• BioNTech und Pfizer beantragen US-Zulassung für Corona-Impfstoff
    • Eurozone: Verbraucher bleiben verunsichert
    • EU legt Milliarden für Corona-Impfstoff auf den Tisch
    • ifo: Deutsche Unternehmen wegen Corona verunsichert
    • Mnuchin beendet Corona-Hilfsprogramme
    • China kündigt Sanktionen gegen US-Unternehmen an
    • Deutschland: Neuer Rekord bei Corona-Neuinfektionen
    • Merkel: Covid-19-Impfstoff in Europa schon im Dezember?
    • Georgia: Überprüfung bestätigt Bidens
    • Tesla-Rally macht Musk zum drittreichsten Mann der Welt

    DAX

    • Dass BioNTech und der US-Pharmakonzern Pfizer in den USA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt haben, kann die Stimmung an den Aktienmärkten nicht entscheidend heben. Die Profis wissen, dass die Zulassung und breite Verteilung eines Impfstoffs noch viele Monate in Anspruch nehmen dürfte. Womöglich kann man erst in einem dreiviertel Jahr beurteilen, ob man auf einem guten Weg zurück zur Vorkrisen-Normalität ist. Vor diesem Hintergrund warten die Marktteilnehmer auch gespannt auf den Corona-Gipfel von Bund und Ländern am kommenden Mittwoch. Möglicherweise werden weitere Einschränkungen des täglichen Lebens und für die Wirtschaft folgen. Schließlich gehen die Neuinfektionszahlen in Deutschland nicht zurück, sondern steigen sogar weiter an. Und so bleiben die Investoren vorsichtig und suchen weiter nach einer Richtung. Der DAX beendete den Handel am Freitag mit einem Plus von 0,39 Prozent bei 13.137,25 Punkten. Auf Wochensicht beträgt das Plus 0,46 Prozent.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Daimler und sein chinesischer Partner Geely haben sich auf die gemeinsame Entwicklung und Fertigung von Hybridantrieben geeinigt. Die Produktion sei in den Antriebsstrangwerken der beiden Unternehmen in Europa und China vorgesehen, teilten Daimler und Geely am Freitag mit. Der Antrieb könne dann in den Autos der Mercedes-Benz AG und in den Fahrzeugen der Geely Holding, zu der etwa Volvo Cars gehört, eingesetzt werden.
    • Die Mainzer Firma BionTech und ihr US-Partner Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag auf Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff eingereicht. Das teilten die beiden Unternehmen am Freitag gemeinsam mit. Erst diese Woche haben die Unternehmen der Öffentlichkeit berichtet, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 bietet. Das Vakzin funktioniere über alle Altersgruppen und andere demografische Unterschiede hinweg ähnlich gut und zeige praktisch keine ernsten Nebenwirkungen, hatten die Firmen nach Abschluss letzter Analysen mitgeteilt. Die FDA muss den Antrag nun prüfen. Wie lange das dauern könnte, ist noch offen. Es könnte aber noch vor Jahresende ein Ergebnis der Prüfung vorliegen.
    • General Motors will sein Angebot an Elektrofahrzeugen kräftig ausbauen und dafür deutlich mehr Geld als bislang geplant in die Hand nehmen. Bis Ende 2025 solle die Modellpalette in den USA zu 40 % aus batteriebetriebenen Autos bestehen, kündigte CEO Mary Barra an. Weltweit will General Motors bis dahin 30 vollelektrische Modelle anbieten.
    • Um dem Geschäft neuen Schwung zu verleihen, bietet Twitter nun Kurznachrichten, die sich, nach 24 Stunden selbst löschen (‚Fleets‘). Als Grund für die Neuerung gab Twitter an, einige Nutzer hielten die Endgültigkeit ihrer Twitter-Nachrichten ('Tweets') oftmals für unglücklich.
    • Apple setzt die neuen Möglichkeiten für Nutzer, die Datensammlung durch Apps einzuschränken, wie geplant umsetzen. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an Menschenrechtsorganisationen hervor. Durch die Neuerungen sollen Nutzer von Apple-Geräten leichter verhindern können, dass Apps und Werbedienste Informationen über ihr Verhalten über die Grenzen einzelner Anwendungen und Websites hinweg sammeln.
