• Mais - ISIN: XC000A0AEZE1
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  • Weizen - ISIN: US12492G1040
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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der International Grains Council IGC revidierte in seinem am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Bericht zum Getreidemarkt die Prognose für die weltweite Getreideernte 2022/23 um 24 Millionen auf 2.251 Millionen Tonnen nach unten, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Gut die Hälfte der Abwärtsrevision sei dabei auf Mais entfallen (minus 13,4 Millionen auf 1.184 Millionen Tonnen), während die Prognose für Weizen um elf Millionen auf 769 Millionen Tonnen reduziert worden sei. Der Maismarkt solle in der Folge ein Angebotsdefizit von 16 Millionen Tonnen aufweisen. Der Weizenmarkt solle mit elf Millionen Tonnen unterversorgt sein, heißt es weiter.

„Die Maisvorräte in den wichtigsten Exportländern sollen dennoch unverändert bei 56 Millionen Tonnen liegen, die Weizenvorräte dagegen um sechs Millionen auf 60 Millionen Tonnen sinken. Auf Länderebene gab es bei Mais eine Abwärtsrevision der US-Ernte um rund neun Millionen Tonnen. Zudem wurde auch die Maisernte in Argentinien rund drei Millionen Tonnen niedriger angesetzt“, so Fritsch.

Die vom IGC erwartete Maisernte in der Ukraine sei dagegen unverändert bei 19 Millionen Tonnen geblieben, was 23,5 Millionen Tonnen unter der Erntemenge des Vorjahres liegen würde. Die Prognose für die Maisexporte aus der Ukraine sei dafür um gut sechs Millionen Tonnen gesenkt worden. Offensichtlich gehe der IGC davon aus, dass der Krieg die ukrainischen Maisexporte auch im kommenden Erntejahr stark beeinträchtigen werde. Im Umkehrschluss seien die ukrainischen Lagerbestände deutlich nach oben revidiert worden, heißt es weiter.

„Bei Weizen gab es die größte Abwärtsrevision für Indien, wo die Ernte gut sechs Millionen Tonnen niedriger als bislang erwartet ausfallen soll. Die Ernte in den USA wurde drei Millionen Tonnen niedriger angesetzt. Eine Aufwärtsrevision um zwei Millionen Tonnen gab es hingegen für Russland. Die dortige Ernte soll sich auf 85 Millionen Tonnen belaufen und damit zehn Millionen Tonnen höher liegen als im Vorjahr“, so Fritsch.

Die russischen Weizenexporte prognostiziere der IGC drei Millionen Tonnen höher als bislang erwartet. Für die Ernte in der Ukraine habe der IGC keine Veränderung der Prognose vorgenommen. Diese solle 19 Millionen Tonnen betragen und damit rund 14 Millionen Tonnen niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die ukrainischen Weizenexporte seien vom IGC leicht auf zehn Millionen Tonnen gekürzt worden. Ähnlich wie bei Mais mache sich dies in höheren Lagerbeständen bemerkbar, heißt es abschließend.