• Eurozone: Produktionsrückgang zum Jahresende
    • "Welt": Bundestags-Gutachten sieht Schuldenschnitt der EZB kritisch
    • DE: Öffnungsplan aus dem Lockdown gefordert
    • Japans Wirtschaftserholung setzt sich fort
    • Bill Gates will Milliarden in Klimaschutz investieren
    • Biden will bei G7-Gipfel über Impfverteilung reden
    • AKASOL wird amerikanisch
    • 1&1 Drillisch wird 4. Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland
    • Keine Gespräche mit Nissan über Apple-Auto

    DAX

    • Die US-Aktienmärkte bleiben heute wegen eines Feiertages geschlossen, das heißt: von dort kommt zum Wochenstart also kein Rückenwind. Aber es sieht ohnehin ganz gut aus an den hiesigen Börsen. Der Aufwärtstrend bleibt intakt. Heute ist es vor allem der MDAX mit den Werten aus der zweiten Reihe, der für Gesprächsstoff sorgt: Der Index markierte am Montag abermals ein neues Allzeithoch. Der DAX beendete den Handel mit einem Plus von 0,42 Prozent auf 14.109,48 Punkte. „Die aktuelle Stärke der Aktienmärkte rührt vor allem daher, dass die weniger kapitalisierten Aktien aus der zweiten und dritten Reihe überdurchschnittlich stark steigen, während gleichzeitig die Highflyer des Jahres 2020 auf ihren hohen Niveaus verharren", analysierte Experte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets die Situation. Laut Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sind die „Anleger nicht zuletzt angesichts sinkender Covid-19-Fallzahlen weiterhin optimistisch und setzten auf einen „Post-Corona-Boom".

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der Pharmariese Bayer will ab Dezember mit den ersten Lieferungen des CureVac-Impfstoffs beginnen. Wegen der Beschaffung von Geräten und Qualifizierungsstudien dauere es noch einige Monate, bis Produktionsanlagen startklar seien. Vor zwei Wochen hatte Bayer angekündigt, Teile der Produktion des von CureVac entwickelten Vakzins zu übernehmen. Für den Impfstoff läuft derzeit noch die Phase-III-Studie, zugelassen ist das Vakzine noch nicht, erste Daten liefern aber positive Erkenntnisse. „Angepeilt wird eine Zulassung im zweiten Quartal", sagte Bayer-Pharmavorstand Stefan Oelrich.
    • Der Autohersteller Nissan hat die Verhandlungen mit Apple über die Produktion von selbstfahrenden Autos offenbar beendet. Man befinde sich nicht in Gesprächen mit dem iPhone-Konzern, hieß es von den Japanern. Das Unternehmen sei jedoch immer offen für Kooperationen und Partnerschaften, um die Transformation der Industrie voranzutreiben. Zuvor hatte die „Financial Times“ berichtet, die Unternehmen hätten kurze Gespräche über eine mögliche Partnerschaft für die Produktion von autonomen Autos geführt. Diese seien jedoch gescheitert, da Nissan kein reiner Auftragsfertiger für die Apple-Autos werden wolle. Bei der Suche nach einem Produzenten für seine Roboterfahrzeuge war der US-Konzern bereits am südkoreanischen Autobauer Hyundai gescheitert.
    • Für Volkswagen-Chef Herbert Diess ist die Brennstoffzelle keine Alternative zu Elektroautos. Diese vielfach propagierte angebliche Technologieoffenheit gebe es nicht, sagte Diess der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Die Klimaziele sind nur mit den rein elektrischen Autos zu erreichen", so Diess. Wasserstoff für Autos sei zu teuer, zu ineffizient und zu aufwendig. „Wir werden keine große Anzahl an Brennstoffzellen-Pkws sehen“. Die Diskussion um Technologieoffenheit sorge höchstens dafür, dass der notwendige Wandel zu nachhaltiger Mobilität verlangsamt wird. Die E-Mobilität habe sich durchgesetzt, was auch am Angebot der Konkurrenz zu erkennen sei.
    • Der Chemiekonzern Lanxess will mit einem Zukauf ihr Geschäft rund um Desinfektions- und Konservierungsmittel stärken. Für Emerald Kalama Chemical zahlt der Konzern laut einer Mitteilung vom Sonntag 1,04 Mrd. US-Dollar. Die Akquisition soll mit vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden und voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2021 unter Dach und Fach sein.