    • Das Krebsmedikament Imfinzi von AstraZeneca darf Patienten in den USA mit einer Vierwochendosis verabreicht werden. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erlaubte die für Erkrankte günstigere Verdopplung des Intervalls, wie der Konzern mitteilte.
    • Otis Worldwide hat besser als erwartet ausgefallene Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht. Der Aufzughersteller wurde im Frühjahr über eine Ausgliederung durch United Technologies an die Börse gebracht. Grund waren Auflagen, die der Mischkonzern für die Übernahme von Raytheon Technologies erfüllen musste. Anschließend benannte sich United dann in Raytheon Technologies um.
    • Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät vom Einsatz des Medikaments Remdesivir von Gilead Sciences bei Covid-19-Erkrankungen ab. Nach eingehender Prüfung sei ein Expertengremium der WHO zu dem Schluss gekommen, dass das Mittel "keinen bedeutenden Einfluss auf die Sterblichkeit oder andere wichtige Wirkungen auf Patienten hat“, schrieb die Fachzeitschrift "British Medical Journal“.
    • Die jüngste Rally der Tesla-Aktie hat Elon Musk zum drittreichsten Mann der Welt befördert. Die Tesla-Aktie erreichte am Donnerstag ein neues Allzeithoch bei 508,50 Dollar, der Börsenwert stieg dadurch auf rund 473 Mrd. Dollar. Vorstandschef Musk besitzt rund 21 Prozent der Tesla-Aktien. Im Milliardärsranking von Bloomberg schob er sich dadurch auf Platz 3, vorbei an Facebook-CEO Zuckerberg. Bloomberg zufolge liegt Musks Vermögen nun bei 123 Mrd. Dollar. Allein in dieser Woche kam es zu einem Plus von rund 20 Mrd. Dollar.
    • Im Wirecard-Untersuchungsausschuss sollte am Donnerstag der frühere Vorstandschef Markus Braun im Bundestag die Fragen der Abgeordneten beantworten. Doch das Ergebnis ist ernüchternd: Statt die Parlamentarier mit Informationen zu bedienen, hat Braun auf nahezu jede Frage mit seinem Recht auf Aussageverweigerung reagiert. Ziel des U-Ausschusses ist es, aufzuklären, welche Versäumnisse es bei BaFin und Bundesregierung gab. Braun nahm die Behörden, die ihn bis zum Ende gewähren ließen, in Schutz. Für ihn sei „nicht nachvollziehbar“, wieso man den Aufsehern Vorwürfe mache.
    • In China sollen bereits 1 Mio. Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden sein, wie der Pharmakonzern Sinopharm über den Nachrichtendienst Wechat verbreitete. Firmenchef Liu Jingzhen sagte demnach in einem Interview, es habe dabei keine Berichte von schwerwiegenden Nebenwirkungen gegeben, "nur wenige haben leichte Symptome".
    • Der Modehändler und Plattform-Anbieter Zalando will im kommenden Jahr beim Wachstum einen Gang höher schalten. Darauf sei man vorbereitet, sagte Finanzchef David Schröder auf einer Konferenz von Morgan Stanley. Bereits jetzt bieten etwa 2.000 Läden ihre Waren über die Zalando-Website an. Diese Zahl will Zalando im kommenden Jahr verdreifachen. Schröder zufolge soll dies dem Unternehmen auch dabei helfen, schneller auf Trends reagieren zu können.
    • Der Mobilfunkanbieter Freenet setzt den Sonderertrag aus dem Verkauf seiner Anteile an der Schweizer Sunrise wie angekündigt dazu ein, um Schulden abzutragen. Das Darlehen zur Finanzierung des 2016 erworbenen Aktienpakets an Sunrise in Höhe von 610 Mio. Euro werde heute getilgt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Durch den Verkauf der rund elf Millionen Sunrise-Aktien sind Freenet jüngst 1,1 Mrd. Euro zugeflossen.
    • Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re bestätigte am Freitag vor dem Investorentag seine Finanzziele. „Wir sind für die Zukunft aller unserer Geschäftsbereiche zuversichtlich, denn die zugrunde liegende Ertragskraft der Gruppe entwickelt sich positiv", erklärte Konzernchef Christian Mumenthaler vor dem Onlinetreffen mit den Investoren mit. Die Swiss Re will über den Versicherungszyklus mit der Eigenkapitalrendite den risikofreien Zinssatz zehnjähriger US-Staatsanleihen um mindestens sieben Prozentpunkte übertreffen und das ökonomische Eigenkapital je Aktie jährlich um 10 Prozent steigern.
