• S&P 500 - Kürzel: S500 - ISIN: US78378X1072
    Börse: Citi Indikation by TTMzero / Kursstand: 4.389,49 Pkt

In der Mitte eines Konjunkturzyklus komme es häufig zu einer deutlichen Korrektur bei Aktien von hochkapitalisierten Unternehmen (Large-Cap-Aktien), schrieben die Analysten von Morgan Stanley in einer in dieser Woche veröffentlichten Analyse. "Viele Kommentatoren und Kunden verweisen weiterhin auf den S&P 500 in der Nähe von Allzeithochs als Frühindikator und Begründung für noch höhere Kurse“, schrieb Michael Wilson, US-Aktienmarktstratege der Bank, in einer Research-Mitteilung an die Kunden. Die hohe technische Stärke des S&P 500 und des Nasdaq-100 spreche hingegen eher dafür, dass sich der Markt in des Mitte des Konjunkturzylus befinde und Investoren dies auch verstünden.

"Die Frage ist, ob der Übergang in der Mitte des Zyklus mit einer Korrektur dieses Index enden wird, wie es normalerweise der Fall ist, oder ob es dieses Mal anders ist? Mit unserem Jahresendziel von 10 Prozent unter dem aktuellen Niveau ist unsere Meinung klar: Der Übergang in der Mitte des Zyklus wird damit enden, dass die heranrollende Korrektur endlich den S&P 500 trifft."

Die Bank sieht zwei mögliche Szenarien für die anstehende Korrektur:

  • Feuer: Typisch für die Mitte des Konjunkturzyklus sei eine leichte Überhitzung der Konjunktur, was eine Reduzierung der Unterstützung der Wirtschaft durch die Notenbank Fed zur Folge habe. Dies könnte zu einer "bescheidenen und gesunden 10-Prozent-Korrektur" im S&P 500 führen, heißt es.
  • Eis: Angesichts der extremen Konjunkturunterstützung während der Pandemie könnte eine Reduzierung der Krisenhilfen die Wirtschaft möglicherweise viel stärker belasten als erwartet. "Die unvermeidliche Verlangsamung des Wachstums" könnte in diesem Szenario "viel schlimmer ausfallen als derzeit erwartet" und den S&P 500 um 20 Prozent oder mehr abstürzen lassen.

Das Feuer-Szenario sei zwar wahrscheinlicher als das Eis-Szenario, aber die Wahrscheinlichkeit des Eis-Szenarios habe zuletzt zugenommen, schreibt Morgan-Stanley-Analyst Wilson.

Der S&P 500 hatte sein letztes Allzeithoch am 2. September 2021 bei 4.545,85 Punkten erreicht. Aktuell notiert der S&P 500 rund 3,5 Prozent unter diesem Allzeithoch.

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S&P-500-Chart

Nach Einschätzung von Morgan Stanley ist für die Mitte eines Konjunkturzyklus typisch, dass Anleger von qualitativ schwächeren Aktien zu qualitativ höherwertigeren und eher defensiven Papieren umschichten. Die besten Aussichten auf weitere Kursgewinne sieht Morgan Stanley entsprechend derzeit bei Aktien aus dem Gesundheitssektor sowie bei Aktien von Unternehmen im Bereich der nicht-zyklischen Konsumgüter. Wegen des Feuer-Szenarios, das mit steigenden Marktzinsen einhergeht, hält Morgan Stanley außerdem Finanztitel für interessant.

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Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Kommentars investiert: S&P 500