Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der Maispreis an der CBOT legte in den letzten vier Handelstagen um fünf Prozent auf knapp 450 US-Cent je Scheffel zu und machte damit die starken Verluste nach der Veröffentlichung des USDA-Flächenberichts von Ende Juni / Anfang Juli größtenteils wieder wett. Marktteilnehmer machen Hitze und Trockenheit im Mittleren Westen der USA für die jüngste Verteuerung verantwortlich, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

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    Dies sei bemerkenswert, schließlich seien es bis vor wenigen Wochen noch kräftige Regenfälle und übermäßige Bodenfeuchtigkeit gewesen, die die Aussaat verzögert hätten und die Preise steigen ließen. Im letzten USDA-Wochenbericht hätten 56 Prozent der Maispflanzen eine gute bzw. sehr gute Pflanzenqualität aufgewiesen. Damit habe der Anteil immerhin 20 Prozentpunkte unter dem entsprechenden Niveau des Vorjahres gelegen. Der Pflanzenzustand dürfte wesentlichen Einfluss auf die neue Ernteprognose des USDA haben, die am Donnerstag veröffentlicht werde, heißt es weiter.

    „Im letzten Monat senkte das USDA seine Prognose für die US-Maisernte deutlich auf 13,68 Milliarden Scheffel (347,5 Millionen Tonnen). Allerdings ging es damals noch von einer deutlich niedrigeren Anbaufläche aus als im o.g. Flächenbericht ausgewiesen wurde. Nimmt man die neue Flächenangabe und die im Juni unterstellten Flächenerträge, so ergibt sich daraus eine Maisernte von 14,17 Milliarden Scheffel (360,1 Millionen Tonnen). Damit die Juni-Ernteschätzung mit der deutlich höheren Anbaufläche zusammenpasst, müssten die Flächenerträge nochmals erheblich nach unten revidiert werden (auf ca. 160 Scheffel je Morgen)“, so die Commerzbank-Analysten.