Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Vor den zum Wochenschluss erscheinenden Daten zu den US-Lagerbeständen und der bebauten Flächen stehen die Notierungen für Mais und Sojabohnen unter Druck. Laut einer Reuters-Umfrage wird damit gerechnet, dass die US-Lagerbestände zum Stichtag 1. Juni bei beiden Produkten deutlich über denen vor einem Jahr lagen, wie die Rohstoffanalysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

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Betrachte man den Durchschnitt der Schätzungen, dürften die Juni-Bestände bei Mais die höchsten seit 1988 sein, bei Sojabohnen solle sogar ein neuer Rekord aufgestellt werden. Wegen der bis in den April hinein positiven Preisentwicklung werde außerdem damit gerechnet, dass der Flächenrückgang gegenüber dem Vorjahr bei beiden Produkten weniger stark ausfalle als die vom USDA im März veröffentlichen Anbaupläne der US-Landwirte hätten erwarten lassen. Dies gelte vor allem für Sojabohnen, wo nun nur noch mit einer geringen Flächenreduktion gerechnet werde, heißt es weiter.

„Hinzu kommt die gute Witterung, die sich in einem hohen Anteil mit gut oder sehr gut bewerteter Mais- und Sojabohnenpflanzen (77 Prozent bzw. 73 Prozent) manifestiert. Vor allem bei Sojabohnen könnte – wenn sich diese Entwicklung fortsetzt und tatsächlich eine höher als bisher unterstellte Fläche bestellt wurde – der bereits jetzt vom USDA geschätzte Rückgang um nur drei Millionen Tonnen gegenüber der Rekordernte des letzten Jahres geringer ausfallen oder womöglich gar nicht stattfinden. Und dies in einer Zeit, in der die Absatzmöglichkeiten wegen der Unwägbarkeiten im US-chinesischen Handelsstreit weniger rosig gesehen werden“, so die Commerzbank-Analysten.