    • Mit Wirkung zum 1. Juli 2021 wurde Gunnar Glöckner als Finanzvorstand in den Vorstand der PSI Software berufen. Er folgt Harald Fuchs. Wie die Gesellschaft bereits am 31. Juli 2020 bekanntgegeben hat, scheidet dieser mit Ende seines Vertrages zum 30. Juni 2021 aus.

    Politik & Konjunktur

    • Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus zeichnet sich eine Verlängerung des Teil-Lockdowns ab. Wie "Business Insider" unter Berufung auf Länderkreise berichtet, könnten die seit Anfang November geltenden Maßnahmen bis zum 20. Dezember verlängert werden. Weihnachten will Kanzlerin Angela Merkel laut „Bild"-Zeitung den Menschen „wieder ein gewisses Maß an Freiheit geben". Der Jahreswechsel hingegen werde Bund und Länder vor „sehr, sehr schwierige Entscheidungen" stellen. Entsprechend soll Merkel bereits längerfristige Corona-Beschlüsse ins Auge fassen, berichtet die „Bild". Demnach soll bereits kommende Woche eine Strategie für den Winter beschlossen werden, perspektivisch bis Januar. Am nächsten Mittwoch wollen die Länderchefs zusammen mit Merkel in einer Schalte über das weitere Vorgehen entscheiden.
    • In den USA ist ein Konflikt zwischen Notenbank und Finanzministerium über die Verwendung von Corona-Hilfsgeldern entbrannt. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte angekündigt, dass ein Programm, mit dem die Regierung der Fed Gelder für Hilfen zur Verfügung gestellt hatte, zum Jahresende auslaufen werde. Die Fed muss demnach 455 Mrd. Dollar an die Regierung zurückzahlen. Diese Entscheidung wurde von Charles Evans, dem Chef der regionalen Chicago Federal Reserve Bank, scharf kritisiert. Mnuchin betonte hingegen, es sei immer klar gewesen, dass das Programm zum Jahresende auslaufen werde. In der US-Regierung herrscht offenbar auch Unmut darüber, dass viele von der Fed zur Verfügung gestellten Rettungsgelder bisher überhaupt nicht abgerufen wurden. Mnuchin sagte, dass das Finanzministerium noch 800 Mrd. Dollar an freien Kapazitäten für Hilfen habe. Demokraten und Republikaner können sich im Kongress bereits seit Monaten nicht auf ein neues Hilfspaket einigen.
    • Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone ist im November gesunken. Der entsprechende Indikator fiel um 2,1 auf minus 17,6 Zähler, wie die EU-Kommission am Freitag mitteilte. Der Indikator liegt weiter unter dem Stand von vor der Corona-Krise.
    • US-Präsident Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping haben per Video am Asien-Pazifik-Gipfel teilgenommen. Das Verhältnis zwischen den USA und China ist so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht. Ob es zu einem direkten Austausch zwischen dem amtierenden US-Präsidenten und dem chinesischen Staats- und Parteichef geben wird, ist noch unklar.
    • Mehrere demokratische US-Abgeordnete haben eine Stellungnahme der Chefin der Behörde GSA gefordert, die die Übergabe der Amtsgeschäfte an den gewählten US-Präsidenten Joe Biden bislang verweigert. QIhr Vorgehen, das zu einer Blockade des gesetzlich vorgeschriebenen Übergangs führt, hat schwerwiegende Folgen", schrieben die Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus an die von Präsident Trump ernannte Behördenleiterin Emily Murphy. Eine Vorladung zu einer öffentlichen Anhörung schlossen sie nicht aus.
    • Der US-Immunologe Anthony Fauci hat Bedenken zurückgewiesen, wonach die Entwicklung der Corona-Impfstoffe zulasten der Verträglichkeit und Wirksamkeit beschleunigt worden sein soll. Auch die wissenschaftliche Integrität sei nicht beeinträchtigt worden. Die Daten der Studien zu den Impfstoffen seien von unabhängigen Experten beurteilt worden, die niemandem etwas schuldeten, auch „nicht der Regierung", sagte er.
