Mexiko Stadt / Washington (Godmode-Trader.de) - Die internationale Handelspolitik der USA wird seit dem Amtsantritt von Donald Trump zum Präsidenten komplett umgemodelt. Die Partner zeigen sich verstört, nachdem Trump sich aus internationalen Freihandelsabkommen zurückzog oder Strafzölle auf US-Importe einführte. Auch seine direkten Nachbarn Kanada und Mexiko hat Trump gegen sich aufgebracht, da er die USA durch das bisherige Nordamerikanische Freihandelsabkommens Nafta benachteiligt sieht und mit einem Ausstieg drohte.

    Seit Monaten verhandeln nun schon die drei Länder, um sich auf eine Reform zu einigen, doch von Fortschritten in Teilbereichen abgesehen, steht das Gesamtwerk nach wie vor auf tönernen Füßen. Frischen Optimismus versprühte nun der künftige mexikanische Staatschefs Andres Manuel Lopez Obrador. Seinen Worten zufolge könnte es bereits in den kommenden Tagen bei den Neuverhandlungen des Nafta-Abkommens zu einer Übereinkunft kommen.

    Obrador sagte dies nur wenige Tage, nachdem Mexiko und die USA intensivere Verhandlungen angekündigt hatten. Trump bot Mexiko am 25. Juli eine zeitnahe Neuauflage von Nafta an. In einem Schreiben an Obrador erklärte er, ein rasches Ergebnis würde schnell zu mehr Jobs in beiden Ländern führen.

    Obrador will die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas grundlegend verändern. Unter anderem hat er angekündigt, eine Reihe von Strukturreformen zurückzunehmen, gegen Korruption vorzugehen und die Armut zu bekämpfen. Im Kampf gegen das organisierte Verbrechen hat er eine Amnestie für Drogenhändler ins Spiel gebracht. Auch die künftige Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarländern ist für den neuen mexikanischen Präsidenten ein wichtiger Baustein.