• Deutsche Lufthansa AG - Kürzel: LHA - ISIN: DE0008232125
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  • Zalando SE - Kürzel: ZAL - ISIN: DE000ZAL1111
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  • Deutsche Lufthansa AG - WKN: 823212 - ISIN: DE0008232125 - Kurs: 6,396 € (XETRA)
  • Zalando SE - WKN: ZAL111 - ISIN: DE000ZAL1111 - Kurs: 27,980 € (XETRA)
  • adidas AG - WKN: A1EWWW - ISIN: DE000A1EWWW0 - Kurs: 171,960 € (XETRA)
  • Bayer AG - WKN: BAY001 - ISIN: DE000BAY0017 - Kurs: 58,050 € (XETRA)
  • Merck KGaA - WKN: 659990 - ISIN: DE0006599905 - Kurs: 185,300 € (XETRA)
  • Toyota Motor Corp. - WKN: 853510 - ISIN: JP3633400001 - Kurs: 15,368 € (L&S)
  • eBay Inc. - WKN: 916529 - ISIN: US2786421030 - Kurs: 50,480 $ (Nasdaq)
  • Hannover Rück SE - WKN: 840221 - ISIN: DE0008402215 - Kurs: 141,600 € (XETRA)
  • Beiersdorf AG - WKN: 520000 - ISIN: DE0005200000 - Kurs: 103,600 € (XETRA)
  • LANXESS AG - WKN: 547040 - ISIN: DE0005470405 - Kurs: 36,880 € (XETRA)
  • Schaeffler AG - WKN: SHA015 - ISIN: DE000SHA0159 - Kurs: 6,000 € (XETRA)
  • Scout24 SE NA O.N - WKN: A12DM8 - ISIN: DE000A12DM80 - Kurs: 59,680 € (XETRA)
  • Dürr AG - WKN: 556520 - ISIN: DE0005565204 - Kurs: 25,240 € (XETRA)
  • ChemoCentryx Inc. - WKN: A0NBM2 - ISIN: US16383L1061 - Kurs: 24,110 $ (Nasdaq)
  • ConocoPhillips - WKN: 575302 - ISIN: US20825C1045 - Kurs: 91,320 $ (NYSE)
  • United Internet AG - WKN: 508903 - ISIN: DE0005089031 - Kurs: 25,850 € (XETRA)
  • Coinbase Global Inc - WKN: A2QP7J - ISIN: US19260Q1076 - Kurs: 107,200 $ (Nasdaq)
  • Presse: United Internet will GMX und Web.de verkaufen
  • Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen leicht
  • ConocoPhillips plant Sonderausschüttung
  • US-Handelsbilanzdefizit etwas geringer als erwartet
  • Bank of England erhöht Leitzins um 50 Basispunkte
  • Dürr rechnet mit höherem Auftragseingang
  • Scout24 erhöht Prognose
  • Lanxess konkretisiert Ziele
  • Hannover Rück bekräftigt Gewinnziel
  • Bayer hebt Ausblick an
  • Zalando verbucht Gewinneinbruch
  • Merck erhöht Prognose
  • Lufthansa wird optimistischer
  • Auftragseingang Industrie sinkt weniger stark als erwartet
  • Toyota: Operativer Gewinn sinkt deutlich
  • eBay verbucht Umsatz- und Gewinnminus

Markt

  • Der deutsche Aktienmarkt hat auch am Donnerstag seine jüngste Aufwärtsbewegung fortgesetzt, konnte allerdings die zwischenzeitlichen Kursgewinne nicht bis zum Handelsende halten. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 0,55 Prozent bei 13.662,68 Punkten. Gute Quartalszahlen und besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA haben die Ängste vor einer Rezession zuletzt abgemildert. Die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktdaten könnten neue Impulse liefern, auch mit Blick auf den Kurs der US-Notenbank Fed.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmen & Branchen

  • Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat eine Kooperation mit der Kryptobörse Coinbase angekündigt. Institutionelle Kunden der BlackRock-Plattform Aladdin hätten künftig durch eine Anbindung an Coinbase Prime direkten Zugriff auf Kryptowährungen und -assets, beginnend mit Bitcoin. "Coinbase Prime wird dem institutionellen Kundenstamm von Aladdin, der auch Kunde von Coinbase ist, Krypto-Handel, Verwahrung, Prime Brokerage und Berichtsfunktionen bereitstellen", heißt es. Die Coinbase-Aktien können im frühen Handel um 44 Prozent zulegen.
