• ISM-Einkaufsmanagerindex sinkt stärker als erwartet
    • EZB will Krisenprogramm verlängern
    • Zoom wächst stark, aber nicht stark genug
    • Brexit-Pakt noch diese Woche?
    • OECD: Ausblick für 2021 trübt sich ein
    • Markit: Anhaltend starkes Wachstum der Euro-Industrie im November
    • BA: Zahl der Arbeitslosen im November gesunken
    • Gesundheitsminister Spahn will erste Impfungen im Januar
    • Inflation im Euroraum bleibt negativ
    • ifo: Coronakrise bedroht Existenz von 15 % der deutschen Firmen
    • US-Wahl: Weiterer Rückschlag für Trump
    • Rettungsfonds ESM: Euro-Finanzminister für Reform
    • Moderna beantragt EU-Zulassung für Covid-Impfstoff
    • Auch BioNTech beantragt europäische Zulassung

    DAX

    • Nach dem leichten Rücksetzer zu Wochenbeginn herrscht am deutschen Aktienmarkt am heutigen Dienstag dank guter Stimmungsdaten aus der chinesischen Industrie wieder Kaufstimmung. Der DAX legte um 0,69 Prozent auf 13.382,30 Punkte zu. Moderna beantragte als zweites Unternehmen die Notfallzulassung in den USA und als erstes eine für die EU. BioNTech/Pfizer haben das für Europa ebenfalls vollzogen und auch in den USA schon den Antrag gestellt. Nach einer möglichen behördlichen Freigabe soll es unverzüglich mit dem Impfen losgehen. Diese Aussichten haben schon den November zum besten Börsenmonat seit Jahrzehnten gemacht und sorgen weiter für gute Stimmung. In den USA konnten S&P 500 und Nasdaq-100 am Dienstag auf neue Rekordstände steigen.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital um bis zu 10.668.068 Aktien angekündigt. Im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens ("Accelerated Bookbuilding") werden die neuen Aktien ausschließlich institutionellen Anlegern im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung zum Erwerb angeboten. Der Platzierungspreis und die Anzahl der auszugebenden Aktien werden unmittelbar nach dem Bookbuilding festgelegt. Acciona S.A., Ankeraktionärin der Nordex SE, unterstützt die Kapitalerhöhung und hat signalisiert, sich daran voraussichtlich mit einer wesentlichen Order zu beteiligen. Die Mittel sollten zur Unterstützung des Wachstums, zur Stärkung der Bilanz und für allgemeine Geschäftszwecke eingesetzt werden, erläuterte das Unternehmen.
    • Der Online-Reifenhändler Delticom hat seine Ergebnisprognose erneut angehoben und rechnet nun mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 14 bis 17 Milliarden Euro, nachdem zuvor nur fünf bis acht Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden waren. Das Unternehmen geht auch davon aus, bereits im aktuellen Jahr und damit bereits ein Jahr früher als geplant ein positives Konzernergebnis erreichen zu können. Hinsichtlich des Umsatzes im Gesamtjahr wird gemäß aktueller Planung unverändert eine Erreichung des unteren Endes des Prognosekorridors von 550 bis 570 Millionen Euro als erzielbar angesehen, so Delticom.
    • Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re rechnet nur noch mit einem kleinen Gewinn im laufenden vierten Quartal. Somit steht fest: in diesem Jahr kommt es zu einem Gewinneinbruch um mehr als die Hälfte. Für 2021 gibt sich der Konzern aber optimistisch. Demnach erwartet die Munich Re einen Konzerngewinn von 1,2 Mrd. Euro für das Jahr 2020. Im Vorjahr hatte der Konzern noch gut 2,7 Mrd. Euro erzielt. Für 2021 rechnet die Munich Re trotz weiterer erwarteter Covid-19-Schäden mit einem Gewinn von 2,8 Mrd. Euro.
    • Daimler verkauft seine Ideenschmiede Lab1886. Der Großteil wird mitsamt der Projekte geht an eine Investmentgesellschaft, die dem IT-Unternehmer und Hauptaktionär des Stuttgarter IT-Dienstleisters GFT, Ulrich Dietz, gehört, wie Daimler am Dienstag mitteilte. Der Autobauer bleibt nur noch mit zehn Prozent an der neuen Firma 1886Ventures beteiligt.
    • Der US-Videokonferenz-Dienst Zoom ist im vergangenen Quartal zwar weiter stark gewachsen, hat die Markterwartungen aber enttäuscht. Der Umsatz sprang auf Jahressicht von 166,6 auf gut 777 Mio. Dollar hoch. Der Gewinn in dem Ende Oktober abgeschlossenen dritten Quartal schoss sogar von 2,2 Mio. auf 198,4 Mio. Dollar nach oben. Die Zahl der Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern stieg auf 433.700, das waren fast sechs Mal mehr als vor einem Jahr.
    • Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer haben am Montag die Unterlagen für eine bedingte Marktzulassung des eigenen Corona-Impfstoffs BNT162b2 bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA eingereicht. Dies teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit. Zuvor hatte den Schritt bereits der US-Wettbewerber Moderna vollzogen. Falls die EMA zu dem Schluss komme, dass die Vorteile des Impfstoffs zum Schutz vor einer Erkrankung mit Covid-19 mögliche Risiken überwiegen, werde die Behörde die Erteilung einer bedingten Marktzulassung empfehlen. Dann könne der Impfstoff schon vor Ende des Jahres in Europa ermöglicht werden, hieß es in der Mitteilung weiter. Die EMA selbst hat angekündigt, bis spätestens 29. Dezember über Zulassungsempfehlung für den Corona-Impfstoff von BioNTech entscheiden.
    • Die Streitigkeiten zwischen Volkswagen und seinem ehemaligen Zulieferer Prevent gehen in die nächste Runde. Ein Volkswagen-Sprecher bestätigte am Dienstag, dass Prevent zu Wochenbeginn eine neue Klageschrift bei einem Gericht in Detroit (Michigan) eingereicht habe. Die bosnische Unternehmensgruppe beschuldigt darin u. a. Volkswagen, den Kernmarken-Chef Ralf Brandstätter und die Sitzehersteller Adient und Lear wettbewerbswidrigen Verhaltens, um Prevent vom Markt der Sitzbezüge für Autos auszuschließen. Volkswagen wies die Anschuldigungen zurück.
    • Der Frankfurter Flughafen Fraport nimmt erneut die Landebahn Nordwest außer Betrieb. Die Bahn werde ab dem 14. Dezember vorübergehend nicht benötigt und könne wie bereits im Frühjahr als Abstellfläche für stillgelegte Flugzeuge genutzt werden, teilte der Betreiber am Dienstag mit. Die übrigen drei Frankfurter Bahnen bleiben trotz des schwachen Flugverkehrs im Betrieb.
    • Der US-Pharmakonzern Moderna hat wie angekündigt als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA beantragt. Parallel dazu wurde auch ein Antrag auf Notfall-Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht. Das bestätigte die Behörde auf Twitter.
    • Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer kann sich mit dem Verkauf von Aktien des US-Tiermedizinspezialisten Elanco finanziell etwas Luft verschaffen. Die Leverkusener platzieren 54,5 Mio. Papiere zu je 30,25 US-Dollar und erzielen damit einen Bruttoerlös von 1,65 Mrd. Dollar. Zudem hat Bayer angekündigt, dass in den kommenden 30 Tagen weitere knapp 8,2 Mio. Aktien losgeschlagen werden könnten. Bayer hatte mit dem Verkauf der eigenen Tiermedizinsparte an Elanco Anfang August neben 5,2 Mrd. Dollar in bar auch 72,9 Mio. Aktien von Elanco erhalten (Anteil von 15,5 %). Negativ macht Bayer bei der Aufarbeitung von juristischen Baustellen von sich reden. Eine im Juni im Rahmen eines großen Vergleichspakets mit US-Klägern vereinbarte Einigung wegen angeblich mit der Chemikalie PCB verseuchten Gewässern wurde vom zuständigen Bundesbezirksgericht in Los Angeles zurückgewiesen. Das bestätigte ein Konzernsprecher. Der zuständige Richter kritisierte, dass die vereinbarten Entschädigungszahlungen „bescheiden“ und die Bestimmungen bei künftigen Haftungsfragen „vage" seien. Bayer will den Vergleichsvorschlag nun überarbeiten.
    • Die Allianz will das allgemeine Assekuranzgeschäft der australischen Bank Westpac übernehmen. Dies berichtet die australische Wirtschaftszeitung "Financial Review“ unter Bezug auf Insider am Dienstag. Die Sparte werde dabei mit 500 Mio. australischen Dollar (rund 300 Mio Euro) bewertet.
    • Der Pharmakonzern Roche hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Notfallzulassung für seinen Sars-CoV-2-Antikörper-Test erhalten, wie der Konzern am Montagabend mitteilte. Die Behörde befand, dass der Test von Roche bei der Diagnose einer kürzlich erfolgten oder früheren Infektion mit Sars-CoV-2 wirksam sei.
    • Der Ferienflieger Condor lässt die drohende Insolvenz hinter sich und verlässt nach erfolgreicher Sanierung das Schutzschirmverfahren, wie Unternehmen und der Sachwalter Lucas Flöther am Dienstag mitteilten. „Condor ist nach der erfolgreichen Restrukturierung deutlich schlanker und effizienter aufgestellt. Die Fluggesellschaft steht heute somit in der Pole Position, sobald der Tourismus wieder anläuft", erklärte Flöther in einer Mitteilung.