    • Die Commerzbank-Tochter Comdirect hat wenige Tage nach der Ankündigung des CEOs Manfred Knof, ein neues Preismodell bei der Online-Bank einzuführen, das kostenlose Girokonto ohne Vorbedingungen abgeschafft. Am Montag macht die Comdirect ihre neuen Konditionen öffentlich. Demnach ist ein Girokonto bei der Comdirect sechs Monate nach Eröffnung nur noch dann kostenlos, wenn eine der drei folgenden Bedingungen erfüllt ist: Monatlicher Geldeingang von 700 Euro, drei Zahlungen via Apple oder Google Pay oder mindestens eine Wertpapiertransaktion. Ansonsten verlangt die Bank pro Monat 4,90 Euro Kontoführungsgebühr.
    • Der Online-Modehändler Zalando ist offenbar an der Online-Parfümerie Flaconi interessiert. Dies berichtet das manager magazin unter Berufung auf „mehrere Insider". Auch die Kosmetikkette Douglas sowie der zu LVMH gehörende Parfümhändler Sephora hätten an der Beteiligung von ProSiebenSat.1 angeklopft.
    • Der taiwanesische Chip-Zulieferer Globalwafers hat bei seinem Übernahmeangebot für den Waferhersteller Siltronic seine Ziele erreicht. Nach Auslaufen der Frist liegt die Annahmequote bei knapp 57 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Die übrigen Siltronic-Aktionäre haben gleichwohl ab Dienstag noch bis 1. März Zeit, ihre Aktien an Globalwafers abzugeben. Die Taiwanesen haben ihr Angebot zweimal aufgestockt auf zuletzt 145 Euro je Aktie, was einem Volumen von insgesamt knapp 4,4 Mrd. Euro entspricht. Die Mindestannahmeschwelle wurde Ende Januar zudem von 65 auf 50 Prozent gesenkt. Großaktionär Wacker Chemie hatte bereits im vergangenen Dezember vertraglich zugesichert, seinen knapp 31 Prozent Anteil an Siltronic abzugeben.
    • Der Internet- und Telekomkonzern United Internet hat das Corona-Jahr 2020 mit einem Umsatzwachstum abgeschlossen. Auf Basis vorläufiger Zahlen wurde ein leichtes Wachstum auf 5,36 Mrd. Euro erzielt. Für 2021 erwartet der Vorstand Erlöse in Höhe von rund 5,5 Mrd. Euro. Ohne Blick auf den periodenfremden Ertrag von rund 34 Mio. Euro aus dem neuen Angebot zur Mitnutzung des Telefonica-Netzes habe United Internet einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber. Ebitda) von 1,18 Mrd. Euro erzielt. Das waren knapp 5 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Für 2021 erwartet das Management dann ein Ebitda von 1,22 Mrd. Euro.
    • Der US-Autozulieferer BorgWarner will den Batteriehersteller AKASOL für knapp 730 Mio. Euro übernehmen. Den Anteilseignern werde 120 Euro je Aktie geboten, teilten die Hessen am Montag mit. Damit liege das Angebot rund ein Viertel über dem durchschnittlichen Niveau der vergangenen drei Monate. Der US-Konzern hat sich bereits 59 Prozent der AKASOL-Anteile gesichert. Damit ist die von BorgWarner gesetzte Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus eine Aktie bereits erreicht.
    • 1&1 Drillisch hat das neue Angebot des Telekommunikationsanbieters Telefonica Deutschland (O2) zum National Roaming also zur Mitnutzung seines Mobilfunk-Netzes angenommen. Zudem gelten neue Preiskonditionen rückwirkend ab Juli 2020, teilten 1&1 Drillisch und der Mutterkonzern United Internet am Montag mit. Der Vertrag soll im Mai abgeschlossen werden und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Aus dem neuen Angebot ergäbe sich für 1&1 Drillisch nun für das Geschäftsjahr 2020 ein positiver Ergebniseffekt von rund 34 Mio. Euro.
