• TUI AG - Kürzel: TUI1 - ISIN: DE000TUAG000
    Kursstand: 2,882 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
  • Fraport AG - Kürzel: FRA - ISIN: DE0005773303
    Kursstand: 52,840 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung
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  • TUI AG - WKN: TUAG00 - ISIN: DE000TUAG000 - Kurs: 2,882 € (XETRA)
  • Fraport AG - WKN: 577330 - ISIN: DE0005773303 - Kurs: 52,840 € (XETRA)
  • Deutsche Lufthansa AG - WKN: 823212 - ISIN: DE0008232125 - Kurs: 7,228 € (XETRA)

Wer jetzt noch von der Wirtschaftserholung nach der Corona-Pandemie als Anleger profitieren will, ist spät dran. Mit der Luftverkehrsbranche gibt es aber einen Wirtschaftssektor, der noch lange nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht hat. Das gilt ganz besonders für den deutschen Luftfahrtsektor, wo die Erholung langsamer verläuft als im internationalen Vergleich.

Die folgende Grafik zeigt die monatlichen Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen, dem größten Airport in Deutschland, der als Drehkreuz auch bei Interkontinentalverbindungen eine wichtige Rolle spielt. Im März 2022 flogen rund 2,9 Millionen Passagier von bzw. nach Frankfurt. Zum Vergleich: Im März 2019, dem letzten März vor Ausbruch der Corona-Pandemie, starteten bzw. landeten rund 5,6 Millionen Passagiere in Frankfurt. Zuletzt wurde gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der Passagierzahlen der Vor-Corona-Zeit registriert.

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Betrachtet man alle deutschen Verkehrsflughäfen, sieht die Situation ähnlich aus. Zwar liegen die monatlichen Passagierzahlen für alle deutschen Flughäfen für März noch nicht vor, es lässt sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass im März 2022 zwischen 8 und 9 Millionen Passagiere an den deutschen Flughäfen gezählt wurden. Im März 2019 hatte die Passagierzahl bei 19,1 Millionen Menschen gelegen. Auch für alle deutschen Flughäfen insgesamt waren die Passagierzahlen im März nur ungefähr halb so hoch wie vor der Pandemie.

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Zuletzt haben wieder deutlich gestiegene Buchungszahlen der Tourismus-Industrie Mut gemacht. Immer mehr Menschen planen für dieses Jahr wieder eine Urlaubsreise ins Ausland, nachdem viele in den vergangenen beiden Jahren höchstens im Inland Urlaub machten. Auch die Geschäftsreisen ziehen an, dürften aber wohl noch für längere Zeit oder auch dauerhaft unter dem Vor-Corona-Wert bleiben.

Trotz gestiegener Buchungszahlen ist ungewiss, wann bzw. ob das Vor-Corona-Niveau überhaupt wieder erreicht wird. Kurzfristig könnte der Ukraine-Krieg mit den gestiegenen Kerosin-Kosten und langfristig der Kampf gegen den Klimawandel eine volle Erholung verhindern. Und mittelfristig könnte wohl auch die Corona-Pandemie ein Belastungsfaktor bleiben, wie die neuen Lockdowns in China zeigen. Das gilt ganz besonders, falls neue Virus-Varianten abermals zu staatlichen Einschränkungen führen sollten.

Ende 2021 prognostizierte der Flughafenverband ADV für das Gesamtjahr 2022 knapp 180 Millionen Passagiere an den deutschen Airports. Dies würde 71,9 Prozent des Vorkrisenniveaus entsprechen. Angesichts der eher noch schwachen Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres, in denen auch die Omikron-Welle bremste, erscheint das Ziel inzwischen recht ambitioniert.

Entscheidend wird aber sein, wie gerne und wie häufig die Menschen in Deutschland im Sommer wieder mit dem Flieger verreisen. Vor der Corona-Pandemie wurden die höchsten Passagierzahlen des Jahres traditionell in den Hochsommermonaten Juli und August verzeichnet. Spätestens im Sommer dürfte absehbar sein, ob die kräftige Erholung in diesem Jahr wirklich Realität wird, oder ob Pandemie und Klimawandel den Erwartungen erneut einen Strich durch die Rechnung machen.

Die Aktien der Fluggesellschaft Lufthansa, des Reiseanbieters TUI und des Flughafenbetreibers Fraport notieren jedenfalls alle noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau.


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