• Mais - ISIN: XC000A0AEZE1
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 614,29 US¢/bu.
  • Soja - ISIN: US12492A1079
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 1.502,18 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Mehrjahreshochs und Rekorde gibt es nicht jeden Tag zu berichten, in den letzten Monaten aber vermehrt. Heute sogar gleich mehrfach: Zum einen überwand der Maispreis gestern erstmals seit Frühsommer 2013 die Hürde von 600 US-Cent je Scheffel und handelte am Morgen bereits bei 618 US-Cent je Scheffel, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Denn Mais sei knapp und dürfte auch 2021/22 knapp bleiben. Entsprechende Nachrichten würden nicht abreißen. Gestern etwa die Einschätzung des US-Auslandsbüros in Peking, wonach China in der laufenden Saison 28 Millionen Tonnen Mais importieren dürfte. Das USDA sei bisher von 24 Millionen Tonnen ausgegangen, auch dies bereits ein Rekord, heißt es weiter.

„Wegen der hohen Maispreise dürfte China in der kommenden Saison vermehrt auf Weizen ausweichen und hat gestern eine Richtlinie veröffentlicht, die die Reduktion von Mais und Sojamehl im Tierfutter empfiehlt. Zudem soll die Maisproduktion in China 2021/22 nach einigen Jahren Stagnation bei 260 Millionen Tonnen auf 268 Millionen Tonnen steigen. Dennoch dürfte China laut US-Außenbüro – trotz des Wiederauftretens der Afrikanischen Schweinepest im Norden – auch im nächsten Jahr noch 15 Millionen Tonnen Mais importieren – die zweithöchste Menge jemals“, so Helbing-Kuhl.

Auch der Sojabohnenpreis habe innerhalb von nur einer Woche 100 US-Cent zugelegt und sei am Morgen unmittelbar an die Marke von 15 US-Dollar je Scheffel geklettert. Darüber habe der Preis zuletzt im Mai 2014 notiert, heißt es weiter.

„Zum einen wird er vom Maispreis mitgezogen, zum anderen ist auch am Sojabohnenmarkt in der laufenden Saison 2020/21 ein Defizit zu erwarten. Damit sich die Bestände 2021/22 zumindest etwas erholen – insbesondere in den USA von sehr niedrigem Niveau aus – muss nun die Aussaat in die Erde und austreiben. Dem ist die aktuelle Kälte in den USA nicht zuträglich“, so Helbing-Kuhl.

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