Die US-Terminbörsenaufsicht präsentiert einen neuen Bericht, der für mehr Transparenz an den Terminbörsen sorgen soll. Dabei fand sie heraus, dass etwa bei dem in New York gehandelten WTI-Öl nur 5,5% des täglichen Handelsvolumens von großen Händlern erzeugt wird, die sich auch namentlich bei der CFTC registrieren müssen. Der Rest – 94,5% - wird von Daytradern erzeugt. Man kann vermuten, dass dort auch der Hochfrequenzhandel zu finden ist, der binnen Bruchteilen von Sekunden Positionen kauft und wieder abstößt. Die Anteile von großen Händlern, zu denen auch Produzenten und Abnehmer zählen, im Überblick:

    • WTI: 5,5%
    • Benzin: 9,9%
    • Gold: 11%
    • Silber: 7,7%
    • Kupfer: 10,6%
    • Weizen: 13,6%
    • Mais: 12,9%
    • Sojabohnen: 11,6%
    • S&P 500 E-Mini: 8,2%
    • 10-jährige Staatsanleihen: 9,6%
    • Platin: 26,6%
    • Palladium: 30,3%

    In anderen Worten: Am Ölmarkt stehen einem Produzenten oder industriellen Abnehmer gut 19 Spekulanten gegenüber, am Markt für Benzin ist das Verhältnis ein industrieller Händler zu neun Spekulanten. Bei Gold und Silber, aber auch Kupfer ist es ähnlich.

    Welche Funktion haben Daytrader? Sie sind bereit, Risiko zu übernehmen, das industrielle Produzenten und industrielle Abnehmer abgeben möchten.

    Anbei der gesamte Bericht.

    Der erste Report „Large Trader Net Position Changes“ bezieht sich auf tägliche Veränderungen der Nettopositionierung für registrierungspflichtige Markttteilnehmer. Er deckt 35 physische und finanzielle Terminkontrakte ab.

    Der zweite Report „Trading Account Net Position Changes“ bezieht sich auf Daten, die der CFTC von den Börsen geliefert werden. Sie identifizieren die täglichen Veränderungen von Trading-Accounts. Die Daten decken 28 physische und finanzielle Terminmärkte ab.

    [Link "Large Trader Net Position Changes" auf www.scribd.com/... nicht mehr verfügbar][Link "Comparison of Large Trader and Trading Account Net Position Changes" auf www.scribd.com/... nicht mehr verfügbar]