• MTU Aero Engines AG - Kürzel: MTX - ISIN: DE000A0D9PT0
    Börse: XETRA / Kursstand: 194,850 €

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Während MTU beim Umsatz mit 3,977 Mrd. die im Juli reduzierte Prognose von 4,0 bis 4,2 Mrd. Euro für 2020 am unteren Ende knapp verfehlte, konnten das operative Ergebnis mit 416 Mio. (Vj.: 757 Mio.) und die Ergebnismarge von 10,5 Prozent (vor dem Hintergrund der Pandemie-bedingten Einschränkungen überzeugen. Das Konzernergebnis belief sich bereinigt auf 294 Mio. Euro (Vj.: 538 Mio.). Der Free Cashflow sackte zwar von 358 Mio. im Vorjahr auf 105 Mio. Euro ab, konnte aber im deutlich positiven Bereich gehalten werden. Das Management beabsichtigt, für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende in Höhe von EUR 1,25 je Aktie auszuschütten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 erwartet das Management eine beginnende Erholung der Branche, die sich in einer leichten Aufwärtsbewegung der Geschäftszahlen niederschlagen dürfte. Am stärksten sollte sich die zivile Instandhaltung mit einem Umsatzplus von 15 bis 25 Prozent erholen.

Auch wenn es noch einige Jahre dauere, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht sein werde, dürfte das Tal der Krise durchschritten sein, kommentierte die NordLB die Geschäftszahlen. Die Produktion von Narrowbody-Flugzeugen (Stichwort GTF-Triebwerke) steige bereits sukzessive. Eine Erholung des Flugverkehrs werde den Bedarf an Wartung und Ersatzteilen erhöhen. Derweil sorgten insbesondere Frachtflugzeuge für eine Grundauslastung. Die NordLB hebt ihre Anlageempfehlung für die MTU-Aktie auf „Kaufen“ an (Kursziel: 210,00 Euro).

Independent Research hat das Kursziel für MTU nach Zahlen zum vierten Quartal von 160 auf 177 Euro angehoben, die Bewertung aber auf "Verkaufen" belassen. Die für 2020 in Aussicht gestellte Dividende habe positiv überrascht, schrieb Analyst Sven Diermeier. Der Ergebnisausblick des Triebwerkherstellers aber habe enttäuscht.

Warburg Research hat das Kursziel für MTU nach Zahlen hingegen von 147 auf 140 Euro gesenkt und die Empfehlung auf „Sell“ bestätigt. Die Quartalszahlen des Triebwerkbaueres hätten den Erwartungen entsprochen. Die prognostizierte Erholung der Ergebnisse in diesem Jahr gestalte sich aber verhalten. Auch die Privatbank Hauck & Aufhäuser bleibt gegenüber dem Triebwerksbauer vorsichtig. MTU stehe vor erheblichen Herausforderungen, was die tatsächliche Erholung der Luftfahrtbranche nach Corona angehe, hieß es in einer Studie von Freitag. Es bestehe weiter eine Diskrepanz zwischen dem fairen Wert der Aktie und der aktuellen Bewertung.

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MTU Aero Engines AG