Frankfurt (Godmodetrader.de) - Es könnte kaum besser laufen für die heranwachsenden Mais- und Sojabohnenpflanzen in den USA. Laut dem von Radiant Solutions entwickelten Crop Condition Index ist der Zustand der Maispflanzen aktuell so gut wie zuletzt vor vier Jahren. In den letzten 30 Jahren war er zu diesem Zeitpunkt des Jahres nur in drei Jahren noch besser, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

    Ähnlich sehe es bei Sojabohnen aus. Der Crop Condition Index sei ebenfalls auf einem Vierjahreshoch und nur in zwei Jahren sei er seit 1989 höher gewesen. Auch die Pflanzenentwicklung lasse keine Wünsche offen. 17 Prozent der Maispflanzen seien in der Blütephase (Silking). Das sei weit mehr als der Fünfjahresdurchschnitt (acht Prozent) und als im Vorjahr (neun Prozent). Bei Sojabohnen sei der Vorsprung in der Pflanzenentwicklung vor dem jahreszeitüblichen Niveau sogar noch größer. In der letzten Woche seien 27 Prozent der Pflanzen in der Blütephase (Blooming) gewesen. Der Fünfjahresdurchschnitt liege bei 13 Prozent, im Vorjahr seien es zu diesem Zeitpunkt 17 Prozent gewesen, heißt es weiter.

    „Es ist daher vorstellbar, dass das USDA die durchschnittlichen Ernteerträge nach oben revidiert. Dies würde zusammen mit den größer ausgefallenen Anbauflächen für eine Aufwärtsrevision der Ernteprognosen sprechen. Der Sojabohnenpreis ist inzwischen fast wieder auf das Zehnjahrestief von Mitte Juni gefallen. Dies hängt aber nur bedingt mit den ausgezeichneten Aussichten für die US-Ernte zusammen“, so die Commerzbank-Analysten. Wichtiger seien die chinesischen Gegenzölle auf US-Agrarprodukte.