    • Die Versicherungswirtschaft fordert von der Bundesregierung bis zur Bundestagswahl eine Teilreform der Riester-Rente mit einer Absenkung der Garantien. Anderenfalls drohe die „De-Facto-Beerdigung“ dieser Form der Altersvorsorge, sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Süddeutschen Zeitung.
    • Microsoft-Gründer und Mäzen Bill Gates will in den kommenden fünf Jahren USD 2 Mrd. in Klimaschutz-Start-Ups und andere Projekte investieren. Es gelte, mit Innovation eine Klimakatastrophe zu verhindern, sagte er in einem Interview mit dem „Handelsblatt“. Zugleich forderte Gates eine Verfünffachung staatlicher Forschungsinvestitionen weltweit in saubere Energien.
    • Das Technologieunternehmen SLM Solutions erzielte 2020 laut vorläufigen Zahlen einen Umsatz von ca. 61 Mio. Euro, was einem Anstieg um ca. 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz entspricht. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von -14,5 Mio. bis -15,5 Mio. Euro stellt eine signifikante Verbesserung gegenüber dem 2019 erreichten EBITDA von -26 Mio. Euro dar und liegt in der Mitte der unternehmensseitig für 2020 prognostizierten Spanne. Im Ausblick auf 2021 strebt SLM Solutions ein Umsatzwachstum von mindestens 15 Prozent und eine weitere Verbesserung des EBITDA an. Für 2022 rechnet das Management mit einer weiteren Beschleunigung des Umsatzwachstums.
    • Der französische Medienkonzern Vivendi konkretisiert den geplanten Börsengang seiner Musiktochter Universal Music (UMG). Wie Vivendi mitteilte, könnten 60 Prozent des Kapitals von UMG bis Ende 2021 an die Aktionäre des Konzerns verteilt werden. Vor der Mitteilung sei noch die Umsetzung des angekündigten Verkaufs eines 10-prozentigen UMG-Anteilspakets an ein vom Internet-Giganten Tencent angeführtes Konsortium abgewartet worden, der UMG mit 30 Mrd. Euro bewerte. Das Konsortium hält nun ein Fünftel an UMG. Die Vivendi-Aktionäre sollen am 29. März auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Pläne für UMG entscheiden.
    • Nach vorläufigen Zahlen erwirtschaftete SFC Energy im Geschäftsjahr 2020 einen Konzernumsatz von 53,2 Mio. Euro (2019: 58,5 Mio.). Das vierte Quartal 2020 lag mit einem konsolidierten Umsatz von 14,0 Mio. um 5,0 Prozent unter dem Vorjahr, zeigte gegenüber dem zweiten und dritten Quartal 2020 aber wieder ein erhebliches Wachstum über alle Segmente hinweg. Das bereinigte EBITDA betrug 2020 2.9 Mio. Euro (2019: 3,6 Mio.).
    • Der Pharmakonzern Novartis hat als erstes Pharmaunternehmen eine an Nachhaltigkeitsziele gekoppelte Anleihe begeben. „Wir sind im gesamten Konzern darum bemüht, ESG-Zielsetzungen zu operationalisieren. Wir (…) versuchen ESG mit operativen Zielen zu verknüpfen und jährlich gute Fortschritte zu erreichen", sagte Finanzchef Harry Kirsch der "Börsen-Zeitung". Die International Capital Markets Association habe im Juni vergangenen Jahres Sustainability-Linked Bonds Principles verabschiedet. Dadurch sei es Novartis möglich gewesen, eine mit Nachhaltigkeitszielen verknüpfte Anleihe zu begeben.

    Politik & Konjunktur

    • Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann hat eine mangelnde Impfbereitschaft mit dem Präparat des Herstellers AstraZeneca moniert. Am Wochenende seien bei einer "Sonderimpfung im medizinischen" Bereich 54 Prozent von 200 zur Impfung angemeldeten Personen nicht erschienen, ohne den Termin abzusagen. Dies habe offenbar damit zu tun, dass dieser Impfstoff nur einen Wirkungsgrad von 70 Prozent habe, sagte Bachmann. „Ich will sagen, dass das kein Wunschkonzert ist. Dass alle Impfstoffe zugelassen und gut sind", sagte die Ministerin.
