Montag:
Der japanische Einzelhandelsumsatz ist im Oktober zum Vorjahr um 0,2 % zurückgegangen. Im Monat zuvor war noch ein Umsatzplus um 1,4 % vermeldet worden.

Der Umsatz großer Verkaufshäuser ist im Berichtszeitraum dagegen um 0,4 % geklettert.

Der Güterverkehr der Eisenbahnen in Deutschland ist in den ersten drei Quartalen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 16,7 % auf 264,2 Mio. Tonnen geklettert.

Die Transportleistung gemessen an Tonnenkilometern ist dagegen binnen gleicher Frist um 14,2 % auf 79,7 Mrd. gestiegen.

Der Gesamtindex für die Euro-Zone notiert im November bei 105,2 nach zuvor 104,1. Das Industrievertrauen liegt im Berichtsmonat bei 0,5 nach zuvor noch 0. Das Verbrauchervertrauen notiert zur gleichen Zeit bei -11 nach -12 im Vormonat.

Der Geschäftsklimaindex für die Eurozone notiert im November bei 0,96. Im Vormonat hatte der Geschäftsklimaindex bei 0,91 gelegen. Die erste Veröffentlichung für Oktober ist damit von 0,98 nach unten revidiert worden.

Dienstag:

Die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland liegt im Oktober in Deutschland gemäß der ILO-Arbeitsmarktstatistik bei 40,90 Mio. und damit um 1,0 % über dem Vorjahresniveau. Zum Vormonat kletterte die Zahl der Erwerbstätigen um 193.000 oder 0,5 %. Auch saisonbereinigt blieb ein Plus von 10.000.

Die Zahl der Erwerbslosen lag im Oktober bei 2,88 Mio. und damit 0,2 % unter Stand von 2,74 Mio. im Vormonat. Im Oktober 2009 waren es noch 3,02 Mio. gewesen, ein Rückgang somit um 10,6 %.

Die Erwerbslosenquote für Oktober liegt bei 6,3 % nach schon 6,3 % im Vormonat bzw. 7,0 % im Vorjahresmonat.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im Oktober saisonbereinigt um 14.000 auf 2,931 Mio. zurückgegangen, ohne Bereinigung sinkt die Zahl um rund 9.000.. Das sind 284.000 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 7,0 %.

Unser Kommentar:

Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich weiterhin erstaunlich robust. Glaubt man den Agenturmeldungen, dann hatten in Deutschland noch nie so viele Menschen einen Job wie jetzt - und die Zahl der Erwerbslosen sinkt angeblich weiter.

Doch wie immer ist das nur ein Teil der Wahrheit: Noch vor einigen Jahren wurde die Arbeitslosigkeit ganz anders berechnet - und viel korrekter als heute. Damit greift man in Deutschland zu ganz ähnlichen Tricks wie in den USA, wo seit der Regierungszeit Amtsantritt von Ex-Präsident Bill Clinton, jene Menschen nicht mehr in den Statistiken auftauchen, die keine Arbeit mehr suchen, weil sie wissen, dass sie sowieso keine finden werden. Logisch, dass man dann immer wieder „tolle Zahlen“ präsentieren kann.

Hier zu Lande wird die Arbeitslosenquote gesenkt, indem man die immer weiter wachsenden Jobs mit Niedrigstentlohnung in die Statistiken aufnimmt. Aber wenn jemand als Ein-Euro-Jobber oder schlecht bezahlter Leiharbeiter tätig ist, und von seinem Verdienst nicht existieren kann, darf man ihn auch nicht in vollem Umfang zur arbeitenden Bevölkerung zählen. Eigentlich.

Doch Politiker denken bekanntlich vor allem an die nächste Wahl. Und da machen sich die „guten Zahlen“ vom Arbeitsmarkt natürlich ganz hervorragend.

Die offizielle Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone für November geht von einer Jahresteuerung von 1,9 % aus. Im Monat zuvor hatte die Jahresteuerung bei 1,9 % gelegen.

Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone bleibt im Oktober bei 10,1 %. Bereits im Vormonat hatte sie bei 10,1 % gelegen, ein Jahr zuvor hatte sie noch 9,9 % betragen.

Der Case Shiller Composite-20 Hauspreisindex steigt im September um 0,6%, erwartet wurde ein Anstieg um 1,0% nach +1,7% zuvor.

Unser Kommentar:

Der Case-Shiller Preisindex präsentierte sich wieder unerwartet schwach. Eine nachhaltige Erholung auf dem US-Immobilienmarkt lässt demnach weiterhin auf sich warten. Das bestätigt indirekt auch die Beobachtung, dass von der überall beschworenen Inflation zumindest in den USA kaum etwas zu sehen ist. Wundern muss man sich darüber nicht: Inflation und Wirtschaftswachstum gehen traditionell Hand in Hand. Ohne Wachstum keine Inflation. Seltsam ist nur, dass dies vor dem Hintergrund rekordtiefer Zinsen geschieht.

Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex notiert im November bei 62,5. Erwartet wurde er im Bereich 58 bis 59,8. Im Vormonat hatte der Index noch bei 60,6 gestanden.

Der US-amerikanische State Street Investor Confidence Index notiert im November bei 97,5. Einen Monat zuvor hatte der Index noch bei 88,2 gestanden. Damit wurde der Vormonatswert von 86,2 nach oben revidiert.

Der US-amerikanische Vertrauensindex notiert im November bei 54,1. Erwartet wurde er im Bereich 52. Im Vormonat hatte er bei 49,9 notiert. Damit wurde die ursprüngliche Veröffentlichung von 50,2 nach unten revidiert.

Mittwoch:

Die unbereinigten US-Autoabsätze sanken im November 2010 bereits den vierten Monat in Folge, diesmal um kräftige -8,09% zum Vormonat auf 873’323 verkaufte Fahrzeugeinheiten, nach 950’165 verkauften Einheiten im Oktober, nach 958’966 verkauften Einheiten im September, nach 997’468 verkauften Einheiten im August und nach 1,050101 Millionen im Juli.

Nur saisonbereinigt und auf das Jahr hochgerechnet (SAAR), stellen sich die Autoverkäufe etwas besser dar. Im November 2010 wurden auf SAAR-Basis 12,26 Millionen Fahrzeuge verkauft, nach ebenfalls 12,26 Millionen verkauften Fahrzeugeinheiten im Oktober.

Der deutsche Einzelhandelsumsatz ist im Oktober gegenüber dem Vorjahr nominal um 0,4 % gestiegen nach zuvor 1,6 %,real war ein Rückgang um 0,7 % zu verzeichnen, nach zuletzt noch 0,4 %. Im kalender- und saisonbereinigten Vergleich zum Vormonat ist der Umsatz des Einzelhandels um nominal 2,3 % geklettert nach zuletzt noch -2,4 %, real um 2,3 % gestiegen nach -2,3 % im Vormonat.

Der italienische Einkaufsmanagerindex für November notiert bei 52,0. Im Vormonat war der Index mit 53,0 veröffentlicht worden.

Der französische Einkaufsmanagerindex für November notiert bei 57,9. Im Monat zuvor war er mit einem Stand von 55,2 veröffentlicht worden.

Der deutsche Einkaufsmanagerindex für November notiert bei 58,1. Erwartet wurde der deutsche Index mit einem Stand von 58,9. Das Vormonatsniveau hatte bei 56,6 gelegen.

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Berichtsmonat gegenüber dem Vorjahr real um 32 % gestiegen.

Die Inlandsnachfrage ist zum Vorjahr um 25 % gestiegen, die Auslandsnachfrage gleichzeitig um 35 % geklettert.

Der weniger stark schwankende Dreimonatsvergleich zeigt zum Vorjahr ebenfalls ein Plus von 34 % an. Bei Betrachtung ausschließlich der Inlandsaufträge war ein Anstieg um 29 % zu verzeichnen, bei den Auslandsaufträgen 37 %.

