• Mais - ISIN: XC000A0AEZE1
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 501,51 US¢/bu.
  • Soja - ISIN: US12492A1079
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 1.319,95 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die neuesten CFTC-Daten zeigen, dass die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer in der Woche zum 19. Januar ihre Netto-Long-Positionen bei Mais deutlich auf 336.000 Kontrakte reduziert haben. Zuvor hatten sie mit 360.000 Kontrakten den höchsten Stand seit Frühjahr 2011 erreicht, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Der Positionsabbau sei erstaunlich, da die Maispreise in der (durch einen Feiertag verkürzten) Berichtswoche noch geringfügig zugelegt hätten. Inzwischen hätten sie deutlich nachgegeben, was wahrscheinlich von einem weiteren Rückgang der Netto-Long-Positionen begleitet worden sei. Am Freitag habe der Maispreis in Chicago 4,5 Prozent im Minus geschlossen und habe gerade noch die Marke von 500 US-Cent je Scheffel halten können, heißt es weiter.

„Ähnlich erging es Sojabohnen, die um 4,3 Prozent auf 1.312 US-Cent je Scheffel fielen. In beiden Fällen ist der Grund dafür in Südamerika zu suchen. Über viele Wochen hatte die dort deutlich zu trockene Witterung gemeinsam mit Abwärtsrevisionen der letzten US-Ernten und einer starken Nachfrage aus China die Preise getrieben – Mitte Januar auf gut 540 US-Cent je Scheffel bei Mais und 1.435 US-Cent je Scheffel bei Sojabohnen und damit auf die höchsten Stände seit siebeneinhalb bzw. sechseinhalb Jahren“, so Helbing-Kuhl.

Nach längerem Zögern hätten zahlreiche Beobachter, auch die großen Institutionen wie USDA und Internationaler Getreiderat IGC, Abwärtsrevisionen der brasilianischen und der argentinischen Ernten vorgenommen. Dabei sei das USDA allerdings vorsichtiger als der IGC, heißt es weiter.

„Bei Sojabohnen in Brasilien blieb es sogar auch zuletzt bei seinen rekordhoch angesetzten 133 Millionen Tonnen – eine Erwartung, die die von Reuters aktuell befragten Analysten mit 132,2 Millionen Tonnen nach rund 125 Millionen Tonnen im Vorjahr teilen. In den letzten Wochen ist ausreichend Niederschlag gefallen, um für die südamerikanischen Ernten zumindest vorerst (weitere) Korrekturen nach unten unwahrscheinlicher zu machen“, so Helbing-Kuhl.