• Nickel - ISIN: XC0007203224
    Börse: London Metal Exchange / Kursstand: 8.765,00 $/Tonne

Frankfurt/ Lissabon (Godmode-Trader.de) - Die Nickelpreise haben sich in der vergangenen Woche von ihren 12-Jahres- Tiefs erholt. Die Preiserholung wurde gestützt durch die Meldung, dass einige chinesische Produzenten von raffiniertem Nickel und Nickel Pig Iron sich auf eine niedrigere Produktion geeinigt haben. Noch aber ist dies nur Theorie, im Laufe dieses Jahres war die Nickel-Erzeugung noch erstaunlich robust.

Nach Einschätzung der International Nickel Study Group (INSG) soll es bei der globalen Nickelproduktion im kommenden Jahr zu dem erwarteten Angebotsdefizit kommen. Dieses beziffert die INSG auf 23.000 Tonnen, wie die Commerzbank im aktuellen Commodity Research informiert. Es wäre das erste Defizit seit fünf Jahren. In den vergangenen Jahren hat die INSG ihre oft zu pessimistischen Prognosen aber oftmals nach oben korrigieren müssen. Für 2016 erwartet die Gruppe nun einen Rückgang der weltweiten Nickelproduktion um 0,6 Prozent auf 1,94 Millionen Tonnen. Dies wäre das zweite Jahr in Folge, in dem das Angebot sinkt.

Angetrieben von China solle die weltweite Nickelnachfrage 2016 um 3,1 Prozent auf 1,97 Millionen Tonnen steigen, so die Analysten weiter. Hierzu trage maßgeblich die Edelstahlindustrie bei, die für etwa 70 Prozent der gesamten Nickelnachfrage steht. Das auf die Analyse der Stahlmärkte spezialisierte Research-Institut MEPS erwartet für nächstes Jahr einen Anstieg der weltweiten Edelstahlproduktion um gut 2 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 43 Millionen Tonnen. China wiederum macht rund 53 Prozent der gesamten Edelstahlproduktion aus.

Wegen der niedrigen Preise könnte auch die Nickelproduktion gekürzt werden, denn unter 10.000 US-Dollar je Tonne dürfte rund die Hälfte der weltweiten Produzenten nicht mehr profitabel sein. Je nachdem wie stark die Produktion gekürzt wird, könnte das Angebotsdefizit im nächsten Jahr auch größer ausfallen. Dies könnte höhere Nickelpreise mit sich bringen.