Nach dem Konsumboom, vor allem bei Gütern, ist absehbar, dass es Katerstimmung geben wird. Haushalte können ihre Immobilien nicht permanent renovieren, Möbel ersetzt man auch nicht jedes Jahr und wenn man schon drei Fernseher hat, ist auch irgendwann Schluss. Kurz gesagt, viel Güterkonsum wurde vorgezogen. Werden weniger Güter gekauft, wird auch weniger produziert. Der Auftragseingang schrumpft in einigen Ländern bereits. Anleger haben das Thema nicht ignoriert, sondern inzwischen eingepreist. Das gilt nicht nur für die Industrie, sondern auch die gesamte Wirtschaft. Tendenziell läuft der Aktienmarkt dem Wirtschaftswachstum um sechs Monate voraus (Grafik 1). Nullwachstum wäre keine Überraschung und ist in den Kursen bereits reflektiert.