Stuttgart/ Peking (Godmode-Trader.de) - Nach zuletzt positiven Konjunkturnachrichten aus China sorgten die in der vergangenen Woche veröffentlichten Außenhandelsdaten für eine massive Enttäuschung. So sind die Exporte im September gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent (in US-Dollar) eingebrochen. Die Importe sanken um 1,9 Prozent. Die Basismetallmärkte reagierten auf die Daten, die erneut Fragen nach der Stabilität des chinesischen Wirtschaftswachstums aufwarfen, mit Preisabschlägen.

    Kupfer handelt am Montag bei der Marke von 4.670 US-Dollar je Tonne, nach einem Stand von knapp über 4.825 US-Dollar je Tonne vor Veröffentlichung der China-Daten Mitte vergangener Woche. Die Kupferimporte Chinas sind im September auf das niedrigste Niveau seit einem Jahr gesunken. „Gänzlich überraschend kommt diese Entwicklung nach den stark angestiegenen Kupfereinfuhren in der ersten Jahreshälfte jedoch nicht“, kommentierte LBBW-Analyst Achim Wittmann.

    Für eine tendenziell verbesserte Wirtschaftslage in China spricht die bekanntgegebene Entwicklung der Erzeugerpreise. Wie das Nationale Statistikbüro letzten Freitag veröffentlichte, sind in China die Produzentenpreise im September erstmals seit Anfang 2012 wieder gestiegen, uns zwar um 0,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Auch die Verbraucherpreise zogen stärker an als erwartet. Etwas mehr Klarheit über das nach diesen Daten eher etwas diffuse Bild der chinesischen Wirtschaft sollte es im Verlauf dieser Woche geben. Dann wird über die Industrieproduktion, die Anlageinvestitionen, Einzelhandelsumsätze und das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal berichtet. Sollte dies wie bereits von Premierminister Li Keqiang angedeutet positiv ausfallen, dürfte dies laut Commerzbank-Analysten den Metallpreisen Auftrieb geben.