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Sandefjord (Godmode-Grader.de) - Die norwegische Regierung will 28 Öl- und Gasunternehmen mit insgesamt 69 Offshore-Lizenzen zur Suche nach Erdöl in Gebieten des norwegischen Festlandsockels ausstatten, wie das Norwegische Energie-Direktorat am Dienstag ankündigte.

Unternehmen wie Shell, ConocoPhillips oder Total profitieren von der Maßnahme. Die jährliche Lizenzierungsrunde für vordefinierte Gebiete (APA) umfasst Blöcke, die an zuvor erkundete oder erschlossene Flächen angrenzen, im Gegensatz zu den Lizenzierungsrunden in den Grenzgebieten des Landes.

Dreiunddreißig Ölgesellschaften hatten bis zum Ablauf der Frist im September Angebote für insgesamt 90 Offshore-Explorationsblöcke eingereicht, darunter 48 in der arktischen Barentssee. Die Anzahl der endgültigen Zuschläge hängt von einer Reihe von Faktoren ab, unter anderem von der norwegischen Forderung, dass jede Lizenz mehrere Eigentümer haben muss.

Von den diesjährigen 69 Lizenzen befinden sich 33 in der Nordsee vor Südnorwegen, 23 in der Norwegischen See vor Mittel- und Nordnorwegen und 13 in der weit nördlich gelegenen Barentssee.

Es wird erwartet, dass die Öl- und Gasförderung Norwegens in den nächsten Jahren stark ansteigen wird, da die jüngsten großen Funde in Betrieb gehen und die Behörden die Öl- und Gasindustrie noch Jahrzehnte erhalten und fördern wollen. Erst letzte Woche wurde rund 140 Kilometer westlich von Stavanger ein neues Ölfeld eingeweiht, das Öl und Gas für die nächsten 50 Jahre liefern soll. „Hoffentlich wird die Erkundung in dem ausgezeichneten Gebiet zu neuen Funden führen", sagte Öl- und Energieminister Sylvi Listhaug auf einer Industriekonferenz in Südostnorwegen. „Dies ist wichtig, um Beschäftigung, Wertschöpfung und zukünftige Staatseinnahmen für Norwegens größte Industrie zu sichern.

Unabhängig von den APA-Vergaben führt Norwegen auch sog. nummerierte Lizenzrunden durch, die Grenzgebiete des norwegischen Festlandsockels einschließen, wo die Exploration zwar riskanter ist, aber große Funde gemacht werden könnten.

Die Regierung will die nächste nummerierte Lizenzrunde noch vor den Parlamentswahlen in Norwegen im Jahr 2021 ankündigen, muss sich aber zunächst auf einen aktualisierten Plan für die Gebiete einigen, die aufgrund von Umweltbedenken, insbesondere in der Arktis, ausgenommen werden sollen.

Das Norwegische Erdöldirektorat (NPD) schätzt, dass zwei Drittel der unentdeckten Öl- und Gasressourcen Norwegens in der Barentssee liegen, aber die Erkundungen dort fielen in den letzten Jahren enttäuschend aus.