Der CIPS Einkaufsmanagerindex für Großbritannien notiert im November bei 55,4. Im Vormonat hatte der Index bei 54,9.

Im November ist die Zahl der privat Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA um 93.000 gestiegen. Im Vormonat hatte das Plus noch bei 82.000 gelegen und wurde somit von den zuvor veröffentlichten 43.000 nach oben revidiert.

Die US-amerikanische Arbeitsproduktivität (im Nonfarm Business) ist im dritten Quartal saisonbereinigt und annualisiert um 2,3 % gestiegen. Damit wurde die vorläufige Veröffentlichung von 1,9 % nach oben revidiert. Erwartet wurde ein Anstieg um 2,2 bis 2,4 %. Auf das Jahr gesehen kletterte die Produktivität im Nonfarm Business im dritten Quartal um 2,5 %.

Der US-amerikanische ISM Index notiert im November bei 56,6 %. Erwartet wurde er im Bereich 56,5 bis 57,2 %. Im Vormonat hatte der Index noch bei 56,9 % notiert .

Die US-amerikanischen Bauausgaben sind im Oktober um 0,7 % geklettert. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,8 %. Im Vormonat waren die Bauausgaben in den USA um 0,7 % gestiegen. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 0,5 % nach oben revidiert.

Donnerstag:

Das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz ist im dritten Quartal um 0,7 % geklettert. Im zweiten Quartal hatte die Leistung um 0,8 % angestiegen. Im Vergleich zum Quartal ein Jahr zuvor stieg die Wirtschaftsleistung um 3,0 %, nach 2,8 % im zweiten Quartal.

Die öffentlichen Haushalte in Deutschland haben Ende 2009 über ein Finanzvermögen in Höhe von 207,4 Mrd. Euro verfügt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus in Höhe von 15,0% oder 27,0 Milliarden Euro. Je Einwohner entspricht das Vermögen Ende 2009 rund 2.540 Euro.

Der vorläufige Grenzpreis oder Durchschnittserlös für Gas ist im Jahr 2009 in Deutschland um 0,9 % auf 4,19 Cent je Kilowattstunde gesunken.

Die nominalen Detailhandelsumsätze sind im Oktober 2010 in der Schweiz um 0,7 % gestiegen. Auch die realen Umsätze nahmen um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu.

Die Erzeugerpreise der Industrie sind in der Euro-Zone im Oktober zum Vormonat um 0,4 % gestiegen nach zuvor +0,3 %. Im Jahresvergleich sind die Preise der Erzeuger in der Industrie um 4,4 % geklettert nach zuvor +4,2 %.

Das Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal um in der Euro-Zone 0,4 % gestiegen. Damit wurde die erste Veröffentlichung von 0,4 % unrevidiert belassen. Im vorangegangenen Quartal hatte das Quartalswachstum bei 1,0 % gelegen. Im Jahresvergleich liegt das Wachstum bei 1,9 % nach 1,9 % im Quartal zuvor. Hier wurde die zuvor veröffentlichte Vorabmeldung bestätigt.

Die Europäische Zentralbank belässt die Zinsen erwartungsgemäß unverändert bei 1,0 %.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 436.000 gestiegen . Erwartet wurden 415.000 bis 422.000 neue Anträge nach zuvor 410.000 (revidiert von 407.000).

Der US-amerikanische Index zu den anstehenden Hausverkäufen ist im Oktober um 10,4 % auf 89,3 gestiegen. Erwartet wurden hingegen 0,0 %. Im Vormonat hatte der Index revidiert bei 80,9 gestanden.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 23 Bcf auf 3.814 Bcf zurückgegangen. In der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den USA um 3 Bcf geklettert, im Vorjahr hatten sie bei 3.837 Bcf gelegen.