  • Der Internet- und Telekommunikationskonzern United Internet will sich laut "Handelsblatt" von den beiden E-Mail-Portalen GMX und Web.de trennen. United Internet suche Käufer, wobei diese sowohl für einen Minderheitsanteil als auch für einen Mehrheitsanteil der Sparte bieten könnten, heißt es. Die Portale könnten insgesamt mit rund 1,5 Milliarden Euro bewertet werden. Das Geld soll offenbar in den Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes der Tochter 1&1 fließen.
  • Das Biotechnologieunternehmen Amgen will den auf Autoimmunerkrankungen spezialisierten Medikamentenentwickler ChemoCentryx für 3,7 Milliarden Dollar in bar übernehmen, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Amgen zahlt im Rahmen des Angebots 52 Dollar je ChemoCentryx-Aktie, was um 116 Prozent über dem vorherigen Schlusskurs liegt.
  • Der Ölkonzern ConocoPhillips hat im zweiten Quartal 2022 angesichts des gestiegenen Ölpreises einen Gewinnsprung verbucht. Der Nettogewinn erhöhte sich von 2,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf 5,1 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte von 1,27 Dollar auf 3,91 Dollar zu, womit die Erwartungen der Analysten von 3,85 Dollar übertroffen wurden. Der Konzern hob sein Ziel zur Rückgabe von Kapital an die Aktionäre im laufenden Jahr um 5 Milliarden Dollar auf 15 Milliarden Dollar an. Neben einer regulären Quartalsdividende von 0,46 Dollar beschloss der Konzern für das vierte Quartal auch eine Sonderausschüttung zur Kapitalrückgabe in Höhe von 1,40 Dollar je Aktie.
  • Der Autozulieferer und Maschinenbauer Dürr hat nach einer starken Umsatzentwicklung sein Ziel für den Auftragseingang angehoben und rechnet im Gesamtjahr nun mit neuen Aufträgen im Volumen von 4,4 bis 4,7 Milliarden Euro, nachdem zuvor 4,1 bis 4,4 Milliarden Euro erwartet wurden. Der Umsatz wird weiter bei 3,9 bis 4,2 Milliarden Euro und die EBIT-Marge bei 5,0 bis 6,5 Prozent liegen. Im zweiten Quartal konnte der Umsatz um 25 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zulegen, während das bereinigte EBIT von 49,6 Millionen Euro auf 40,4 Millionen Euro und der Nettogewinn von 23,2 Millionen Euro auf 15,4 Millionen Euro schrumpfte.
  • Der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2022 angehoben. Das Umsatzwachstum soll nun bei 13 bis 15 Prozent (statt bisher bei 11 bis 12 Prozent) und das Wachstum beim EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit bei 10 bis 12 Prozent (statt bisher 6 bis 8 Prozent) liegen. Nach vorläufigen Zahlen konnte der Umsatz im ersten Halbjahr um 14,7 Prozent und das EBITDA um 9,5 Prozent zulegen.
  • Der Autozulieferer Schaeffler hat seinen Umsatz im zweiten Quartal auch wegen des schwächeren Euros zwar steigern können, allerdings geriet der Gewinn angesichts höherer Kosten deutlich unter Druck. Der Umsatz legte um 9,8 Prozent und währungsbereinigt um 4,4 Prozent auf 3,79 Milliarden Euro zu, während sich die bereinigte EBIT-Marge von 10 Prozent auf 6,1 Prozent verschlechterte. Der Nettogewinn halbierte sich fast von 227 Millionen Euro auf 113 Millionen Euro. Die Jahresprognose wurde bestätigt.
  • Der Telekommunikationskonzern United Internet ist im zweiten Quartal weiter leicht gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich um 5,4 Prozent auf 1,457 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 3,5 Prozent auf 655,1 Millionen Euro zulegte. Das Ergebnis pro Aktie ging wegen eines schlechteren Finanzergebnisses wegen Abwertungen bei Finanzderivaten von 1,15 Euro auf 1,03 Euro zurück. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von rund 5,85 Milliarden Euro und einem EBITDA mit 1,26 Milliarden Euro ungefähr auf dem Vorjahresniveau wurde bestätigt.
  • Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat nach einem kräftigen Wachstum im zweiten Quartal seine Jahresziele konkretisiert. Das Unternehmen peilt nun ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 900 Millionen Euro bis 1 Milliarde Euro an, nach bereinigt rund 800 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte im zweiten Quartal um gut 36 Prozent auf knapp 2 Milliarden Euro zu, während der operative Gewinn vor Sondereffekten um 14,5 Prozent auf 253 Millionen Euro stieg. Unter dem Strich sank der Gewinn allerdings wegen eines Ergebnisrückgangs im nicht fortgeführten Geschäft um 7 Prozent auf 93 Millionen Euro.
  • Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr stärker als erwartet gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich um 15,5 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro. Organisch legte der Umsatz dabei um 10,5 Prozent zu. Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) legte von 595 Millionen Euro auf 710 Millionen Euro und der Nettogewinn von 404 auf 505 Millionen Euro zu. Die Prognose für das laufende Gesamtjahr wurde bestätigt.
  • Der Rückversicherer Hannover Rück hat nach einem leichten Gewinnrückgang im ersten Halbjahr das Gewinnziel für 2022 bekräftigt. Auf Konzernebene erwartet die Hannover Rück für das Geschäftsjahr 2022 ein währungskursbereinigtes Wachstum der Konzernbruttoprämie von mehr als 7,5 Prozent, eine Kapitalanlagerendite von mehr als 2,5 Prozent und einen Nettokonzerngewinn von 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro. Die gebuchte Konzernbruttoprämie stieg im ersten Halbjahr um 19,9 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich auf Konzernebene um 3,9 Prozent auf 919 Millionen Euro, während der Nettogewinn um 3,3 Prozent auf 649 Millionen Euro fiel. Die annualisierte Eigenkapitalrendite belief sich auf 12,4 Prozent.
  • Der Sportartikelhersteller Adidas hat im zweiten Quartal auch unter dem Strich einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn sank um etwa ein Viertel von 397 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf nun 294 Millionen Euro. Zahlen zum Umsatz und dem operativen Gewinn hatte Adidas bereits im Rahmen der vorläufigen Zahlen veröffentlicht, die nun zusammen mit der Ende Juli gesenkten Jahresprognose bestätigt wurden.
  • Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat nach einem operativen Gewinnanstieg im zweiten Quartal seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Bereinigt um Wechselkurseffekte erwartet Bayer beim Umsatz nun einen Anstieg um rund 8 Prozent auf 47 bis 48 Milliarden Euro, nachdem zuvor ein Plus von etwa 5 Prozent auf etwa 46 Milliarden Euro erwartet wurde. Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBITDA) wird nun bei rund 12,5 Milliarden Euro statt zuvor etwa 12 Milliarden Euro erwartet. Auf Basis der jüngsten Wechselkurse soll der Umsatz sogar zwischen 50 und 51 Milliarden Euro und das bereinigte EBITDA bei rund 13 Milliarden Euro liegen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 18,1 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro, während sich das bereinigte EBITDA um 30 Prozent auf 3,35 Milliarden Euro erhöhte. Unter dem Strich wurde allerdings ein Verlust von 289 Millionen Euro verbucht, nach einem Fehlbetrag von 2,3 Milliarden Euro im Vorjahr.
  • Der Online-Modehändler Zalando hat im zweiten Quartal angesichts von Inflationsdruck, Lieferkettenproblemen und sinkender Nachfrage einen Gewinneinbruch gegenüber dem Vorjahresquartal verbucht. Der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) sich von gut 184 Millionen Euro auf 77,4 Millionen Euro mehr als halbierte. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn von 120,4 Millionen Euro auf 14 Millionen Euro. Allerdings kehrte Zalando damit im Vergleich zum ersten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen zurück. Zalando hatte bereits Ende Juni seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Diese wurde nun bestätigt.
