• Mais - ISIN: XC000A0AEZE1
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 582,32 US¢/bu.
  • Weizen - ISIN: US12492G1040
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 635,36 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der Maispreis stieg am Freitag auf ein Achtjahreshoch von 595 US-Cent je Scheffel, nachdem das US-Landwirtschaftsministerium in seinem monatlichen WASDE-Bericht einen Rückgang der US-Maisbestände am Ende des laufenden Erntejahres 2020/21 auf nur noch 1,35 Milliarden Scheffel prognostizierte, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Im Vormonat sei das USDA noch von 1,5 Milliarden Scheffel ausgegangen. Im Vorfeld von Bloomberg befragte Marktteilnehmer hätten mit 1,38 Milliarden Scheffel gerechnet. Insofern habe sich der Überraschungseffekt in Grenzen gehalten und der Preis habe die Gewinne wieder abgegeben, heißt es weiter.

„Weltweit sollen die Maisendbestände auf 284 Millionen Tonnen sinken, ohne China auf knapp 88 Millionen Tonnen. Verglichen mit der bisherigen Prognose bedeutet dies eine Abwärtsrevision um jeweils knapp vier Millionen Tonnen. Diese ist wiederum nahezu ausschließlich auf die USA zurückzuführen. Der globale Maismarkt soll dabei im laufenden Erntejahr ein Angebotsdefizit von rund 19 Millionen Tonnen aufweisen“, so Fritsch.

Auch der weltweite Weizenmarkt solle laut neuer Schätzung des USDA 2020/21 unterversorgt sein. Das USDA prognostiziere ein Angebotsdefizit von 4,5 Millionen Tonnen und einen Rückgang der globalen Weizenvorräte am Ende des Erntejahres auf 295,5 Millionen Tonnen. Zuvor habe die Schätzung noch bei 301 Millionen Tonnen gelegen. Allerdings sei das USDA da noch von einem marginalen Angebotsüberschuss ausgegangen. Die Abwärtsrevision sei auf China zurückzuführen. Die Weizenbestände in den großen Exportländern seien dagegen nahezu unangetastet geblieben. Mit erwarteten knapp 59 Millionen Tonnen lägen sie weiterhin auf einem niedrigen Niveau, heißt es weiter.

„Auch der Weizenpreis stieg zunächst im Einklang mit Mais, gab die Gewinne aber ebenfalls wieder ab und liegt heute sogar deutlich im Minus. Das liegt an der Aussicht einer erneut hohen russischen Weizenernte. Das Agrarprognoseinstitut IKAR hat seine Prognose für die Ernte in diesem Jahr um 1,2 Millionen auf 81 Millionen Tonnen nach oben revidiert. Das Beratungsunternehmen SovEcon erhöhte seine Prognose um 1,4 Millionen auf 80,7 Millionen Tonnen. Damit würde die russische Weizenernte aber noch immer unter der letztjährigen liegen, welche laut USDA die höchste aller Zeiten war“, so Fritsch.

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