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Keine drei Jahre ist es her, da gingen viele Rohstoffanalysten noch davon aus, dass der Ölpreis nie wieder signifikant über 60 US-Dollar ansteigen würde. Denn mit dem Fracking-Boom war in den USA eine neue Förderindustrie entstanden, die immer dann in die Bresche springen konnte, wenn der Preis des „Schwarzen Goldes“ ein bestimmtes Niveau zu überspringen drohte. Zudem war der Iran auf den Weltmarkt zurückgekehrt und vereinbarte Förderkürzungen der OPEC wurden aus Sorge vor weiteren Marktanteilsverlusten von ihren Mitgliedern fast vollständig ignoriert.

Inzwischen hat sich die Lage allerdings genau in die entgegengesetzte Richtung gedreht und ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet derzeit rund 64 US-Dollar. Im vergangenen Oktober waren es auch schon rund 85 USD. Dabei könnte sich der seit Anfang 2019 per Saldo positive Preistrend in den kommenden Wochen und Monaten durchaus fortsetzen.

Gründe für steigende Ölpreise

So haben die „OPEC+“-Staaten (14 OPEC- und zehn mit der OPEC kooperierende Länder) ihre Ende 2018 vereinbarten – und auch weitestgehend eingehaltenen – Förderkürzungen um 1,2 Mio. Barrel pro Tag, was rund 1,2 % der weltweiten Nachfrage entspricht, erst Anfang Juli um neun Monate verlängert. Damit dürfte der OPEC-Verdrängungskampf, der in den 2000er Jahren den Ölpreis fallen ließ, vorerst enden. Gleichzeitig ist der Fracking-Boom abgeflaut. Die Fördermengen sinken stetig und damit auch das Angebot aus dieser Quelle. Hinzukommen Angebotsausfälle im Iran und in Venezuela sowie ein fallender Dollarkurs. Da Öl in US-Dollar gehandelt wird, führt dies automatisch zu steigenden Ölpreisen. Auf der anderen Seite wachsen die größten ölverbrauchenden Volkswirtschaften USA und China trotz Handelskrieg mit etwa 2,3 bzw. 6,9 % (2. Quartal 2019: 6,2 %) weiter.

Turbos auf Brent (ICE) Future

Tradingaffine Anleger könnten die sich aus diesen Faktoren ergebenden Chancen durch den Erwerb von ÖL-Turbos Long auf den Brent (ICE) Future nutzen. Gehandelt werden hier derzeit beispielsweise Papiere ohne Laufzeitbegrenzung mit Basispreis und Knock-Out-Schwelle bei 54,38 US-Dollar (WKN ST8BXT). Beim aktuellen Preis von 4,11 Euro beträgt der Hebel der Papiere 12,8. Wem das nicht hoch genug ist, der kann alternativ auch auf einen Basispreis und Knock-Out von 55,29 USD (WKN ST8CV4) mit einem Hebel von 16 zurückgreifen. Dabei wirken die Hebel bei sinkenden Ölnotierungen natürlich auch in die andere Richtung, bis hin zum Totalverlust bei aktuell 54,38 bzw. 55,29 USD.

Alternativ ist der Erwerb eines StayHigh Optionsscheins, z.B. mit der WKN ST8VH4 möglich. Seine Besitzer bekommen Ende 2019 exakt 10 Euro ausgezahlt, sollte der Brent (ICE) Future die Marke von 50 USD bis zum 20.12.2019 (Bewertungstag) zu keinem Zeitpunkt berührt oder unterschritten haben. Dies entspräche aus heutiger Sicht Zugewinnen von 49,93 % innerhalb von fünf Monaten. Andernfalls verfällt der StayHigh wertlos.

Partizipationsmöglichkeiten bei Stagnation

Abschließend noch die zweite Variante, nämlich ein zunächst auf dem aktuellen Niveau verharrender Ölpreis. Für diesen Fall kommen Inline-Optionsscheine als Produktvariante in Frage. Verlässt der Preis für ein Barrel Nordseeöl (Future) bis zum 20. Dezember 2019 beispielsweise zu keinem Zeitpunkt die Range zwischen 47,50 USD (unteres KO-Level) und 92,50 USD (oberes KO-Level), wird der Inliner mit der WKN ST66D9 wenige Tage später zu 10 EUR zurückgezahlt. Beim aktuellen Briefkurs von 6,54 EUR entspricht dies auf Sicht von ca. fünf Monaten einer Rendite von 53,19 %. Andernfalls – also beim Berühren oder Durchbrechen einer der genannten Marken – wird der Schein wertlos und es kommt zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.


Stand: 07.08.2019

Autor: Stefano Angioni, Derivate-Experte bei der SOCIETE GENERALE.

Weitere Informationen unter: www.sg-zertifikate.de und www.inline-optionsscheine.de,