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    Barcelona (Godmode-Trader.de) - „Fold“, „Mate“, „ThinQ“. Das sagt Ihnen nichts? Die drei genannten Namen stehen für eine neue Generation von Smartphones aus Asien, die eines gemeinsam haben: Zwei Bildschirme. Zwei der Modelle setzen eine spezielle neue Technik ein, mit denen sich der Bildschirm „auffalten“ lässt, das Letztgenannte hat ein zusätzliches Display in einer Art Klapphülle untergebracht. Alle neuen Devices werden auf dem Mobile World Congress in Barcelona der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Überblick:

    • Samsung "Galaxy Fold": Bereits vergangene Woche stellte Samsung aus Südkorea seinen neuesten Smartphone-Clou vor - ein Handy mit zwei Displays: Eines mit einer Diagonale von 4,6 Zoll ist auf der Außenseite für die Nutzung als Smartphone, der 7,3 Zoll große Tablet-Bildschirm auf der Rückseite lässt sich auf- und zuklappen, ähnlich wie bei einem Buch. Samsung wirbt damit, dass man innerhalb einer App nahtlos zwischen den Bildschirmen wechseln kann.
    • Huawei entschied sich für ein anderes Konzept: Das Tablet-Display beim „Mate X“ wird so umgeknickt, dass es außen bleibt und auf beiden Seiten in halber Größe genutzt werden kann. Wenn man das zusammengeklappte Telefon in der Hand hält, bleibt jeweils der Bildschirm auf der unteren Seite deaktiviert. Es handele sich um eine ausgefeilte Technologie aus mehr als hundert Komponenten, an der die Entwickler über drei Jahre gearbeitet hätten, sagte der Chef von Huaweis Verbrauchergeschäft, Richard Yu. Dass beim zusammengeklappten Zustand kein Zwischenraum entstehe, sei eine Herausforderung „gegen die physikalischen Gesetze" gewesen. Das Mate X sei zudem das schnellste faltbare Smartphone, das auch den neuen Mobilfunkstandard 5G unterstütze, hieß es von Huawei. Das Mate X wird in der günstigsten Ausstattung 2.299 Euro kosten und ist damit rund 300 Euro teurer als das direkte Konkurrenzmodell von Samsung.
    • Auch LG hat ein neues Spitzenmodell vorgestellt, das über zwei Display verfügt, aber eine andere Konzeption als die Auffalt-Smartphones der Rivalen gefunden. Das Modell V50 ThinQ 5G ähnelt einem Klapphandy früherer Tage. Das eigentliche, hochauflösende Smartphone mit OLED-Screen kann in ein Dual-Modul - links ein Bildschirm, rechts ein Rahmen mit Dock-Konnektoren - gesetzt werden. So erhält der Nutzer, sobald der zweite Bildschirm aktiviert wurde, zwei voneinander unabhängig arbeitende Bildschirme. Einen Preis nannte der südkoreanische Elektronikkonzern für das 5G-Phone mit Dual-Screen noch nicht. Dass die beiden Displays unabhängig von einander agieren können, bewirbt LG als Vorteil. So könne man sich zum Beispiel einen Film ansehen und gleichzeitig auf dem anderen Bildschirm etwas dazu im Internet nachschlagen.

    Analyst Anshul Gupta von der Marktforschungsfirma Gartner erwartet zwar keinen kurzfristigen Schub für die Smartphone-Branche durch die neuen Geräte. Mit der Zeit dürften faltbare Displays aber einen Effekt haben: „Es wird dadurch mehr neue Geräteformen und Nutzungsszenarien geben. „Faltbare Telefone könnten die Lösung für ein aktuelles Problem vieler Nutzer sein, ergänzte Analyst Francisco Jeronimo von der Marktforschungsfirma IDC. „Sie wollen immer größere Bildschirme für Anwendungen wie Video - es gibt aber eine Grenze für die Größe eines Geräts, das man sich in die Tasche steckt."