  • Wegen positiver Wechselkurseffekte hat der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA seine Prognose für Umsatz, bereinigtes operatives Ergebnis und Gewinn je Aktie im Gesamtjahr angehoben. Beim Umsatz stellt Merck nun 21,9 bis 23 Milliarden Euro in Aussicht, nachdem zuvor 21,6 bis 22,8 Milliarden Euro erwartet wurde. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) wird nun 0,15 Milliarden Euro höher erwartet in einer Spanne von 6,75 bis 7,25 Milliarden Euro. Die Prognose für den Gewinn je Aktie wurde um 0,25 Euro auf eine Spanne von 9,85 bis 10,75 Euro je Aktie angehoben. Im zweiten Quartal steigerte Merck den Umsatz um 14,3 Prozent auf 5,57 Milliarden Euro, während sich das bereinigte EBITDA um 13,1 Prozent auf 1,782 Milliarden Euro erhöhte. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 17,9 Prozent auf 2,64 Euro. Die Zahlen lagen insgesamt über den Erwartungen.
  • Die Lufthansa rechnet nach schwarzen Zahlen im zweiten Quartal jetzt auch im Gesamtjahr mit einem positiven operativen Ergebnis. Der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) soll 2022 nun mehr als eine halbe Milliarde Euro erreichen, wie die Lufthansa am Donnerstag mitteilte. Die Lufthansa profitiert derzeit von einer hohen Nachfrage nach Flügen, allerdings soll die Flugkapazität im laufenden Sommerquartal wegen der Streichung zahlreicher Flüge nun nur 80 statt 85 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen. Im zweiten Quartal konnte sich der Umsatz auf 8,46 Milliarden Euro vervielfachen, von 3,21 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das bereinigte EBIT verbesserte sich von minus 827 Millionen Euro auf plus 393 Millionen Euro. Der Nettogewinn legte von minus 756 Millionen Euro auf plus 259 Millionen Euro zu.
  • Der japanische Autobauer Toyota hat im zweiten Quartal unter Halbleitermangel und Produktionsunterbrechungen gelitten. Der operative Gewinn brach um 42 Prozent auf 578,7 Milliarden Yen ein. Der Einbruch fiel deutlich stärker als erwartet aus.
  • Die Online-Handelsplattform eBay hat im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht, nachdem das Vorjahresquartal pandemiebedingt noch sehr stark ausgefallen war. Die Erwartungen der Analysten wurden aber übertroffen. Der Umsatz sank im zurückliegenden Quartal um 9 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar, während das bereinigte Quartalsergebnis aus dem fortgeführten Geschäft um 18 Prozent auf 554 Millionen Dollar sank. Allerdings wurden die Analystenschätzungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,99 Dollar, während die Analysten nur mit 0,89 Dollar gerechnet hatten.

Konjunktur & Politik

  • In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche leicht um 6.000 auf 260.000 gestiegen. In der Vorwoche waren nach revidierten Angaben 254.000 Erstanträge verzeichnet worden, nachdem zunächst 256.000 Erstanträge gemeldet worden waren. Die Zahl der fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe erhöhte sich von revidiert 1,368 Millionen auf 1,416 Millionen.
  • Das US-Handelsbilanzdefizit ist im Juni nicht ganz so groß ausgefallen wie erwartet. Die Handelsbilanz schloss mit einem Saldo von minus 79,6 Milliarden Dollar ab, während die Volkswirte mit einem Saldo von minus 80,1 Milliarden Dollar gerechnet hatten, nach revidiert minus 84,9 Milliarden Dollar im Vormonat. Die Exporte legten gegenüber dem Vormonat Mai nominal und saisonbereinigt um 1,7 Prozent auf 260,8 Milliarden Dollar zu, während die Importe um 0,3 Prozent auf 340,4 Milliarden Dollar sanken.
