Dass man mit mehr Risiko auch mehr Ertrag erwirtschaften kann, gilt fast als Allgemeinwissen. Das macht es nicht richtiger. An der Börse gilt häufig das Gegenteil. Mehr Risiko führt zu weniger Ertrag. Das hat vielerlei Gründe. Einer ist beim Anlegerverhalten zu finden. Anleger nehmen gerne viel Risiko auf sich, indem sie hohe Hebel verwenden. Das kann gutgehen, doch in den meisten Fällen geht es schief. Das ist aber nicht unbedingt das, was mit Risiko gemeint ist. Vielmehr geht es darum, wie riskant die Aktie eines Unternehmens ist. Es ist z.B. riskanter in ein Unternehmen zu investieren, welches keine Gewinne schreibt. Wer keine Gewinne schreibt, braucht Kredit, um die Geschäfte fortzuführen. Das kann kurzfristig gelingen, doch wenn ein Unternehmen permanent unprofitabel ist, wird der Geldhahn irgendwann zugedreht. Bei einem Bankrott ist die Aktie wertlos. Solche Unternehmen finden sich überall. Im Vorhinein kann niemand wissen, ob das Unternehmen den Turnaround schafft und dann hohe Kursgewinne locken. Wer investiert, geht höheres Risiko ein. Dieses Risiko ist bei soliden Unternehmen, die keine Probleme haben, geringer.

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