Mit einem verwalteten Vermögen von 6897 Milliarden Kronen (rund 753 Milliarden Euro) gehört der norwegische Staatsfonds zu den größten Investoren der Welt. Wie der am Mittwoch veröffentlichte Bericht zum zweiten Quartal zeigt, hatte der Fonds zuletzt 62,8 Prozent des Vermögens in Aktien, 34,5 Prozent in Anleihen und 2,7 Prozent in Immobilien investiert.

    Im zweiten Quartal verzeichnete der Staatsfonds, der von der norwegischen Zentralbank verwaltet wird, einen Verlust von 0,9 Prozent bzw. 73 Milliarden Kronen (rund 7,97 Milliarden Euro). Es handelte sich um den ersten Quartalsverlust seit drei Jahren. Dafür waren vor allem Kursverluste bei Anleihen (minus 2,2 Prozent) verantwortlich. Aktieninvestments führten zu einem Minus von 0,2 Prozent, während mit den Immobilien eine positive Rendite von 2,0 Prozent erzielt wurde.

    Unter den zehn größten Aktienpositionen des Staatsfonds befinden sich klassische Value-Aktien wie Nestlé oder Roche, aber zum Beispiel auch die Apple-Papiere.

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    Finanz- und Industriewerte werden vom Staatsfonds deutlich übergewichtet, während Versorger und Telekommunikationskonzerne deutlich untergewichtet sind.

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    Insgesamt stimmte der Staatsfonds im zweiten Quartal bei 7084 Hauptversammlungen von Unternehmen mit ab. Der Staatsfonds ist also an mindestens ebenso vielen Unternehmen beteiligt. Auch an zahlreichen kleineren deutschen Unternehmen ist der norwegische Staatsfonds beteiligt.

    Mit rund einem Drittel entfallen die meisten Aktienpositionen des Staatsfonds auf US-Werte. Deutsche Aktien haben aktuell ein Gewicht von 5,9 Prozent und liegen damit an vierter Stelle.

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    Bei den gehaltenen Staatsanleihen liegen die Papiere der Bundesrepublik an dritter Stelle, nach den Papieren der USA und Japans.

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    Der norwegische Staatsfonds verwaltet die Einnahmen des Landes aus dem Ölgeschäft. Durch die Kapitalanlagen soll für die Zeit vorgesorgt werden, nachdem die Ölreserven der Nordsee vollständig ausgebeutet wurden. Außerdem soll eine Überhitzung der Wirtschaft verhindert werden, die entstehen würde, wenn sämtliche Öleinnahmen direkt in die norwegische Wirtschaft fließen würden.