  • Die Bank of England (BoE) hat den Leitzins bei ihrem Zinsentscheid am Donnerstag wie erwartet um 50 Basispunkte (0,5 Prozentpunkte) angehoben. Der Leitzins steigt damit von bisher 1,25 Prozent auf 1,75 Prozent. Für die Zinserhöhung votierten 8 von 9 Mitglieder des geldpolitischen Rates, ein Mitglied stimmte gegen die Anhebung. Die Notenbank kündigte an, dass im September mit dem Verkauf von Staatsanleihen aus der Bilanz begonnen werden soll. Die Inflation dürfte nach Einschätzung der BoE zunächst hoch bleiben, mit der Zeit aber nachlassen. Ab dem vierten Quartal rechnet die BoE mit einer Rezession. Die Geldpolitik befinde sich nicht auf einem vorgegebenen Pfad, hieß es in der Mitteilung zum Zinsentscheid.
  • Die hohe Inflation belastet Kleinstunternehmen und Soloselbständige stark. Das ifo-Geschäftsklima für Kleinstunternehmen fiel im Juli auf ein neues Rekordtief von minus 12,1 Punkten nach minus 1,1 Zählern im Juni, wie das ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Vor allem Einzelhändler leiden unter der hohen Inflation, da einerseits die Einkaufskosten steigen und sich Verbraucher andererseits in Kaufzurückhaltung üben.
  • Europäische Verbraucher rechnen nicht damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die hohe Inflation schnell wieder auf das eigentliche Ziel von zwei Prozent reduzieren kann. Nach der von der EZB durchgeführten "Consumer Expectations Survey" (CES) rechnen die Konsumenten in einem Jahr durchschnittlich mit einer Inflationsrate von 5,0 Prozent und in drei Jahren von 2,8 Prozent. Auf Sicht von einem Jahr rechnen Verbraucher zudem mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent.
  • Der preisbereinigte Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im Juni um 3,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Der Anstieg im Mai wurde von 3,2 Prozent auf 2,5 Prozent leicht nach unten revidiert.
  • Nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen befindet sich der Dienstleistungssektor in Deutschland im Boom. Im Mai 2022 setzte der Servicesektor (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt 20,3 Prozent und nominal sogar 25,1 Prozent mehr um als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Den mit Abstand größten realen Umsatzzuwachs zum Vorjahresmonat verbuchten die Reisebüros und Reiseveranstalter mit einem Plus von 420,4 Prozent.
  • Die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN hat im Taiwan-Konflikte alle Seiten zu äußerster Zurückhaltung aufgerufen. Nach der durch den Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi ausgelösten Zuspitzung riefen die ASEAN-Länder dazu auf, von provokanten Aktionen Abstand zu nehmen, weil sonst "unvorhersehbare Konsequenzen" drohen könnten.
  • Die deutsche Industrie fordert von der Politik mehr Tempo bei der Bekämpfung der Energiekrise. "Es geht jetzt um Entschlossenheit und Schnelligkeit", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, der Nachrichtenagentur dpa. Russwurm kritisierte zudem unnötige Bürokratie, so werde der Brennstoffwechsel in Betrieben weg von Gas hin zu Öl durch durch langwierige Genehmigungsverfahren gebremst.
  • China hat mit Schießübungen in der Taiwanstraße sowie östlich von Taiwan auf den Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi auf dem Inselstaat vor der Küste Chinas reagiert. Die Volksbefreiungsarmee habe zahlreiche Geschosse abgefeuert, hieß es in chinesischen Medienberichten. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und lehnt im Rahmen der sogenannten Ein-China-Politik diplomatische Kontakte zwischen Taiwan und dem Ausland ab. Nach Taiwan hatten sich am Ende des chinesischen Bürgerkriegs die bürgerlichen politischen Kräfte, die den Kommunisten unterlegen waren, zurückgezogen. Taiwan ist eine parlamentarische Demokratie und eine erfolgreiche Marktwirtschaft.
  • Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Juni weniger stark gesunken als erwartet. Gegenüber dem Vormonat wurde saison- und kalenderbereinigt ein Rückgang um 0,4 Prozent verzeichnet, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Volkswirte der Banken hatten mit einem Minus von 0,9 Prozent gerechnet. Maßgeblich für die sinkenden Auftragseingänge im Vormonatsvergleich war der Rückgang der Aufträge aus der Nicht-Eurozone um 4,3 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergab sich ein Anstieg von 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2021, der durch ein sehr hohes Niveau gekennzeichnet war, lag der Auftragseingang im Juni 2022 kalenderbereinigt 9,0 Prozent niedriger.

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