    • Russlands Außenminister Sergej Lawrow gibt der EU die Schuld am gestörten Verhältnis zwischen Moskau und Brüssel. Der Prozess laufe schon seit langem, sagte Lawrow bei einem Treffen mit seinem finnischen Kollegen Pekka Haavisto in St. Petersburg. „Die EU zerreißt kontinuierlich die Beziehungen", sagte Lawrow. Er erneuerte zudem seine umstrittenen Äußerungen aus einem Interview der vergangenen Woche, wonach Russland auf einen möglichen Abbruch der Beziehungen mit der EU vorbereitet sei. Lawrow betonte, dass Russland bereit sei für eine Wiederherstellung der Kontakte, wenn die EU das wolle.
    • Die Erholung der Industrie im Euroraum von der Corona-Krise hat im Dezember einen herben Rückschlag erlitten. Die Betriebe stellten 1,6 Prozent weniger her als im Vormonat, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von einem Prozent gerechnet, nach einem Plus von 2,6 Prozent im November. Im Corona-Jahr 2020 insgesamt ist die Industrieproduktion in der Eurozone um 8,7 Prozent gesunken.
    • Die erneute Diskussion um einen europäischen Schuldenschnitt, bei dem hoch verschuldeten EU-Staaten ihre Schulden bei der EZB vollständig oder ganz erlassen werden würden, stößt in Deutschland auf Widerstand. Letzte Woche waren entsprechende Forderungen aus dem EU-Parlament zu hören. Einige Tage zuvor hatten mehr als 100 linke Ökonomen rund um den französischen Starökonomen Thomas Piketty dazu aufgerufen, dass die EZB die von ihr gehaltenen Staatsschulden abschreibt. Ein Gutachten des Bundestags, das nur für den internen Gebrauch vorgesehen ist, kommt zu dem Schluss, dass ein Schuldenschnitt gegen EU-Recht verstoßen würde. "Ein Schuldenerlass durch die EZB betreffend die von ihr erworbenen Staatsanleihen der Mitgliedstaaten erscheint mit dem Verbot der monetären Staatsfinanzierung gemäß Art. 123 Abs.1 AEUV unvereinbar", heißt es in dem Papier, das der Zeitung „Welt“ vorliegt.
    • Die EU-Kommission hat die deutschen Grenzkontrollen kritisiert und erwartet, dass alle Mitgliedsstaaten dem abgestimmten Ansatz folgen. Andernfalls würden eine Fragmentierung und Störung der Freizügigkeit drohen.
    • Der europäische Außenhandel hat im vergangenen Jahr Federn gelassen. Die Ausfuhren der 19 Euroländer gingen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent zurück, wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Die Einfuhren sanken gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Prozent. Von dem starken Einbruch in der ersten Corona-Welle im Frühjahr hat sich der Außenhandel im Jahresverlauf jedoch zunehmend erholt. Im Dezember stiegen die Ausfuhren der Eurozone gegenüber November saisonbereinigt um 1,1 Prozent, während die Einfuhren leicht zurückgingen. Der Handelsüberschuss stieg im letzten Monat des Jahres auf saisonbereinigt 27,5 Mrd. Euro. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1999. In der EU entwickelte sich der Außenhandel ähnlich.
    • Die Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft, Lisandra Flach, hat die bevorstehende Wahl einer neuen Generalsekretärin der Welthandelsorganisation als „einzigartige Chance“ bezeichnet. Nach den schwierigen Trump-Jahren bestehe nun die Gelegenheit, die internationalen Verhandlungen über den Handel wiederzubeleben, um ein stabileres System zu erreichen, das nicht auf einseitigen Beziehungen beruhe. Vertrauen müsse wieder aufgebaut werden, sagte Flach. Die Kandidatin Ngozi Okonjo-Iweala aus Nigeria sei erfahren in Finanz- und Entwicklungsthemen und könne auch Spannungen zwischen Staaten abbauen. Um bei den aktuell schwierigen Beziehungen zwischen den WTO-Mitgliedern zu vermitteln, ist politisches Geschick gefragt. Diese zentrale Eigenschaft bringe Frau Okonjo-Iweala mit. Eine Generaldirektorin könne nur Reformen durchführen, wenn die Mitglieder bereit seien, diese mitzutragen.
