Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Sorgen über China sowie Gewinnmitnahmen spekulativer Finanzanleger führten gestern bei den meisten Industriemetallen zu einem spürbaren Preisrückgang. Kupfer fiel zeitweise um 4,5 Prozent auf ein Zweimonatstief von rund 6.500 US-Dollar je Tonne. Nickel gab noch etwas stärker nach und notierte bei 10.800 US-Dollar je Tonne ebenfalls auf einem Zweimonatstief, wie die Analysten der Commerzbank im aktuellen „Tagesinfo Rohstoffe“ schreiben.

    Beide Metalle hätten gestern die charttechnisch wichtige 100-Tage-Linie unterschritten, was zu technischen Anschlussverkäufen geführt und die Preiskorrektur noch verstärkt habe. Der Preisrückgang setze sich heute Morgen fort, wozu auch die schwachen asiatischen Aktienmärkte beitrügen. Diesmal seien es Zink und Blei, die am stärksten nachgäben. Wie schon Kupfer und Nickel gestern rutsche Zink heute Morgen unter die 100-Tage-Linie, was den Preisrückgang beschleunigen könnte. An der SHFE in Shanghai würden heute die Verluste der Metalle in London nachvollzogen, heißt es weiter.

    „In Chile hat sich die Kupferproduktion mittlerweile vollständig von den streikbedingten Ausfällen im Februar und März erholt. Daten des nationalen Statistikinstituts INE zufolge wurden im Oktober rund 513.000 Tonnen Kupfer produziert, 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies war zugleich die bislang höchste Menge in einem Monat in diesem Jahr. Kumuliert seit Jahresbeginn betrachtet wird der Rückstand zum Vorjahr zwar seit Monaten verringert, dürfte aber bis zum Jahresende nicht mehr komplett wettgemacht werden“, so die Commerzbank-Analysten.