    • Auf dem gestrigen EU-Gipfel kam es zwischen der Europäischen Union sowie Polen und Ungarn im Haushaltsstreit zu keiner Einigung. Der Konflikt wirkt festgefahren. Ungarn und Polen hatten ihr Veto gegen einen zentralen Haushaltsbeschluss eingelegt. Sie stoßen sich an einer neuen Klausel zur Kürzung von Geldern bei bestimmten Rechtsstaatsverstößen in den Empfängerländern. Mit ihrem Nein ist das gesamte Haushaltspaket inkl. der Corona-Hilfen für die nächsten sieben Jahre vorerst blockiert. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung könnte die EU den Corona-Fonds auch ohne Polen und Ungarn verabschieden. Der EU-Vertag bietet dafür den Ausweg der sog. verstärkten Zusammenarbeit einzelner Mitglieder. Einzelprojekte, die nicht von allen EU-Staaten mitgetragen werden, könnten damit in kleinerem Kreis allein vorangetrieben werden. Es bräuchte dafür nur die „Autorisierung“ des Ministerrats. Ungarns Regierungschef Orban rechnet derweil mit einer Einigung im EU-Haushaltsstreit. Man sei weiterhin im Gespräch, und am Ende werde letztlich eine Einigung stehen, sagte er im ungarischen Radio. Es gebe mehrere Möglichkeiten, den gegenwärtigen Stillstand zu überwinden.
    • Die Europäische Union will Reuters-Informationen zufolge für Hunderte Mio. Dosen der Corona-Impfstoffe von Pfizer und BioNTech sowie von CureVac rund 9 Mrd. Euro anbieten. Die EU wolle im Fall einer behördlichen Zulassung 15,50 Euro je Dosis für das Pfizer/BioNTech-Mittel zahlen, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur.
    • China will laut Präsident Xi Jinping den Import höherwertiger Güter steigern. „Wir werden die Zölle und die behördlichen Kosten weiter senken und die Importe von hochwertigen Produkten und Dienstleistungen aus allen Ländern ausweiten", kündigte Xi in einer Videokonferenz an. Die Volksrepublik strebe ein qualitativ hochwertigeres Wachstum an.
    • EZB-Präsidentin Christine Lagarde drückt beim Thema Vereinheitlichung von Finanz- und Kapitalmärkten in Europa aufs Tempo. „Wenn wir wollen, dass nach der Pandemie neue, innovative Unternehmen entstehen, müssen die Regierungen Hindernisse für sie beseitigen", mahnte die Französin bei einem Bankenkongress. In der Welt nach der Pandemie sei der Abschluss der Kapitalmarktunion kein Kann, sondern ein Muss.
    • Nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist für die Kurzarbeit in der Corona-Krise in 2020 ein Betrag von rund 18 Mrd. Euro aufgelaufen. Das Instrument sei „sehr, sehr teuer", sagte der SPD-Politiker im Bundestag. Laut dem Branchenverband Dehoga schützt das Kurzarbeitergeld aber viele Beschäftigte in Hotels und Gaststätten vor der Entlassung. „Ohne das Kurzarbeitergeld wäre die Zahl der Arbeitslosen in der Branche in die Höhe geschossen", teilte Dehoga-Geschäftsführerin Sandra Warden am Freitag mit. Mit Erleichterungen für den Bezug des Geldes habe die Politik die richtigen Weichen gestellt. Nach der Corona-Pandemie werde die Branche die bewährten Fach- und Arbeitskräfte wieder dringend benötigen.
    • Die Exporte der deutschen Elektroindustrie lagen im September mit 18,1 Mrd. Euro nur noch um 0,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats, wie der Branchenverband ZVEI berichtete. Im Zeitraum Januar bis September verringerten sich die Ausfuhren um 7,5 9 Prozent auf 147,3 Mrd. Euro.
    • Laut einer aktuellen Umfrage der Deutschen Bank verzeichnen 24 Prozent der Menschen in Deutschland die Corona-Krise deutliche Einbußen beim Haushaltsnettoeinkommen. Im Schnitt hätten sie 400 Euro weniger zur Verfügung als vor der Pandemie. Insgesamt sehen sich die Hälfte der Geringverdiener (51 Prozent) „am finanziellen Existenzminimum".
