Der bekannte Schweizer Investor und Börsenexperte Marc Faber rechnet am Aktienmarkt weiter mit sinkenden Kursen, hält aber zwei Sektoren aktuell für attraktiv:

    "Die attraktivste Anlageklasse aus meiner Sicht sind Goldminenaktien und Öl- und Gasaktien", sagte Faber im Finanzsender CNBC. "Ich glaube dass diese Aktien noch erhebliches Aufwärtspotenzial in diesem Jahr haben."

    Er rechne damit, dass die Notenbanken weiteres Geld drucken würden und damit die beiden Sektoren weiter antreiben könnten. Wenn der Wert der Währungen weiter abnehme, würden die in diesen Währungen gehandelten Rohstoffe zulegen.

    Seit Jahresbeginn wurden in beiden Sektoren bereits erhebliche Kursgewinne verzeichnet. Der Chart zeigt den Gold Producers ETF von iShares, der seit Jahresbeginn zusammen mit der Erholung des Goldpreises rund 75 % hinzugewinnen konnte.

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    iShares Gold Producers ETF

    Anleger sollten sich aber möglichst breit aufstellen, so Faber: "Wir wissen nicht, wie weit die Notenbanken rund um den Globus gehen werden, und müssen uns deshalb diversifiziert aufstellen. Immobilien zu besitzen ergibt Sinn, einige Aktien zu besitzen ergibt Sinn, etwas Bargeld und Anleihen zu besitzen ergibt wahrscheinlich Sinn und Edelmetalle zu besitzen ergibt Sinn", sagte Faber.

    Die Hinweise der US-Notenbank auf eine Zinserhöhung im Juni im jüngsten Fed-Protokoll hält Marc Faber für einen Test. Die US-Notenbank wolle sehen, wie der Markt auf derartige Prognosen reagiere, sagte Faber. Die Entscheidungen der Fed seien nicht datenabhängig, sondern marktabhängig. Sofern Anleger davon ausgehen, dass die US-Notenbank tatsächlich die Zinsen erhöht, sei Bargeld aktuell eine mögliche Anlagemöglichkeit, so Marc Faber. Er persönlich glaube aber nicht daran. "Meiner Meinung nach werden sie sich im Juni nicht bewegen und die Zinsen nicht erhöhen", sagte Faber. Der Markt werde zu verstehen beginnen, dass die Fed die Vermögenpreise unterstützen wolle. Zwischenzeitlich könne Gold zwar rund fünf Prozent verlieren, werde sich anschließend aber wieder erholen, so Faber.