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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die regenbedingten Verzögerungen der brasilianischen Sojabohnenernte und die durch Trockenheit und Hitze verursachten Risiken für die argentinische Ernte bleiben ein Top-Thema an den Märkten. Zwar konnte der Sojabohnenpreis gestern sein anfängliches Hoch von 1.460 US-Cent je Scheffel nicht halten, er schloss aber noch immer im Plus, nachdem er schon in den Vortagen zugelegt hatte, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Laut Schätzung der Beratungsfirma AgRural seien Ende letzter Woche erst 35 Prozent der brasilianischen Sojabohnenfelder abgeerntet gewesen, im Vorjahr seien es zur gleichen Zeit rund die Hälfte gewesen. So langsam wie aktuell gehe die Ernte seit zehn Jahren nicht voran. Vor allem aber werde inzwischen befürchtet, dass die Ernte wegen der Nässe qualitativ enttäusche, heißt es weiter.

„Quantitativ dagegen liegen die Schätzungen weiter auf Rekordhoch, die brasilianische Prognosebehörde Conab schätzte Mitte Februar 133,8 Millionen Tonnen. Sowohl AgRural als auch das US-Landwirtschaftsministerium gehen in ihren Februar-Schätzungen von 133 Millionen Tonnen aus. Letzteres wird heute neue Prognosen vorlegen und wohl bei seiner Zahl bleiben“, so Helbing-Kuhl.

Wahrscheinlicher sei eine Kürzung der argentinischen Ernte. Für Argentinien würden die Monate Februar und März als entscheidend für das Ertragspotenzial gelten. Allerdings gebe es keinen strengen linearen Zusammenhang und es habe auch Jahre gegeben, in denen trotz sehr trockener Monate hohe Erträge erzielt worden seien. Auch aktuell sei zwar richtig, dass das Jahresende 2020 sowie die letzten Wochen ungewöhnlich trocken gewesen seien (Februar 41 Prozent unter dem Durchschnitt). Im Januar allerdings habe es viel geregnet (29 Prozent über dem Durchschnitt), heißt es weiter.

„So sind denn die Einschätzungen auch im Land uneinheitlich: Die Getreidebörse Buenos Aires rechnet mit einer Ernte von 46 Millionen Tonnen, die Börse Rosario hat dagegen im Februar auf 49 Millionen Tonnen erhöht. In dieser Situation erwarten wir, dass das USDA, das bereits letzten Monat seine Prognose um zwei Millionen auf 48 Millionen Tonnen reduzierte, allenfalls eine weitere kleine Kürzung vornimmt. Auch bei Argentiniens Maisernte liegen die Börsen Buenos Aires und Rosario mit 46 Millionen Tonnen und 48,5 Millionen Tonnen auseinander. Einen großen Korrekturbedarf dürfte das USDA mit seinen aktuell 47,5 Millionen Tonnen nicht haben“, so Helbing-Kuhl.

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