    • Die Bundesregierung lässt die Kritik an den verschärften Grenzkontrollen in Teilen Deutschlands an sich abprallen. Mit Blick auf die Ausbreitung der Virusvarianten in einigen Regionen und Staaten Europas „musste die Bundesregierung hier handeln", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Eine Rückkehr zum Normalzustand der offenen Grenzen sei dennoch im Interesse aller Beteiligten. Zuvor hatten politische Vertreter aus den Nachbarländern ihren Unmut über die neuen Kontrollen erklärt. „Die Maßnahmen haben ganz schwerwiegende Auswirkungen auf ganz Österreich und stehen daher in einem klaren Widerspruch zu den "lessons learned" aus dem letzten Frühjahr", sagte Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg.
    • US-Präsident Joe Biden erwägt laut dem Magazin Axios, die Ökonomin Lisa Cook für den Gouverneursrat der US-Notenbank zu nominieren. Es gibt derzeit einen offenen Sitz im Rat. Cook, derzeit Professorin an der Michigan State University, wäre die erste schwarze Gouverneurin der Fed. In der vergangenen Woche zog Biden formell die Nominierung von Judy Shelton zurück, eine umstrittene Kandidatin des ehemaligen Präsidenten Donald Trump.
    • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz Anfang März einen Stufenplan für Öffnungsschritte angekündigt. „Es muss ausgehend von dem, was wir jetzt als Basis haben, auch von den Erfolgen, die wir in den letzten sieben Wochen erreicht haben, muss es ein weiteres stufenweises Vorgehen geben, an dem man sich auch langfristig orientieren kann", sagte der SPD-Politiker in der ZDF-Sendung "Berlin direkt“. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) forderte für das nächste Bund-Länder-Gespräch zwingend einen „Ausstiegsplan aus den bisherigen Regularien". „Man muss planen können. Auch die Wirtschaftsunternehmen. Und deswegen brauchen wir beim nächsten Treffen am 3. März unbedingt einen Plan, der klar sagt, bei welcher Inzidenz wir was machen", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) kritisierte im Gespräch mit der „Welt“ mit Blick auf die jüngste Ministerpräsidentenkonferenz, es habe seitens des Bundes zu wenig Vorschläge für eine Öffnungsstrategie gegeben. Das Erstellen eines Perspektivplans habe das Gremium „nicht so hinbekommen, wie viele Menschen das von uns erwartet haben". Darüber hinaus sei es nicht hilfreich gewesen, mit der Zahl von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen ein neues Ziel zu setzen. „Wenn wir ständig neue Dinge beschließen und erklären müssen, wie jetzt die Zahl 35 als neues Inzidenz-Ziel, dann irritiert das die Menschen mehr, als dass dies Perspektive schafft."
    • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) per Montagmorgen binnen eines Tages 4.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 116 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4.535 Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle verzeichnet.
    • Nach vorläufigen Regierungsdaten legte die Wirtschaft Japans im vierten Quartal 2020 um annualisiert 12,7 Prozent zu. Das war etwas mehr, als Experten erwartet hatten. Im Vorquartal war Japans BIP bereits um revidiert 22,7 Prozent gestiegen. Bezogen auf das gesamte Kalenderjahr schrumpfte die Wirtschaft allerdings um 4,8 Prozent. Das war der stärkste Rückgang seit 2009.
    • US-Präsident Joe Biden will bei einem online abgehaltenen Treffen der G7 die Überwindung der Corona-Pandemie zum Thema nehmen. Daneben soll es auch um die globale Verteilung von Impfstoffen gehen. Es wird erwartet, dass sich Biden zudem erneut für den Multilateralismus stark macht.
    • Myanmars abgesetzte De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi muss bis zu einer Gerichtsanhörung am Mittwoch weiter in Haft bleiben. Ihr Anwalt erklärte, die Untersuchungshaft sei bis zum 17. Februar verlängert worden. Eigentlich sollte sie am heutigen Montag enden. Suu Kyi wird offiziell die illegale Einfuhr und Nutzung von mehreren Funkgeräten vorgeworfen. Ihre Anhänger und ausländische Beobachter betrachten die Vorwürfe als politisch motiviert.

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