In Norwegen gilt künftig wie in den meisten anderen Ländern ein Inflationsziel für die Notenbank von zwei Prozent. Dies geht aus neuen geldpolitischen Richtlinien hervor, die die norwegische Regierung für die Norges Bank erlassen hat.

    Seit dem Jahr 2001, als in Norwegen die Inflationsrate als Zielgröße für die Geldpolitik festgelegt worden war, hatte ein Zielwert von 2,5 Prozent gegolten. Die Regierung begründete die Senkung des Inflationsziels damit, dass sich im Jahr 2001 die norwegische Wirtschaft in einer Phase befunden habe, in der der Zufluss von hohen Öleinnahmen in die Wirtschaft gerade begonnen habe. Diese Phase sei nun abgeschlossen und es gebe keinen Grund mehr, vom international üblichen Inflationsziel von 2 Prozent abzuweichen, heißt es.

    Ebenfalls neu in den geldpolitischen Richtlinien ist die Aussage, dass die Inflationssteuerung vorausschauend und flexibel erfolgen soll, um so eine möglichst hohe und stabile Produktion sowie eine hohe und stabile Erwerbstätigkeit zu unterstützen und den Aufbau von finanziellen Ungleichgewichten zu verhindern.

    Die Notenbank teilte mit, dass die neuen Richtlinien voraussichtlich nicht zu starken Änderungen bei der geldpolitischen Handlungsweise führen werden.

    Die norwegische Krone kann in einer ersten Reaktion stark zulegen. Entsprechend brechen Dollar und Euro gegenüber der Krone (USD/NOK bzw. EUR/NOK) deutlich ein.

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    USD/NOK im 15-Minuten-Chart