    • Der Personaldienstleister Adecco hat unter der Devise "Future@Work" neue Mittelfristziele aufgestellt. Für den nächsten Strategiezyklus, der 2021 beginnt, werden nun mit der Kernmarke Adecco Marktanteilsgewinne und steigende Margen angepeilt, wie es in der Mitteilung heißt. Zudem will der Konzern im Bereich "Talent Solutions" sowie bei der Technologietochter "Modis", die beide schnelleres Wachstum und höhere Margen versprechen, verstärkte Investitionen tätigen.
    • Das Unternehmen KION Battery Systems, ein Joint Venture der KION Group und der BMZ Holding, hat die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für Flurförderzeuge aufgenommen. Der Intralogistik-Anbieter und der Batterie-Hersteller hatten im Sommer 2019 eine strategische Partnerschaft und den Aufbau einer eigenen Produktionsstätte angekündigt.

    Politik & Konjunktur

    • Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA ist im November stärker als erwartet gesunken. Der Index verringerte sich von 59,3 Punkten im Vormonat auf 57,5 Zähler im November. Erwartet wurde ein etwas weniger starker Rückgang auf 57,9 Punkte.
    • EZB-Direktorin Isabel Schnabel hat sich für eine zwölfmonatige Verlängerung des Krisen-Anleihekaufprogramms zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie ausgesprochen. Dies sei eine der Optionen, die geprüft würden, sagte sie in einem Interview mit Bloomberg. Die nächste Zinssitzung der Europäischen Zentralbank steht am 10. Dezember an.
    • Die Industrieländervereinigung OECD zeigt sich mit Blick auf das globale Wachstum im kommenden Jahr nicht mehr ganz so optimistisch wie noch zuletzt. Die Weltwirtschaft dürfte nach einer starken Schrumpfung 2020 im neuen Jahr um 4,2 Prozent wachsen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in einer Konjunkturprognose mit. Noch Mitte September hat die OECD für das kommende Jahr einen Wiederanstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 5,0 Prozent prognostiziert. „Zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie gibt es nun Hoffnung auf eine bessere Zukunft", sagte OECD-Chefökonomin Laurence Boone mit Blick auf die erwarteten Corona-Impfstoffe. „Das Schlimmste wurde vermieden(...)", erklärte sie weiter - denn ohne enorme öffentliche Hilfen würde die wirtschaftliche und soziale Lage schlechter aussehen. Viele Staaten hatten in der Krise die Geldhähne geöffnet, um Unternehmen und Bürgern zu helfen. Steigende Defizite sind vielerorts die Folge.
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Die Zahl der registrierten Arbeitslosen in Deutschland ist trotz verschärfter Corona-Maßnahmen im November gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren 2,69 Mio. Menschen als erwerbslos gemeldet. Das sind 61.000 weniger als im Oktober, aber 519.000 mehr als vor einem Jahr. Die Quote liegt jetzt bei 5,9 Prozent. Die Zahl der Kurzarbeiter war im September weiter gesunken. In dem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für 2,22 Mio. Menschen konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Aktuellere Daten zur tatsächlichen Kurzarbeit liegen noch nicht vor. Im August waren es noch 2,55 Mio. Menschen in Kurzarbeit. 

    • Mit 53,8 Punkten gab der finale IHS Markit Eurozone Einkaufsmanagerindex im November im Vergleich zum Vormonat zwar um einen Punkt nach, die Vorabschätzung wurde jedoch um 0,2 Zähler übertroffen. Der Eurozone-Industriesektor ist damit den fünften Monat in Folge gewachsen, und die Steigerungsrate blieb ein weiteres Mal deutlich über dem Langzeit-Durchschnittswert, wie das Institut IHS Markit am Dienstag zu seinen PMI-Daten mitteilte. „Die Eurozone-Industrieunternehmen steigerten ihre Produktion auch im November ganz ordentlich“, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson. „Obwohl sich die Steigerungsrate gegenüber dem 32-Monatshoch von Oktober wegen der neuen Lockdown-Beschränkungen abschwächte, sollte das anhaltende Produktionswachstum die Auswirkungen des Lockdowns auf die Wirtschaft abmildern, von denen der Servicesektor stark betroffen ist“. Laut Williamson deuten auch die Novemberdaten darauf hin, dass die Eurozone im vierten Quartal nicht im gleichen Ausmaß schrumpfen wird wie im zweiten Quartal.
    • Die Inflationsrate im Euroraum betrug im November minus 0,3 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Das ist die gleiche Rate wie im Vormonat. Hauptverantwortlich für den Preisrückgang sind die stark fallenden Energiepreise. Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Diese Rate hat sie seit langem nicht mehr nachhaltig erreicht.
