• Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 16.643,01 Punkte

Frankfurt am Main/Boston (GodmodeTrader.de) - Bei ihrem Versuch, den Aktienmärkten eine untere Grenze vorzugeben und damit die Abkühlung des Wirtschaftswachstums abzufedern, hat die chinesische Regierung außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen. Chinas Rückgang, ein Überangebot an Rohöl sowie ein starker US-Dollar haben die Rohstoffpreise zuletzt auf Mehrjahrestiefs gedrückt und fordern Länder mit einer hohen Ölabhängigkeit heraus, wie die Finanzexperten von MFS Investment Management, in einem aktuellen Marktkommentar schreiben.

Während in der Zwischenzeit die amerikanische Notenbank Fed ihre erste Zinsanhebung vorbereite, zeigten sich die Märkte zunehmend besorgt über die potenziellen Nachwirkungen – besonders an den Währungsmärkten – mit nach wie vor frischen Erinnerungen an das sogenannte „taper tantrum“ im Jahr 2013. Die Schwellenländer seien in jüngster Zeit stark unter Druck geraten, mit schwachen Exportmärkten, einer Rezession in Russland und Brasilien sowie politischen Unsicherheiten in der Türkei, heißt es weiter.

„Das mäßige Wachstum in den USA und Europa in Kombination mit den jüngsten Marktturbulenzen sowie den deflationären Tendenzen durch Chinas Währungsabwertung lassen vermuten, dass die Fed und die Bank of England nicht in der Lage sein werden, mit ihrem geldpolitischen Normalisierungsprozess so früh wie bisher vermutet zu beginnen. Dies wäre ein weiteres Zeichen, dass die Weltwirtschaft sich noch nicht vollständig von der letzten globalen Finanzkrise erholt hat und nach wie vor am Tropf der Zentralbanken hängt“, so die MFS-Experten.