    • In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) per Freitagmorgen 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das ist ein neuer Höchststand. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 879.564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 260 auf insgesamt 13.630.
    • Die Verbraucherpreise in Japan sind im Oktober so stark gefallen wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. In der Kernrate ohne Lebensmittel- und Energiepreise fiel die Teuerungsrate um 0,7 Prozent zum Vorjahr, wie die Regierung mitteilte. Einen solchen starken Rückgang gab es zuletzt März 2011.
    • Deutschen Unternehmen fällt es schwer mitten in der Coronakrise einen Ausblick über ihre künftigen Geschäfte zu geben. Das ifo Institut hat einen Index entwickelt, der diese Unsicherheit messen und erfassen soll. „Auf einer Skala von null bis 100 betrug der Wert im Oktober 64,3. Das ist niedriger als im April mit dem Corona-Höhepunkt von 73,8, aber noch deutlich höher als im Februar, als die ifo Geschäftsunsicherheit bei 55 lag“, sagt der Leiter der ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe. Im Zeitraum seit April 2019 lief die neue ifo Geschäftsunsicherheit größtenteils gegenläufig zum ifo Geschäftsklima.
    • Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland waren im Oktober um 0,7 Prozent niedriger als im gleichen Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auf Monatssicht stiegen die Erzeugerpreise jedoch geringfügig um 0,1 Prozent.
    • Ende vergangener Woche hatte in den USA noch die Hoffnung vorgeherrscht, ein weiteres Corona-Hilfspaket zur Stützung der Wirtschaft könnte noch zeitnah verabschiedet werden. Diese Zuversicht wich inzwischen der Ernüchterung. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und US-Finanzminister Steven Mnuchin haben ihre dahingehenden Verhandlungen ergebnislos abgebrochen. Sie beschuldigten sich nun gegenseitig, im Nachhinein „die Verhandlungsregeln geändert zu haben". In der Nacht sorgte Finanzminister Mnuchin für weiteren Gesprächsstoff. Er lässt zum Jahresende Finanzhilfen auslaufen, die im Frühjahr wegen der Coronakrise beschlossen wurden. Die US-Notenbank protestierte. Die Gelder müssten weiterhin bereitstehen, um der schwächelnden US-Konjunktur zu helfen. Es geht um rund 450 Mrd. Dollar, die von der Fed verwaltet werden, aber nur teilweise abgerufen werden.
    • Die chinesische Regierung verkündete nach dem Verkauf neuer US-Waffen an Taiwan Sanktionen. „Wir werden Strafmaßnahmen gegen US-Unternehmen verhängen, die an den Waffenverkäufen beteiligt sind", sagte Zhao Lijian, ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums. China habe wiederholt darauf hingewiesen, dass die Waffenverkäufe an Taiwan das Ein-China-Prinzip ernsthaft untergrüben, kritisierte er.
    • Joe Biden ist bei einer manuellen Nach-Überprüfung als Sieger der US-Präsidentenwahl im Bundesstaat Georgia bestätigt worden. Sein Vorsprung vor Amtsinhaber Trump beträgt 12.284 Stimmen, sagte Staatssekretär Brad Raffensperger. In der Erstauszählung waren es 14.000 Stimmen. Dabei wurde bekannt, dass mehrere tausend ausgezählte Stimmen nicht einberechnet werden konnten. Laut Raffensperger gebe es aber keine Anzeichen für Wahlbetrug. Wegen des geringen Abstands kann Trump dennoch weiterhin eine Neuauszählung beantragen.
    • Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt, dass vielleicht schon im Dezember die ersten Corona-Impfstoffe in Europa zugelassen werden, oder zumindest „sehr schnell nach der Jahreswende“. „Und dann wird das Impfen natürlich beginnen“, sagte sie am Donnerstag nach einem EU-Videogipfel. Die Nachrichten der letzten Tage würden „sehr zuversichtlich stimmen“. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen erläuterte, dass die Impfstoffe der Firmen BioNTec und Pfizer sowie von Moderna bereits in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung bekommen könnten, wenn alles problemlos weitergehe. Das habe die Europäische Arzneimittel-Agentur mitgeteilt.

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