Freitag:

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist im dritten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 100 bzw. 0,5 % auf 26.500 gesunken. 3 % der Schwangerschaftsabbrüche wurden aufgrund medizinischer bzw. kriminologischer Indikation vorgenommen. Rund 4 % waren minderjährig, etwa 8 % waren 40 Jahre und älter.

Die schweizerische Jahresteuerung lag im November bei 0,2 % nach zuletzt 0,2 %. Im Monatsvergleich ist der Preisindex der Schweiz um 0,2 % gestiegen.

Der italienische Dienstleistungsindex notiert im November bei 54,4. Einen Monat zuvor hatte er noch bei 51,0 notiert. Erwartet wurde ein Stand von 51,5.

Der französische Dienstleistungsindex notiert im November bei 55,0. Im Vormonat hatte der Index noch bei 54,8 gestanden. Erwartet wurde der Serviceindex bei 55,7.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert in der zweiten Veröffentlichung für November insgesamt bei 55,5. Im Vormonat hatte er bei 53,8 gelegen. Gerechnet wurde mit einem Stand von 55,4.

Der deutsche Dienstleistungsindex für November notiert bei 59,2. Erwartet wurde der Index bei 58,6 nach bereits 58,6 in der ersten Veröffentlichung. Im Vormonat hatte er noch bei 56,0 gestanden.

Der finale Composite Index Produktion für Deutschland notiere bei 59.0 nach im Oktober 56.0.

Der Dienstleistungsindex für die Eurozone notiert in der zweiten Veröffentlichung für November bei 55,4. Damit wurde die offizielle Vorabschätzung von 55,2 nach oben revidiert. Im Vormonat hatte der Index bezüglich der Dienstleistungen noch bei 53,3 gestanden.

Der britische CIPS Dienstleistungsindex für November notiert bei 53,0. Im Monat zuvor hatte der Index über die Dienstleistungen noch bei 53,2 gestanden. Erwartet wurde hingegen der Service-Index bei etwa 53,4.

Der Einzelhandelsumsatz ist in der Eurozone im Oktober gegenüber dem Vormonat in der ersten offiziellen Schätzung um 0,5 % gestiegen. Im Jahresvergleich ist der Umsatz des Einzelhandels in der Eurozone im Berichtsmonat um 1,8 % geklettert.

Die Arbeitslosenquote in den USA liegt im November bei 9,8%, erwartet wurden 9,6% nach 9,6% zuvor.

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft steigt in den USA um 39.000, erwartet wurde ein Anstieg um 150.000, nach +151.000 zuvor.

Die Stundenlöhne in den USA steigen im November um 0,0%, erwartet wurde ein Anstieg um 0,2% nach +0,4% zuvor.

Die durchschnittlichen Wochenstunden liegen im November in den USA bei 33,5, erwartet wurden 34,3 nach zuvor 33,6.

Der US-amerikanische ISM Non-Manufacturing Index (NMI) für November notiert bei 55. Erwartet wurde der NMI im Bereich 53 bis 54,5 nach zuvor 54,3.

Die US-amerikanischen Industrieaufträge sind im Oktober um 0,9 % gefallen. Erwartet wurde ein Rückgang im Bereich 1,3 bis 2,0 %. Im Vormonat waren die Industrieaufträge um 3,0 % gestiegen. Damit wurde der Vormonatswert von 2,1 % nach oben revidiert.

Unser Kommentar:

Das Gerede von einer Erholung des US-Arbeitsmarktes erweist sich erneut als Illusion. Doch nicht nur die Arbeitslosenzahlensteigen wieder – gleichzeitig sinken auch die Industrie-Aufträge in den Vereinigten Staaten.

Für die Börsen ist beides kein gutes Zeichen. Wenn sich die Jagd nach Performance jetzt kurz vor Jahresende gelegt hat, könnte sich die Euphorie deshalb schnell wieder legen.

Wie wir die Lage einschätzen und was wir unseren Lesern raten, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor wenigen Tagen erschienen ist.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de