Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Das US-Landwirtschaftsministerium ist immer für eine Überraschung gut. Am Montagabend überraschte das USDA mit einer besseren Einschätzung des Zustands der heranwachsenden Mais- und Sojabohnenpflanzen. Angesichts der heißen und trockenen Wetterbedingungen im Mittleren Westen war im Vorfeld mit einer Verschlechterung gerechnet worden, wie Commerzbank-Analyst im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

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    Entsprechend stünden die Preise seither unter Druck. Weiterer Gegenwind komme durch die Androhung zusätzlicher Strafzölle von US-Präsident Trump gegen China. Hintergrund der Drohung sei wohl, dass China aus Sicht des US-Präsidenten weiterhin und entgegen einer getroffenen Absprache auf dem G20-Gipfel zu wenig US-Agrarprodukte, insbesondere Sojabohnen, kaufe. Neue wöchentliche US-Exportdaten würden vom USDA am Donnerstag veröffentlicht. Vielleicht warte das USDA hier mit einer abermaligen Überraschung auf, heißt es weiter.

    „China scheint seinen Sojabohnenbedarf aber weiterhin hauptsächlich in Brasilien zu decken. Zudem scheint die Nachfrage im Moment eher verhalten zu sein. Da gleichzeitig die Frachtraten gestiegen sind (der Baltic Dry Index notiert aktuell sogar auf dem höchsten Niveau seit Januar 2014), sollen Verkäufer von Sojabohnen in Brasilien die Bohnen zu günstigeren Konditionen anbieten“, so Fritsch.