Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Anfang letzter Woche notierte der Maispreis noch bei 460 US-Cent je Scheffel nur unweit eines Fünfjahreshochs. Davon hat sich der Preis mittlerweile deutlich entfernt. Zu Wochenbeginn wurde anhaltende Hitze und Trockenheit befürchtet. Allerdings haben kühlere Temperaturen und einige Regenfälle im Mittleren Westen für etwas Entspannung gesorgt, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

    WERBUNG

    Zudem seien die gestern vom USDA gemeldeten Exportverkäufe unter den Erwartungen ausgefallen. Im Schlepptau von Mais sei auch Weizen mit nach unten gezogen worden. Der Preis sei unter die Marke von 500 US-Cent je Scheffel gefallen. Somit seien alle Gewinne nach dem WASDE-Bericht wieder dahin. Ähnliches gelte für den Weizenpreis in Paris. Neben dem fallenden Maispreis belaste die zügig vorankommende Weizenernte im wichtigsten US-Anbaustaat Kansas. Die sich abzeichnende neuerliche Hitzewelle in Teilen Europas spiele dagegen bei den Weizennotierungen keine Rolle, heißt es weiter.

    „Wahrscheinlich sind aber die meisten Pflanzen schon weit genug entwickelt, so dass keine nennenswerten Ertragseinbußen mehr zu erwarten sind. Sojabohnen hielten sich dagegen deutlich besser. Der Preis fiel nur kurzzeitig unter 900 US-Cent je Scheffel, erholte sich dann aber wieder. Die US-Exportverkäufe fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Allerdings hat China in der Berichtswoche erstmals seit April mehr Lieferungen storniert als geordert. US-Präsident Trump dürfte dies in seiner Kritik an China bestärken, nicht genug US-Agrarprodukte zu kaufen. Die Zeichen im Handelskonflikt stehen damit weiter auf Konfrontation“, so Fritsch.