Mit dem Artikel “Einfaches Geld” habe ich vor einigen Wochen beschrieben, wie sogenannte “Micro Shipper” die grassierenden Infrastrukturprobleme im Permian Basin für sich nutzen, um mittels einem fast todsicheren Trade Geld zu machen.

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    Das Stichwort hier an dieser Stelle ist “fast”, denn wie befürchtet hat dieser Handel genau dann aufgehört zu funktionieren als er publik wurde - eingefleischte Trader kennen das Prinzip.

    Wie aus dem beigefügte Chart ersichtlich ist, wird Erdöl in Midland mittlerweile um 16 Dollar billiger verkauft wie der WTI-Benchmark, da die dringend nötige Pipeline-Infrastruktur trotz massiver Investitionen einfach nicht schnell genug an den Start kommt, um mit dem explosiv steigenden Output in Texas mitzuhalten.

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    Die Erdölproduktion im Permian Basin wird bis 2020 auf mindestens 5,3 Mio bpd steigen, was die aktuelle Pipeline-Kapazität von nur rund 3 Mio bpd vollständig zum Kollabieren bringen würde.

    Gegenwärtig wird deshalb die texanische Einöde mit einem riesigen Netzwerk an neuen Pipelines überzogen, welches ab 2019 das Defizit hoffentlich schrittweise beheben wird. Bis dahin wird der Midland /WTI-Spread wahrscheinlich weiter im tief negativen Bereich verharren.

    Ausblick: In einem zukünftigen Rohstoff-Artikel werde ich vielleicht auch bald den nächsten Flaschenhals beschreiben, der enstehend wird sobald die Flut an texanischem Öl sich in die Pipelines entladen wird.