Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Endlich einmal gibt es gute Nachrichten vom Verlauf der Aussaatarbeiten und der Pflanzenentwicklung in den USA. Wie das US-Landwirtschaftsministerium meldete, hat sich in der vergangenen Woche bei weitgehend trockener Witterung der Anteil der bestellten Maisfläche um 16 Prozentpunkte auf 83 Prozent erhöht, wie Commerzbank-Analystin Michaela Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

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    „Dies ist ein beachtlicher Sprung, auch wenn es dabei bleibt, dass der Anteil bestellter Fläche zu diesem Zeitpunkt im Jahr noch nie so niedrig war. Vielmehr sind die Arbeiten normalerweise um diese Zeit quasi abgeschlossen. Zudem stufte das USDA auch die Qualität der jungen Maispflanzen besser ein als von Beobachtern erwartet. Immerhin 59 % der Pflanzen sollen sich in einem guten oder sehr guten Zustand befinden“, so Kuhl.

    Auch wenn es wegen der verspäteten Aussaat zu Ertragseinbußen kommen könnte, würden diese vielleicht nicht so dramatisch ausfallen wie zuweilen spekuliert worden sei. Die Meldungen hätten ausgereicht, um dem Maispreis einen Dämpfer zu versetzen, der zuvor von der Zuversicht profitiert habe, eine Eskalation im Streit zwischen den USA und ihrem größten Maisabnehmer Mexiko könnte verhindert werden, heißt es weiter.

    „Letzte Woche hatte US-Präsident Trump im Streit um die Grenzsicherung dem Nachbarland Mexiko mit der Einführung von Strafzöllen gedroht. Am Freitag konnte dies nach bilateralen Verhandlungen abgewendet werden. Laut Trump-Tweets vom Wochenende werde Mexiko in diesem Zusammenhang bald auch große Käufe von Agrarprodukten in den USA tätigen. Der mexikanische Außenminister widersprach allerdings dem Eindruck, es gebe eine Nebenverabredung zu diesem Thema“, so Kuhl.