prozent. Als Folge der auseinanderklaffenden Entwicklung sank der Handelsüberschuss von 18,3 Mrd. Euro im März auf 9,4 Mrd. Euro.
    • Das ifo Institut hat sich gegen eine allgemeine Rückverlagerung von Produktion nach Deutschland und gegen staatliche Eingriffe in Lieferketten ausgesprochen. Vielmehr sollten die Bezugsquellen der deutschen Wirtschaft international vielfältiger werden. Daher müssten der EU-Binnenmarkt vertieft und die Welthandelsorganisation gestärkt werden. Das geht hervor aus einem Aufsatz von Lisandra Flach, ifo Bereichsleiterin Außenwirtschaft, im ifo Schnelldienst. Eine allgemeine Rückverlagerung von Lieferketten würde zu enormen Einkommensverlusten führen, ergänzt Flach. Daher sollte der Staat sich mit Eingriffen in die Gestaltung von Lieferketten grundsätzlich zurückhalten. Eingriffe sollten auf Basis von klaren Kriterien vorgenommen werden und rechtskonform mit den Regeln der Welthandelsorganisation sein. Strategische Freihandelsabkommen wie das zwischen der EU und Mercosur böten die Möglichkeit, Handelskosten zu verringern und die Abhängigkeiten von einzelnen Ländern zu verringern. Der Aufbau von strategischen Reserven auf nationaler oder europäischer Ebene oder Verträge mit Unternehmen über entsprechende Reservekapazitäten könnten zudem kostengünstige Wege darstellen, Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
    • Die Bundesregierung hat seit Oktober 2020 Rüstungsexporte im Wert von mehr als 30 Mio. Euro an Saudi-Arabien genehmigt, wie aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
    • Die Inflationsrate in Deutschland lag im Mai bei plus 2,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage finaler Daten mitteilte. Experten hatten eine Rate von 2,4 Prozent wie nach der Erstschätzung erwartet. Damit erhöhte sich die Inflationsrate den fünften Monat in Folge. Zuletzt hatte sie vor fast zehn Jahren im September 2011 diesen Stand erreicht. Im Vergleich zum Vormonat April stiegen die Verbraucherpreise im Mai um 0,5 Prozent.
    • Im April ist in Deutschland der Bau von 29.637 Wohnungen genehmigt worden, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Saison- und kalenderbereinigt waren dies 22,9 Prozent weniger als im außerordentlich starken März 2021. Vergleicht man den Zeitraum Januar bis April 2021 mit dem Vorjahreszeitraum, so wurden in Deutschland 13,8 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt. In den Zahlen sind die Baugenehmigungen für neue Gebäude und für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten.
    • Die Inflation (HVPI) in Frankreich ist im Mai zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent gestiegen, wie das Statistikamt Insee mitteilte. Die Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung. Es ist die höchste Rate seit Ende 2018. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau im Mai um 0,3 Prozent.
    • Ende April waren knapp 5,5 Mio. Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten tätig, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Damit ging die Zahl der Beschäftigten gegenüber April 2020 um gut 119.000 oder 2,1 Prozent zurück. Im Vorjahresmonat April 2020 waren bereits deutliche Auswirkungen der Corona-Krise erkennbar und mit einem Minus von 1,9 Prozent zum April 2019 ein erster größerer Rückgang der Beschäftigtenzahlen zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vormonat März blieb die Zahl der Beschäftigten im vergangenen April unverändert. Das Bundesamt gibt zu beachten, dass Kurzarbeitende als Beschäftigte zählen und sich deshalb Veränderungen bei der Kurzarbeit nicht in den Beschäftigtenzahlen niederschlagen.
    • Mit Spannung erwarten die Märkte die neuen Projektionen der Fed, die die US-Notenbank auf der Sitzung am Mittwoch bekannt geben werden. Bisher prognostizieren die Währungshüter eine erste Leitzinserhöhung im Median für 2024. Angesichts der jüngsten Konjunktur- und Inflationsentwicklung könnte mehrheitlich ein Zinsschritt nun bereits für 2023 erwartet werden, so Dirk Steffen, Kapitalmarktstratege bei der Postbank.
    • Die NATO stuft Russland als größte „Bedrohung“ ihrer Sicherheit ein. So haben es die 30 Mitgliedstaaten in der Abschlusserklärung ihres Gipfeltreffens in Brüssel ausgeführt: Die „aggressiven Handlungen Russlands“ werden als „Bedrohung der euro-atlantischen Sicherheit“ betrachtet, heißt es in der Erklärung.
    • Mit 22 Mrd. Euro wollen EU-Kommission, Mitgliedsstaaten und Firmen europaweite Klimaschutz- und Digitalisierungsprojekte vorantreiben. Europa solle "zur ersten klimaneutralen Wirtschaft" werden, teilte die EU-Kommission mit.
    • Fast jeder zweite der Haushalte mit einer Mietwohnung in einer deutschen Großstadt gibt laut einer Studie mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für die Miete aus. Gut ein Viertel der Haushalte müsse mindestens 40 Prozent des Einkommens für Warmmiete und Nebenkosten aufwenden, heißt es in einer von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung beauftragten Untersuchung. 12 Prozent der Haushalte in den Großstädten benötigten sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Miete.
    • Wegen der rasanten Ausbreitung der Delta-Corona-Mutation verschieben sich in England weitere Corona-Lockerungen. Der britische Premierminister Boris Johnson verlängerte die noch geltenden Corona-Einschränkungen bis zum 19. Juli. Das Impfprogramm soll nochmals beschleunigt werden.
    • Japans Opposition hat ein Misstrauensvotum gegen das Kabinett von Regierungschef Yoshihide Suga eingereicht. Die Opposition kritisiert Suga unter anderem dafür, die Olympischen Spiele trotz der Corona-Pandemie am 23. Juli in Tokio eröffnen zu wollen.

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