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Der irische Premier Micheál Martin hält eine Einigung auf einen Brexit-Handelspakt bis Ende der Woche noch für möglich. Das „Endspiel“ zwischen Großbritannien und der Europäischen Union sei nun erreicht, sagte Martin der "Irish Times". Er sei hoffnungsvoll, dass man sich auf einen Deal einige. Ähnlich optimistisch hatte sich Martin allerdings auch schon vor etwa einer Woche geäußert. Vor allem um drei Streitpunkte geht es: faire Wettbewerbsbedingungen, Fischereirechte und Instrumente gegen Verletzung des künftigen Abkommens.
    • Die Zahl der in der Corona-Pandemie überforderten Gesundheitsämter steigt weiter. 60 der bundesweit 400 Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) bis Montag Engpässe gemeldet, wie RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher der „Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte.
    • Der vom Wirtschaftsmagazin Caixin und IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie in China ist im November auf 54,9 Punkte nach 53,6 Zählern im Vormonat angestiegen. Dies sei der höchste Wert seit fast zehn Jahren, teilte das Wirtschaftsmagazin mit. Volkswirte hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet. Bereits am Montag hatte die Regierung ihren Einkaufsmanagerindex für die Industrie vorgelegt, auch dieser Indikator fiel besser aus, als Experten erwartet hatten.
    • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in der Corona-Pandemie das Ziel ausgegeben, im Januar die ersten Impfungen durchzuführen. „Unsere Ambition ist es, dass bereits im Januar die ersten Risikogruppen und Pflegebeschäftigen geimpft sind", sagte Spahn am Dienstag im Deutschlandfunk. Dass Alte und Vorerkrankte zu den zuerst zu Impfenden zählen, das hatten auch der Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die Ständige Impfkommission empfohlen.
    • Im Oktober waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes rund 44,8 Mio. Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Erwerbstätigen damit auf saisonbereinigter Basis leicht um 16.000 Personen, wie die Statistikbehörde weiter mitteilte. Die Zahl der Erwerbstätigen liegt aber weiter deutlich unter dem Vorkrisenniveau: So waren im Oktober saisonbereinigt 1,4 Prozent oder 616.000 Personen weniger erwerbstätig als im Februar, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.
    • Die Coronakrise ist für 15 Prozent der deutschen Unternehmen existenzbedrohend. Das erklärten sie in der Konjunkturumfrage des ifo Instituts im November. „Gegen den Juni ist das eine Verbesserung, denn da waren es 21 Prozent“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. „Gleichwohl fühlen sich derzeit 86 Prozent der Reisebüros und -veranstalter bedroht, 76 Prozent der Hotels und 62 Prozent der Gaststätten.“
    • Die deutsche Industrie hat im Jahr 2019 etwas weniger Energie verbraucht als ein Jahr zuvor. Die Menge sank um 4,0 Prozent auf 3.821 Petajoule, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Umgerechnet in Kilowattstunden wäre dies nach Angaben der Statistiker eine Zahl mit 13 Stellen. Gemessen am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland hat die Industrie demnach einen Anteil von etwa einem Drittel.
    • Arizona und Wisconsin haben als weitere umkämpfte US-Bundesstaaten das Ergebnis der Präsidentenwahl mit dem Sieg von Joe Biden offiziell bestätigt. In Arizona etwa erhielt der Demokrat nach der Zertifizierung 10.500 Stimmen mehr als Amtsinhaber Trump; ein Vorsprung von 0,3 Prozent. Trump erleidet damit einen weiteren Rückschlag bei seinen Bemühungen, den Ausgang der Wahl vom 3. November mit juristischen Mitteln noch zu ändern. Trump griff den Gouverneur des Bundesstaates Arizona, Doug Ducey, auf Twitter nach der Bestätigung des Wahlsiegs von Biden scharf an. „Warum überstürzt er es, einen Demokraten ins Amt zu bringen?", schrieb Trump am Montagabend und beklagte erneut angeblichen Betrug bei der Wahl, für den es keine Beweise gibt. „Was ist los mit Doug Ducey? Die Republikaner werden sich lange daran erinnern!", schrieb Trump.
    • Der Internationale Währungsfonds befürchtet wegen der zweiten Corona-Welle in der Eurozone für Anfang 2021 eine weniger dynamische Erholung als noch im Oktober erhofft. Dies gelte, wenn die Dynamik der Pandemie sich nicht deutlich ändere, heißt es in einer aktuellen IWF-Analyse.
    • Die EU-Finanzminister haben sich auf eine Reform des Euro-Rettungsfonds ESM geeinigt. So wurde der frühere Start eines Abwicklungsfonds für marode Banken beschlossen. Er soll nun 2022 und nicht erst im Jahr 2024 starten. Die ESM-Reform ist eine Reaktion auf die Finanz- und Schuldenkrise. Sie war eigentlich schon Ende vergangenen Jahres fertig ausgehandelt worden.

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