Edinburgh (Godmode-Trader.de) - In allen 23 Ländern, die der von der "Federal Reserve Bank of Dallas" veröffentlichte Hauspreisindex erfasst, sind die Preise für Wohnhäuser in 2014 im Schnitt um 3,9 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Preisanstieg seit 2006. Nachdem damit fast all die Verluste seit der Krise wettgemacht sind, behandeln die Volkswirte von Standard Life Investments in ihrem aktuellen "Weekly Economic Briefing" die Frage, ob nun wieder eine Blase entsteht. Die kurze Antwort von Chefvolkswirt Jeremy Lawson: "Zumindest jetzt noch nicht."

Inflationsadjustiert lägen die Preise nämlich immer noch um 9 Prozent unter ihrem Peak, und wenn man auch die Einkommensentwicklung berücksichtige, sogar um 12 Prozent. Allerdings zeigten die aggregierten Zahlen nur die halbe Wahrheit. In Australien, Kanada, der Schweiz, Neuseeland und Norwegen hätten auch die einkommensadjustierten Preise ihre Niveaus von 2008 schon überschritten. Zwar gelte dies auch für Deutschland. Dort habe es aber im Jahr 2008 im Gegensatz zu anderen peripheren europäischen Ländern auch keinen Boom gegeben.